Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 
Autor: Björn Brodersen 12.01.2012 - 18:39 | (4)

Netzkooperation: O2 nutzt Teile des Glasfasernetzes der Telekom

Telefónica Germany (O2) wird künftig wieder Teile der Netzinfrastruktur der Telekom nutzen - allerdings nicht wie früher das Mobilfunknetz des Bonner Konzerns, sondern dessen Backbone. Bis zu 2.000 Mobilfunk-Knotenpunkte sollen künftig über das schnelle Glasfasernetz der Telekom an das O2-Kernnetz angeschlossen werden.

Netzkooperation: O2 nutzt Teile des Glasfasernetzes der Telekom

LTE-Antenne | (c) O2

Ab April 2012 sollen erste UMTS- und LTE-Basisstationen von O2 an das Glasfasernetz der Telekom angeschlossen werden. Von der langfristig angelegten Netzkooperation profitieren beide Unternehmen: O2 kann dadurch kostengünstiger die Kapazitäten und Übertragungsgeschwindigkeiten in seinem Datennetz erhöhen, die Telekom sorgt für eine bessere Auslastung ihres Glasfasernetzes und erhält dafür Mieteinnahmen in Millionenhöhe. "Die Vereinbarung mit der Telekom gibt uns die Möglichkeit kosteneffizient, schnell und flexibel im rasant wachsenden Markt für Mobilfunkdaten zu agieren", sagt O2-Chef René Schuster. Niek Jan van Damme, Telekom-Vorstand für das Deutschlandgeschäft, betont dagegen: "Um beim Breitbandausbau Synergien nutzen zu können, müssen die Netzbetreiber zusammenarbeiten. Die Telekom ist bereit dazu."

Im Unternehmensblog erklärt die Telekom, warum sie dem Konkurrenten unter die Arme greift - eben nicht aus Altruismus, sondern aus wirtschaftlichen Gründen. "Der Breitbandausbau ist verdammt teuer. Diese Zusammenarbeit gibt uns die Möglichkeit, einen Teil der Kosten, die wir für den Breitbandausbau aufwenden, wieder reinzuholen, weil die Standorte zu einem großen Teil nahe beieinander liegen oder sogar identisch sind", heißt es dort und weiter: "Hinzu kommt: Wenn wir das Geschäft nicht machen, tut es ein anderer. Übrigens würden wir ähnliche Vereinbarungen auch mit anderen Unternehmen treffen. Zwar helfen wir unseren Wettbewerbern damit, ihre Netzqualität zu verbessern. Aber: Unser Niveau erreichen sie damit nicht, denn wir binden ja nicht alle Standorte an."

Noch vor Kurzem hatte die Telekom mit einer Werbekampagne versucht, aus den über die Initiative Wir sind Einzelfall gesammelten Beschwerden der O2-Kunden über eine mangelnde Qualität des Mobilfunknetzes bei Datendiensten Kapital zu schlagen und O2-Kunden zum Anbieterwechsel zu animieren. Bei den Münchenern hatten die Netzausbauanstrengungen nicht dem ansteigenden Datenverkehr genügt. Bis Ende 2009 hatte O2 per nationalem Roaming Teile des Mobilfunknetzes der Telekom genutzt, seitdem setzte der Mobilfunkbetreiber ganz auf das eigene Netz.

Quelle: Pressemitteilung, Telekom-Blog
Senden
Artikel bewerten
Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare
  1. 14.01.12 22:18 Der mit dem Handy tanzt (Newcomer)



    Gebt mir mehr Sauerstoff!!!
    O², damit auch sie richtig durchatmen können. Jetzt endlich für die ganze Familie ein vernünftiger Empfang und Datentransfer. Ihre Kinder werden nicht erfreut sein, da sie sie jetzt auch im letzten "Funkloch" erreichen, ihre nicht O² Nachbarn werden sie beneiden. Hoffendlich nicht nur für kurze Zeit. Glasfaser der Telekom für O² und deren Kunden. Greifen sie jetzt zu und sichern sie sich das Rundumwohlfühlpaket. ;=)

  2. 13.01.12 12:11 Bosancero (Handy Profi)

    O2 can't do? Komme Sie zur Telekom, wenn Sie Netz haben wollen.
    Da hat O2 drauf gehört ^^

  3. 12.01.12 18:55 andiroid (Newcomer)

    Gefällt mir ;-)

  4. 12.01.12 18:43 Huntsman (Member)

    Da hat bestimmt auch das Aktionsbündnis "Wir sind Einzelfall" seinen Anteil daran.

antworten
 
Aktuelle Geräte im Test