Apple hat angekündigt in Zukunft eine technische Hürde einzubauen, die es verhindert, dass Anwendungen auf iPhone und iPad ohne Zustimmung des Nutzers auf dessen Adressbuch zugreifen können. Andere Fragen ließ das Unternehmen allerdings offen.
Leider noch auf Englisch: Hinweis auf den Upload des Telefonbuches bei Instagram und Foursquare | (c) Anbieter
Dass Anwendungen für Apple-Geräte mit iOS-Betriebssystem wie das iPhone oder iPad unerlaubt das Adressbuch auslesen und ins Internet übertragen, interessiert auch die US-Regierung. Sie hat Apple eine entsprechende Anfrage gestellt, denn eigentlich untersagen die Nutzungsbedingungen im App Store diese Praxis und das Unternehmen überprüft alle Anwendungen auf Übereinstimmung mit den Geboten.
Apple hat unmittelbar auf die Anfrage geantwortet, berichtet das IT-Blog Bits. Das Unternehmen habe ein Update für iOS angekündigt, das den unauthorisierten Zugang zum Adressbuch des Nutzers sperrt. Zukünftig werde der Nutzer vom System gefragt, ob er der Freigabe seiner Kontakte zustimmt. Wann Apple das Update veröffentlicht, ist aber noch unklar. Ebenso wenig gab das Unternehmen eine Antwort auf die Frage, wie es die Anwendungen in den App Store geschafft haben, obwohl sie gegen die Nutzungsbedingungen verstießen.
Der Skandal wurde durch den indonesischen Entwickler Arun Thampi bekannt. Dieser entdeckte, dass die App Path, ein Client für das gleichnamige Sozialnetzwerk, erstmal alle Kontaktdaten des Nutzers auf die Server des Unternehmens hochlädt, angeblich um ihm die Suche nach Freunden und Bekannten zu erleichtern, die ebenfalls bei Path angemeldet sind. Das Verhalten löste im Internet eine Welle der Empörung aus und sorgte bei einer Reihe weiterer Anbieter für Nervosität.
Denn wie sich kurze Zeit später herausstellte, war Path nicht das einzige Unternehmen, das die Daten des Adressbuchs ausliest, überträgt und auf Firmenservern speichert. Path reagierte und brachte ein Update heraus, das den Nutzer zuerst um Zustimmung fragt, bevor es auf die Kontakte zugreift. Kurze Zeit später folgten Foursquare, Instagram, Twitter und eine Reihe weiterer Anbieter von Sozialnetzwerken, die entweder gar nicht fragen oder sich die Zustimmung durch missverständliche Formulierungen erschleichen.
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