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Autor: Björn Brodersen 17.01.2012 - 13:52 | (17)

Facebook: Das Kuckucksei in den Mobilfunknetzen

Messaging-Apps wie WhatsApp, Yuilop oder Pinger zählen zu den ärgsten Konkurrenzdiensten der klassischen SMS. Doch auch Sozialnetzwerke wie Facebook werden von immer mehr Nutzern zur direkten Kommunikation untereinander eingesetzt. Die Mobilfunkbetreiber müssen richtig darauf reagieren.

Facebook: Das Kuckucksei in den Mobilfunknetzen

Facebook für Windows Phone 7 | (c) Marketplace

Die Branchenbeobachter von Strand Consultants beschreiben den aktuellen Trend am Beispiel Dänemarks: Die drei Mobilfunkbetreiber TDC (-17 Prozent), Telia (-18 Prozent) und Telenor (-26 Prozent) haben demnach von Ende Juni 2010 bis Ende 2011 einen deutlichen Rückgang des SMS-Traffics in ihren Netzen verzeichnet. Insgesamt ging die Zahl der in Dänemark versendeten SMS im gleichen Zeitraum von 6,6 Milliarden auf 6,2 Milliarden zurück - ein Rückgang um 6,9 Prozent. Nur der vierte Mobilfunkbetreiber 3 konnte durch ein starkes Kundenwachstum den SMS-Traffic seiner Kunden steigern.

Nach Ansicht der Analysten von Strand Consultants führen die wachsende Verbreitung von Internet-fähigen Smartphones und die zunehmende Zahl der Facebook-Nutzer im Land (drei Millionen von 5,5 Millionen Einwohnern) dazu, dass immer mehr Menschen Textnachrichten über das Sozialnetzwerk statt per SMS versenden. "Facebook verhält sich wie ein junger Kuckuck und wirft die SMS aus den Netzen der Mobilfunkbetreiber, während die gerade nicht hinschauen", so die Analysten. Dabei hätten die Mobilfunkbetreiber zu Beginn der Vermarktung der mobilen Datendienste von Facebook als Katalysator noch profitiert.

Nach Ansicht der Marktbeobachter müssen Mobilfunkbetreiber ihre Tarifgestaltung künftig ändern, um den rückläufigen Trend bei SMS an anderer Stelle zu kompensieren: Sie sollten künftig SMS- und MMS-Pakete in ihre Smartphone-Tarife einschließen, lautet die Empfehlung von Strand Consultants. Dann müssten die Smartphone-Nutzer auch für SMS- und MMS-Service bezahlen, wenn sie einen Datentarif für zum Beispiel die mobile Facebook-Nutzung buchen, und die Mobilfunkbetreiber würden weiterhin an SMS- und MMS-Diensten verdienen, auch wenn die Zahl der tatsächlich versendeten Mitteilungen weiter zurückginge.

Je früher die Provider mit der Tarifbündelung anfingen, desto besser, so die Marktexperten, ansonsten würden die Kunden auf reinen Datentarifen bestehen und sich den Bündelangeboten verweigern.

Themen: Facebook, Mobilfunkbetreiber, SMS
Quelle: Pressemitteilung
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Kommentare
  1. 18.01.12 14:06 Macianer (Gast)

    Damit die Rechnung eben **keinen** Haken hat/bekommt und um genau solchen EInwänden/Vorwürfen vorzubeugen, habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen, daß ihr zweiter Teil auf einem Preis von 19 ct/SMS basiert. Somit steht es jedem frei, einen anderen Preis einzusetzen und sich die Kosten/MB entsprechend seines Tarifes "hinzubiegen."
    Mir persönlich ist es im Übrigen völlig schnurz, ob 1MB SMS-Volumen nun 3500-fach (bei 19ct) oder "nur" 900 mal so teuer ist (bei 5ct/SMS) wie 1MB in einem gängigen Datentarif.

  2. 18.01.12 12:42 cookieman (Advanced Handy Master)

    Deine Rechnung hat allerdings einen Haken. Denn je nach Anbieter und Tarifen wie z.B. von VF ist in der Internetflat Plus Tarif eine Allnet SMS Flat mit 3000 SMS im Wert von 15€ enthalten.

    Auch andere Anbieter die SMS Flats anbieten, reduziert sich der Preis deiner 19 Cent auf 9 - 5 Cent pro SMS.

    Die SMS wird vielleicht noch etwas Geld in die Kassen der Anbieter spülen, aber letztendlich verdienen die Anbieter mehr Geld mit Datendiensten durch Mails, Messenger usw.

    Vorteil der Messinger ist das es schneller geht, denn unter Umständen können SMS auch zeitverzögert ankommen. Nachteil der erhöhte Datentraffic sorgt für stark ausgelastete Netze.

  3. 18.01.12 12:06 Macianer (Gast)

    Es ist doch eigentlich ganz einfach: das Datenvolumen einer SMS beträgt maximal 1120 bit = rund 1KB. Basierend auf 19ct/SMS erlösen die Mobilfunker mit einem Datentransfer von 1MB also rund 175 Euro (!!!), also etwa das 3500-fache dessen, was sie für Datentarife auf Smartphones (200 MB für 10€) erzielen können.
    Berücksichtigt man gleichzeitig, daß der SMS-Dienst technisch gesehen quasi ein Abfallprodukt des sowieso vorhandenen GSM-Sprachdienstes ist, erklärt das die Sorgen der Netzbetreiber um diese höchstprofitable Einnahmequelle durch die entstehenden neuen Kommunikationswege wie Email, FB, Twitter & Co.

  4. 18.01.12 10:26 odoggy (Newcomer)

    Whatsapp, iMessage etc. haben viel mehr Möglichkeiten als eine SMS daher werden diese Dienste auch anders genutzt. Es sind weiterhin Kurznachrichten, man schreibt damit in der Regel keine Romane oder längere Texte wie bei einer Mail. Daher ist das sicherlich vom Anwendungsgall schon mit einer SMS vergleichbar nur das man auch zusätzlich multimediale Inhalte wie Fotos oder Videos (wie selbstverständlich) austauscht.

    Und für diesen Anwendungsfall (schnelle/unförmliche Kommunikation) ist bei Whatsapp & Co das Datenvolumen ggü. dem Vorläufer gewaltig gestiegen.

    odoggy

  5. 17.01.12 17:07 htcWM6 (Member)
    ...bin ebenfalls...

    ...der Meinung, daß wenn man schon eine Datenflat bucht, dann sollte man die SMS-Flat ebenfalls dazu bekommen und zwar ohne Aufpreis...

  6. 17.01.12 16:39 greendayfan (Youngster)

    * meinte Upgrade

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