Die ersten mobilen Dual-Core-Prozessoren haben schon vielen Smartphones zur flüssigen Bedienung verholfen, bei vielen Tablets hingegen hat das nicht funktioniert. Der erste Quad-Core-Chip Tegra 3 von Nvidia im Asus Eee Pad Transformer Prime verspricht da Abhilfe. Wir haben das erste Quad-Core-Tablet für den deutschen Markt ausgepackt und präsentieren es mit passendem Laptop-Dock in einem Unboxing.
Asus Eee Pad Transformer Prime Unboxing | (c) Areamobile
Bis Asus bekannt gegeben hat, eine besser ausgestattete Nachfolgeversion mit höher auflösendem Display und 3G-Funk auf den Markt bringen zu wollen, war das Asus Eee Pad Transformer Prime das Nonplusultra unter den Tablets. Angetrieben werden aber sowohl das neue Topmodell Transformer Prime 700 Series und auch das derzeit im Handel erhältliche Gerät vom neuen Quad-Core-Prozessor Tegra 3 mit einer Taktrate von 1,3 Gigahertz je Kern und der erstarkten Geforce-GPU von Nvidia.
Bedient wird es über einen 10,1 Zoll großen kapazitiven Touchscreen mit einer Auflösung von 1.280x800 Pixel, der von kratz- und stoßfestem Gorillaglas geschützt wird. Der Arbeitsspeicher ist 1 Gigabyte groß, der interne Speicherplatz je nach Variante 32 oder auf 64 Gigabyte. Weitere Ausstattungsmerkmale sind eine 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Fotolicht, eine 1,2 -Megapixel-Frontkamera für Videochats und natürlich Bluetooth, Wlan-n, ein Micro-HDMI-Port, eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse und ein Steckplatz für eine wechselbare Speicherkarte.
So weit die nackten Specs – doch das Gerät ist viel mehr. Mit seinem exakt verarbeiteten Metallgehäuse sieht es richtig elegant aus und wiegt trotzdem nur 586 Gramm. Handlich ist es für ein Gerät der 10-Zoll-Klasse auch noch, denn mit 8,3 Millimeter ist es angenehm dünn, dank des Metalls wirkt es dabei nicht zerbrechlich. Die Bediengeschwindigkeit ist frisch aus dem Lieferkarton schon ziemlich gut – allerdings nicht überall. Im Browser kann man nicht von "absolut flüssig" sprechen – das erschreckt und enttäuscht zugleich. Sollte der neue Quad-Core-Prozessor so schwach sein? Mitnichten - Schuld dürfte eher eine schlechte Abstimmung mit Android Honeycomb sein. Nach dem bereits zur Verfügung stehenden Update auf Version 4.0 Ice Cream Sandwich rennt das Transformer Prime wie ein Weltmeister und hängt alle anderen bisherigen Android-Tablets mit großem Vorsprung ab. Ruckler konnten wir mit Android 4.0 nicht mehr bemerken.
Lob hat Asus auch für das separat erhältliche Tastatur-Dock verdient. Es macht aus dem Tablet ein vollwertiges Netbook, denn es bietet nicht nur eine Volltastatur, auf der sich viel besser schreiben lässt als auf einem Touchscreen, sondern zusätzlich auch ein Touchpad, auf dem sich auch Gesten ausführen lassen, einen herkömmlichen USB-Anschluss, über den man etwa eine Maus anschließen kann, und einen SD-Karten-Leser. Außerdem ist in das Dock ein Zusatzakku integriert, der für längere Laufzeiten sorgt, da er das Tablet im eingesteckten Zustand auflädt.
Kleinere Störfaktoren gibt es natürlich auch. So will das Tablet bei der Touchscreen-Bedienung immer schön festgehalten werden, wenn es in das Dock eingesteckt ist – sonst hebt man die Tastatur mit stärkeren Screen-Berührungen leicht vom Tisch, woraufhin es wieder zurückknallt. Störender ist jedoch das GPS-Problem. Asus hat inzwischen erklärt, dass es wegen des schicken Alugehäuses zu Schwierigkeiten beim Satellitenfix kommt – und hat ein Update angekündigt, das in den USA wohl auch schon verfügbar ist. Erste Tests mit dem Update förderten unterschiedliche Ergebnisse zutage – offenbar ist die GPS-Verbindung zwar bei vielen Geräten besser geworden, allerdings immer noch weit davon entfernt, wirklich gut zu sein. Solche und weitere Dinge wird unser Test des Asus Transformer Prime aufdecken, der demnächst auf Areamobile zu lesen sein wird.
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Du bist nicht dabei?Ich wüsste jetzt auch nicht, wofür ich beim Tablet unbedingt GPS bräuchte, ich habe es zumindest bisher nie genutzt. Aber auch da gibts sicher Einsatzzwecke. Muss jeder für sich entscheiden. Wie gesagt, das iPad hat auch kein GPS (in der WIFI variante, wie beim Prime) und keiner meckert deshalb.
Ich sehe das Update als super Sache an, das zeigt, dass ASUS alles versucht was geht. Sie hätten ja auch jetzt leicht sagen können sie lassen es mit dem Update, weil es ja auch Aufwand kostet.
@pixelflicker
Schaden sicher nicht. Updates die zur Verbesserung des Gerätes Beitragen sind immer Gut. Hab vorhin mal die Internetseite überflogen und es tatsächlich nichts von GPS zu Lesen. Scheint sich also um einen Designfehler zu Handeln. Finde ich aber ehrlich gesagt gar nicht so Tragisch da ein Tablet nicht wirklich ein Navi ist und es für die Ortung sicherlich ausreicht. Ist wohl ein Kompromiss. Optisch ist es jedenfalls eines der Besten Tablets. Das Gehäuse sieht auf den Bildern auch sehr Hochwertig aus. Für Käufer die vorhaben GPS ausgiebig zu nutzen sollten sich aber doch besser bei den anderen Herstellern umschauen oder auf das überarbeitete Transformer warten.
@DDD:
Vielleicht haben sie ja noch eine Idee gehabt wie man vielleicht noch was machen kann. ASUS ist in Sachen Udpates jedenfalls extrem gut, schadet ja nicht.
übrigens im benchmark hat asus mit diesem gerät alles bis dato vorhandene abgehängt.
bin mal gespannt auf das wikipad im vergleich, da dies so gut wie nix kostet.
Hatt Asus nicht schon bekanntgegeben die GPS Funktionalität im Datenblatt zu Löschen und die GPS Funktionalität nur als Gimmick mitzuliefern?
Wundert mich das sie dann noch ein Update fürs GPS bringen.
Ansonsten schickes Teil. Wird sicher bald Recht Günstig zu haben sein wenn die ganzen Full HD Tablets am Markt sind.
Ich bin schon sehr aufs Prime HD mit Full HD-Display gespannt wo dann auch die Fehler mit GPS ausgebügelt sein sollen..