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Autor: Rene Melzer | 23.12.2011 - 12:32 | 0

Wegen Messenger BBM: RIM muss erneut vor Gericht

Dem Blackberry-Hersteller RIM steht ein neuer Namensstreit bevor. Das Unternehmen verwendet die Abkürzung BBM für seinen beliebten Chat-Service Blackberry Messenger. Der in Toronto, Kanada, ansässigen Firma BBM Canada gefällt das gar nicht, wie die kanadische Zeitung "The Globe and Mail" berichtet. Sie hat RIM jetzt wegen des Namens verklagt.

Wegen Messenger BBM: RIM muss erneut vor Gericht

Blackberry Messenger: Abkürzung BBM sorgt erneut für Ärger bei RIM | (c) RIM

Der Blackberry Messenger, kurz BBM genannt, ist eines der Zugpferde von RIM neben dem E-Mail-Pushdienst. Mit ihm sind verschlüsselte Chats zwischen Besitzern eines Blackberry möglich, inklusive Dateiaustausch wie Bilder, kurze Videos oder Musik. BBM ist auf allen Blackberrys bereits vorinstalliert und hat eine Nutzerbasis von derzeit rund 50 Millionen Menschen weltweit. Seit der neuesten Version können auch Zusatzanwendungen über eine Schnittstelle auf den Dienst zugreifen.

BBM Canada führt Medienanalysen im Auftrag von Radio- und Fernseh-Sendern durch. Doch nachdem RIM eine großflächige Kampagne mit dem Blackberry Messenger im Mittelpunkt startete, mussten sich die Mitarbeiter auch mit Kundenanfragen zu der Chat-Anwendung herumschlagen, so die Zeitung. Man habe mehrfach versucht, wegen der Namensrechte mit RIM in Kontakt zu treten, der Blackberry-Hersteller habe jedoch nicht reagiert. Deshalb sei man jetzt gezwungen, vor Gericht zu gehen. Das Unternehmen "will seinen Namen zurück" zitiert The Globe and Mail Jim MacLeod, Chef von BBM Canada.

Erst vor kurzem stand RIM wegen eines ähnlichen Falles schon einmal vor Gericht, damals aber in den USA. Der Blackberry-Hersteller wollte sein neues Smartphone-Betriebssystem knackig kurz BBX nennen. Allerdings besaß schon die Software-Schmiede Basis International Ltd. die Rechte an dem Namen. Unter dieser Bezeichnung bietet die Firma eine betriebsunabhängige Software-Entwicklungsumgebung aus Programmiersprache, Datenbank und Toolset an. Sie verklagte RIM deshalb. Anfang Dezember entschied dann ein Bundesgericht zugunsten von Basis International und verbot dem Blackberry-Hersteller die Verwendung von BBX. Er nannte es daraufhin in Blackberry 10 um.

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Quelle: TGAM via mobilesyrup
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