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Autor: Björn Brodersen | 20.01.2012 - 09:55 | (5)

Google-Zahlen: Gut ist nicht gut genug

Zu hohe Erwartungen enden oft in Enttäuschung. Diese Erfahrung musste nun auch der Internetkonzern Google machen. Obwohl das Unternehmen erstmals mehr als zehn Milliarden Dollar Umsatz in einem Quartal erzielte, sank der Kurs der Google-Aktie zwischenzeitlich um fast zehn Prozent ab. Anleger hatten einen höheren Gewinn erwartet und gehen von einem weiteren Rückgang der Anzeigeneinnahmen aus.

Google-Zahlen: Gut ist nicht gut genug

Larry Page, CEO von Google | (c) Unternehmen

Im vierten Quartal 2011 stieg der Umsatz von Google um zehn Prozent im Jahresvergleich auf 10,6 Milliarden Dollar, der Gewinn kletterte jedoch im selben Zeitraum auf 2,71 Milliarden Dollar - das sind rund 170 Millionen Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum und rund 10 Millionen Dollar mehr als im vorangegangenen Quartal. Analysten hatten mit einem Gewinn von drei Milliarden Dollar im Schlussquartal 2011 gerechnet, auf den Gewinn drückten offensichtlich gestiegene Kosten in Höhe von 3,38 Milliarden Dollar (gegenüber 2,51 Milliarden Dollar in Q4 2010). Anleger zeigten sich enttäuscht: Nachbörslich rutschte der Wert der Google-Aktie zeitweise um über neun Prozent ab.

Nach Angaben des Google-Chefs Larry Page sind aktuell insgesamt 250 Millionen Android-Geräte im Umlauf. Die Google-Plattform ist inzwischen das meistgenutzte Betriebssystem bei Smartphones. Wie viel Google an seinem Betriebssystem verdient, hat das Unternehmen bislang nicht verraten. Kürzlich aber hatte der Software-Entwickler Oracle vorgerechnet, Google verdiene allein durch Werbung 14 Dollar pro Android-Gerät im Jahr. Zuletzt soll es laut Google weltweit täglich 700.000 neue Aktivierungen von Android-Geräten gegeben haben.

Kursverlauf der Google | (c) Wallstreet-Online

Kursverlauf der Google | (c) Wallstreet-Online

Die Zahl der Nutzer des Sozialnetzwerks Google+ hat Page auf 90 Millionen beziffert. Er ließ allerdings offen, wie viele der angemeldeten Personen das Netzwerk tatsächlich aktiv nutzen. Page erklärte lediglich, dass 60 Prozent der Google+-Nutzer täglich und 80 Prozent wöchentlich Google-Produkte benutzen würden - das können aber auch andere Dienste wie beispielsweise Google Mail sein. "Ich bin über das Wachstum von Android Gmail und Google+, das nun weltweit 90 Millionen Nutzer hat, begeistert", sagte Page. "Indem wir mit unseren Nutzern über Google+ eine sinnvolle Beziehung aufbauen, werden wir über unsere gesamte Bandbreite an Diensten großartige Erlebnisse erzeugen." Die Haupteinnahmequelle von Google ist aber immer noch die Werbung im Umfeld der Internetsuche.

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Quelle: Google
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Kommentare
  1. 20.01.12 22:55 pixelflicker (Handy Master)

    @newPhone:
    Verdient Apple nicht auch Geld mit Werbung? Apple macht es auch nicht blöd, die verdienen mit Werbung und verlangen viel Geld für ihre Produkte. ;-)
    Du lässt es jetzt so dastehen, als wäre Goolge böse, weil sie ihr Geld mit Werbung verdienen und andere Unternehmen würden das nicht tun.


    @chief:
    Google verdient auch im Business-Umfeld, so verkaufen sie z.B. ihre Suchmaschinentechnologie an Unternehmen, die sie für ihre Systeme (Websites, Intranet usw.) nutzen können und bieten auch Googlemail für Business an, auch Maps usw.

  2. 20.01.12 14:53 Noticed (Moderator)

    Z.B. am Marketplace, sowie an Google Maps und Google Earth.

  3. 20.01.12 14:44 chief (Advanced Handy Profi)

    @noticed
    An was verdienen die sonst noch?

    Alles was ich jetzt so von google kennen, ist für den User kostenlos.
    (natürlich mit den Werbebanner)

  4. 20.01.12 14:36 Noticed (Moderator)

    Google verdient ja nicht ausschließlich an Werbung, aber zum großen Teil.

  5. 20.01.12 14:03 NewPhone (Expert Handy Profi)

    10 Mrd. $ Umsatz (2,7 Mrd % Gewinn) im letzten Quartal. Nicht schlecht, was man mit ein paar Werbebannern so schaffen kann. ;-)

    Umgekehrt wird einem natürlich auch klar, dass z.B. Android und die Google Apps nicht wirklich kostenlos sind – sie sind so "free", wie die Privatsender RTL und Sat1. Wir alle zahlen diese Angebote und Produkte mit unseren Einkäufen, denn die Werbekosten (die u.a. an Google fließen) werden ja von den werbenden Herstellern auf die Produktpreise aufgeschlagen. Ich zahle also bei meinem Autokauf ein bisschen für Android und bei meinem Jogurt ist eine kleine Google-App-Tax mit drin. Wir (Konsumenten) sind also auch hier eine Art Solidargemeinschaft. ;-)

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