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Autor: Björn Brodersen | 18.01.2012 - 15:32 | (23)

Mobile Malware: iPhone und Windows Phones bleiben links liegen

Android ist das Hauptangriffsziel Nummer Eins von mobiler Schadsoftware. Andere Plattformen wie iOS, Windows Phone oder Blackberry werden dagegen nur punktuell von Malware attackiert, berichten Sicherheitsexperten.

Mobile Malware: iPhone und Windows Phones bleiben links liegen

Marco Preuss, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab | (c) Unternehmen

Die Ergebnisse von Kaspersky Lab sind keine Überraschung, auch andere Analysen sehen bei Android das größere Sicherheitsrisiko. Google selbst wirft den Anti-Viren-Experten dagegen vor, sie würden Panikmache betreiben, um den Smartphone-Nutzern ihre Virenschutz-Programme zu verkaufen. Generell zeigen die von Kaspersky Lab veröffentlichten Zahlen jedoch, dass die Bedrohung durch mobile Malware zunimmt. Während das Unternehmen Mitte 2011 noch rund 200 einzelne Schädlinge für Handys und Smartphones identifiziert hatte, waren es Ende 2011 schon fast 1.200. Mittlerweile verzeichnet Kaspersky Lab nach eigener Aussage 6.707 einzelne mobile Schädlinge in seinen Datenbanken.

Bei der Verteilung der Malware auf die einzelnen Betriebssysteme liegt die Google-Plattform klar in Front mit über 67 Prozent. Auf Platz Zwei folgt J2ME (Java 2 Micro Edition) mit über 25 Prozent, und auf Platz drei liegt Symbian mit über 5 Prozent. Das iPhone, Windows Mobile und Blackberry werden derzeit nur punktuell attackiert, berichtet Kaspersky Lab. Sicherheitsrisiko für das Smartphone sei jedoch auch der Nutzer selbst, betonen die Anti-Viren-Experten. Viele Smartphone-Nutzer vergäßen, dass die üblichen Sicherheitsregeln für den PC auch für den Einsatz von Tablets und Smartphones gelten. Dazu gehörten das regelmäßige Aufspielen von Updates für Anwendungen, Betriebssystem und Sicherheit-Software sowie kritisches Abwägen vor dem Öffnen von angebotenen Links oder zugesandten E-Mail-Anhängen.

Kaspersky Lab empfiehlt Smartphone- und Tablet-Nutzern das Befolgen von fünf Sicherheitsregeln:

  • Keine Apps aus nicht vertrauenswürdigen Quellen installieren.
  • Sicherheits-Software einsetzen und regelmäßig aktualisieren
  • Sicherheitseinstellungen des Smartphones nutzen, beispielsweise die PIN-Eingabe, wenn das Smartphone im Standby-Modus ist
  • Betriebssystem und Anwendungen immer auf dem aktuellen Stand halten. Bei den Aktualisierungen einzelner Apps auf eventuell geänderte Berechtigungen achten, die eingefordert werden.
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Themen: iPhone, Android-Smartphone, Smartphone
Quelle: Pressemitteilung
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Kommentare
  1. 19.01.12 21:02 pixelflicker (Handy Master)

    Das Problem sind ja eben nicht die Lücken selbst, sondern die Frage, ob diese ausgenutzt werden. MacOS hat bekanntlich sehr viele Sicherheitslücken, das ist aber kein Problem, weil sie keiner nutzt.

  2. 19.01.12 14:32 cookieman (Moderator)

    Der Appstore für WP7 Nutzer ist ja größentechnisch noch nicht vergleichbar wie Android und Apple. Also Sicherheitslücken wirst Du überall finden, ob zufällig oder gewollt.

  3. 19.01.12 14:24 inte (Handy Profi)

    @pf
    Jep da hast Du vollkommen recht. Scheint wirklich ein wenig Angstmacherei zu sein.
    Kauft wohl keiner Kapersky und Co...

    Meines Wissens setzt WP7 voll auf die Eingangskontrollen des Stores, das System selber gewährt Programmen dann kaum mehr Abstufungen in den Zugriffsrechten - d.h., einmal installiert, darf ein WP7-Programm alles. Die nutzen zwar Sandboxes, aber es fehlt wohl noch an einigen essentiellen Funktionen. Bin gespannt wie lange das gut geht...
    (oder ist das vll. schon mit Mango verbessert worden?)

  4. 19.01.12 12:46 pixelflicker (Handy Master)

    @inte:
    Tatsächlich ist Android das sicherste aller mobilen Betriebssysteme, was den technischen Aufbau angeht. Das Sandbox-Konzept z.B. ist nirgends so stringent umgesetzt wie bei Android. Dennoch gibt es kein System ohne Fehler und daher werden die Programmierer immer welche suchen. Aber für Malware braucht man nicht unbedingt fehler, man kann auch über den User aufs System kommen und von ihm direkt die Rechte bekommen, so ist es ja bei den Apps geschehen, die letztens aus dem Store genommen wurden.

    Auch wenn der Store keine Eingangskontrolle hat, so macht er die Sache aber dennoch wesentlich sicherer, denn wenn eine entsprechende Software auffällt, kann sie aus dem Store genommen werden und die Gefahr ist damit ebenfalls entfernt. Auch bei kontrollierten Stores kann etwas eingeschleust werden, das wurde bereits bei Apple bewiesen. Daher halte ich das Sicherheitskonzept von Android durchaus für ordentlich und wenn mal ein paar durchschlüpfen, dann sind das meist nur ein paar, kein Vergleich zur Situation bei Windows und selbst da ist das Risiko überschaubar.

    Daher finde ich auch, dass das alles hochgespielt wird.

  5. 19.01.12 09:05 Gorki (Expert Handy Profi)

    Nicht autorisierte In App Käufe gab es sogar bei Usern die außer iTunes nichts anderes von Apple nutzten. Man braucht anscheinend daher nicht unbedingt Malware dazu.

    http://www.heise.de/mac-and-i/artikel/Account-Missbrauch-im-App-Store-1406782.html

  6. 19.01.12 08:41 cookieman (Moderator)
    @inte

    >Android ist kein gewoehnliches Linux - es baut nur auf dem Linuxkernel auf.
    Linux selber ist hingegen schon sehr sicher - oder hast Du schon mal von einem Virus gehört, das Fritzboxen befaellt? Die sind ja nun sehr weit verbreitet.<

    Man muss ja darauf keinen Virus spielen......aber ehrlich gesagt wsa heißt sicher. Bei genügend kriminelle Energie und dank dem Internet, kannst Du im Prinzip auch eine Fritzbox knacken. Sicher bedeutet das der User genügend Kenntnisse hat um die Fritzbox so einzustellen, das es sicher ist.

    Wobei was Malware beim Phones angeht, eher die betroffen wären die entweder ein JB oder ein gerootetes Phone benutzen, da hier die Sicherheitseinstellung mehr oder weniger außer Kraft gesetzt sind.

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