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Autor: Björn Brodersen | 13.02.2012 - 18:35 | (71)

Apple: FLA prüft Arbeitsbedingungen bei Foxconn

Apple wehrt sich gegen Vorwürfe, der iPhone- und iPad-Hersteller nehme für möglichst hohe Gewinnspannen wissentlich schlechte Arbeitsbedingungen bei den Zulieferunternehmen in Kauf. Auf Bitten des Unternehmens überprüfen seit heute Arbeitsrechtsexperten der Fair Labor Association (FLA) die Arbeitsbedingungen bei Zulieferfirmen und in den Fabriken von Foxconn in Shenzen und Chengdu.

Apple: FLA prüft Arbeitsbedingungen bei Foxconn

Chinesische Arbeiter bei Foxconn | Foto: Zhongguancun Online News

Das Team der FLA soll uneingeschränkten Zugang zu den Betrieben erhalten und dort tausende Arbeiter über die Arbeits- und Wohnbedingungen befragen, inklusive Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen, Ausgleichszahlungen, Arbeitsstunden sowie Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Management. Dazu wird es unter anderem die Bereiche der Fertigung, die Unterkünfte und andere Betriebseinrichtungen inspizieren und alle Dokumente überprüfen, die im Zusammenhang der Abläufe während des gesamten Arbeitsverhältnisses stehen. Heute Morgen haben die Untersuchungen der FLA in der Fabrik in Shenzhen ("Foxconn City") begonnen.

Die Ergebnisse und Empfehlungen ihrer ersten Inspektionen wird die FLA Anfang März auf ihrer Website www.fairlabor.org bekannt geben, teilte Apple heute mit. Gleichartige Untersuchungen kündigte das Unternehmen für das Frühjahr bei Quanta und Pegatron an. Wenn diese abgeschlossen sind, werde die Beurteilung der FLA jene Betriebe beinhalten, in denen über 90 Prozent der Produkte von Apple gebaut werden. Apple selbst hat nach eigenen Angaben seit 2006 jede einzelne Endmontage-Fabrik in der Lieferkette geprüft, einschließlich der mehr als 40 Überprüfungen der Herstellungs- und Montagewerke von Foxconn. Details zu Apples Supplier Responsibility Program inklusive der Kontrollergebnisse von Apple innerhalb der vergangenen fünf Jahre können Interessierte unter www.apple.com/de/supplierresponsibility nachlesen.

Die FLA überprüft durch ihre Beobachtungen und Kontrollen, dass die von ihr definierten Standards am Arbeitsplatz eingehalten werden, wo immer auch Unternehmen Produkte nach FLA-Richtlinien herstellen. Apple wurde im Januar dieses Jahres zur Fair Labor Association zugelassen. 2010 hatten mehrere Arbeiter im Foxconn-Werk in Shenzen Selbstmord begangen.

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Themen: iPhone
Quelle: Pressemitteilung
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Kommentare
  1. 16.02.12 08:42 bocadillo (Advanced Handy Master)

    Wenn alle Hetrsteller dank automatismus des strakw aschenden Marktes von sich aus wachsen und gut Kohle verdienen wird auch schonmal weniger geklagt- einfach weil es läuft.

    Das ist aber aktuell nicht mehr so.

    Außerdem war damals den Herstellern schon bewusst das man mit FrandPatenten nicht zu Felde ziehen kann oder sollte da der Erfolg stark fraglich ,der Boomerang groß sein könnte.

    Da aber apple kaum Frand Patente hat..dafür aber andere die für den Benutzer im Alltag deutlich spürbarer sind wie irgendwelche technischen Patente versuechn halt die WEttbewerber....

    Aber btt...

    Apple tut wenigestens jetzt etwas( weiveil lassen wir aml außen vor)- während die anderen sich alle!!!! in stilles Schweigen hüllen.

  2. 16.02.12 06:26 Beinhart (Gast)
    anders gesagt:

    ..... und ich freue mich, dass wenigstens einer etwas tut......

  3. 15.02.12 21:45 pixelflicker (Handy Master)

    > "Früher haben alle sehr gut verdient- und die sw spielte kaum eine Rolle bzw.
    > Wurde von den meisten Herstellern nicht als das Kriterium gesehen ." [Boca]
    Und Klagen kann man nur wegen Software? Also ich weiß ja nicht, ob das ein Argument dafür ist, dass es früher weniger Klagen gab.


    > "Es gibt keine !!!! Organisation in de Welt die wirklich frei von
    > Abhängigkeiten, Lobbies oder ähnlichem ist."
    Lieber werden sie von einer Instanz geprüft, die evtl. nicht ganz neutral ist, als überhaupt nicht, oder?
    Von Heute auf Morgen geht gar nichts, aber jeder Schritt sollte gutgeheißen werden. Ich finde es jedenfalls gut und freue mich, dass Apple wenigstens etwas tut.

  4. 15.02.12 13:38 cookieman (Moderator)
    @NP

    @cookie: Herzlichen Glückwunsch zu deinem 8000sten!

    Ups Tatsache..... Danke Danke.

    Ja das Problem sehe ich insofern der Erfolgsgeschichte von Apple. aber das trifft eigentlich auf alles zu was Erfolg hat.

    Wenn sich jetzt die drei oder vier großen Unternehmen zusammentun würden und
    Foxconn boykottieren, dann hätte Foxconn ein echtes Problem. Das wird aber nicht passieren, da so gut wie keine Alternativen vorhanden sind und unter Umständen Unkosten für die Unternehmen entstehen. Also welche Wahl haben die Unternehmen?

  5. 15.02.12 12:00 NewPhone (Expert Handy Profi)

    @cookie: Herzlichen Glückwunsch zu deinem 8000sten!

  6. 15.02.12 09:16 NewPhone (Expert Handy Profi)

    > Es gibt keine !!!! Organisation in de Welt die wirklich frei von Abhängigkeiten, Lobbies oder ähnlichem ist.

    Das ist halt ein Problem aber eben auch die unumstößliche Realität. Aber mir war schon im Vorfeld klar, dass Apples Bestrebungen den Kritikern niemals reichen und dass die Forderung auf noch mehr Transparenz laut bleiben werden, während die Konkurrenz weiterhin tatenlos zusieht und sich ins Fäustchen lacht. Hauptsache, Apple bleibt weiterhin der Böse, damit man sich beim Kauf seines "400-Euro-Billig-Smartphones" des "gebeutelten" Lieblingsherstellers (hier wurden ja schon Vergleiche mit Kik gezogen, um die anderen Hersteller aus der Verantwortung zu nehmen) besser fühlt. ;-)

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