Zwei neue Entwicklungen im Patentstreit zwischen Motorola und Apple: Motorola hat vor dem Landgericht Mannheim eine permanente Verfügung gegen den E-Mail-Pushdienst von Apples iCloud-Service sowie entsprechende Zugriffsgeräte erlangt. Unterdessen hat Apple über Nacht die älteren iPhone-Modelle 3G, 3G S und 4 sowie die UMTS-fähigen Varianten des iPad und des iPad 2 aus seinem deutschen Online-Shop entfernt. Beide Fälle haben unmittelbar nichts miteinander zu tun, das zeitliche Zusammentreffen scheint bloßer Zufall zu sein.
Unboxing des Apple iPhone 4 32 GB | Foto: Areamobile
Seit heute bietet Apple das iPhone 3G, das iPhone 3G S und das iPhone 4 sowie das iPad 3G und iPad 2 3G nicht mehr in seinem deutschen Webstore an. "Derzeit nicht verfügbar" lautet jeweils die Anmerkung zu den Geräten im Online-Shop. Nach Ansicht des Patentrechtsexperten Florian Müller ist aber eine im Dezember 2011 gefällte Entscheidung des Landgerichts Mannheim dafür verantwortlich. Da Apple selbst uns heute auf den Blogeintrag auf Foss Patents verwies, liegt Müller mit seiner Annahme wohl richtig.
Vorausgegangen war ein im April 2011 gestellter Antrag von Motorola auf eine Verfügung gegen die Apple-Produkte auf Basis eines geschützten Patents, das sich auf den Datenübertragungsstandard GPRS bezieht. Das damals ausgesprochene Urteil (AZ.: 7 O 122/11) gegen die in Irland ansässige Apple Sales International versetzte Motorola in die Lage, ein Verkaufsverbot für die betroffenen Apple-Produkte durchzusetzen. Müller spekuliert auf seinem Blog Foss Patents, dass Motorola von diesem Recht jetzt Gebrauch macht. Der amerikanische Hersteller muss dazu eine Kaution in Höhe von 100 Millionen Euro beim Gericht hinterlegen und kann in Haftung genommen werden, wenn die Entscheidung des Landgerichts Mannheim später von einer höheren Instanz - zum Beispiel durch das Oberlandesgericht Karlsruhe - kassiert würde.
Apple teilte uns heute in einer kurzen Erklärung mit, dass die betroffenen iPhone- und iPad-Modelle in den Apple-Retail-Stores sowie in Partnershops weiterhin zum Verkauf stehen. Das neue iPhone-Modell 4S ist auch im Online-Shop von Apple weiterhin erhältlich. Offenbar fällt es wegen eines anderen Mobilfunkchips nicht unter das Verkaufsverbot. Das Unternehmen werde gegen das jetzt ergangene Urteil Berufung einlegen, erklärte Apple, da Motorola es in der Vergangenheit abgelehnt habe, dem iPhone-Hersteller das Patent zu FRAND-Konditionen (fair, vernünftig und nicht-diskriminierend) zu lizenzieren.
Die heute ebenfalls vom Landgericht Mannheim erlassene Verfügung richtet sich auch gegen die Apple-Distributionsfirma Apples Sales International. In diesem Fall könne Motorola gegen den E-Mail-Push-Service von Apple sowie Apple-Geräte, auf denen dieser Dienst genutzt werden kann, vorgehen. Apple könne aber wohl durch ein Umstellen von Push- auf Pull-E-Mail das Verkaufsverbot umgehen, so Müller nach Analyse seiner Anhörungsnotizen aus dem November 2011. Da dieses Urteil ebenfalls noch angefochten werden kann, sei die permanente Verfügung zunächst nur vorübergehend durchsetzbar. Auch dieser Fall begann im April 2011 mit einem Antrag von Motorola, das sein geschütztes Patent EP 0847654 (B1) durchsetzen wollte. Es ist das dritte Mal, dass das Landgericht Mannheim in den Patentstreitigkeiten zwischen den beiden Smartphone- und Tablet-Herstellern zugunsten Motorolas entscheidet.
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Du bist nicht dabei?@boca
da sind wir ja mal einer Meinung
Arkani
Ok...dann sind wir ja einer Meinung- der iPod hat Apple gerettet. Jetzt müssen wir dazu sagen daß das vorherige geschäftsmodell mal komplett anders ausgerichtet war. Hätte Apple versucht die Krise nur im ( eigentlichem) Geschäftsmodell zu über Winden, wäre man grandios gescheitert.
Man kann in einem Anfall von Größenwahn der da heißt " ich bin so schön , ich bin so toll, ich muß die anderen nicht beachten" sehr schnell an meine grenzen kommen - vor allen Dingen wenn der aktuelle Erfolg einem zwar recht gibt aber Di. Anderen " aufholen" was ja auch heißt das sie sich an einem orientieren.
Apple hat halt vielleicht auch aus dem eigenem Abstieg in den 90ern gelernt- schließlich kamen von dort auch viele Innovationen die die Jungs aus Redmond gern übernahmen.
@Gorki
Warum schreibst du das nicht gleich, alter Scherzkuchen :) ?
Hier aus der AM News ist das ja nicht hervorgegangen.
Also ist es doch so wie ich es mir dachte. Mit dem Kauf sind alle Lizenzforderung gedeckt.
@Boca, ich weiß auch sie Apple richtig aus der Krise kam. Damit bentheben nicht böse mit mir wird muss ich das jetz noch ein wenig erklären. Grob gesagt kam Apple aus der Krise durch Stefe, der richtigerweise das Potential von digitale musik im rechten Moment erkannte und durch die Schaffung der itunes Platform und dann der Einführung des mobilen Geräts dazu dem Ipod .
> "wobei ih mich frage wo eigentlich Pf. Steckt ;-) " [boca]
Mir wurde gesagt, dass ich hier nur provoziere und ich mich lieber verziehen soll, deswegen hab ich mir gedacht ich halt mich zurück mit kommentaren. Ich schau hier nicht mehr so oft rein. Wenn man wo unerwünscht ist, dann fühlt man sich da nicht mehr so wohl.
Geht doch ;-)