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Autor: Björn Brodersen 21.02.2012 - 09:15 | (8)

E-Plus: 85 Prozent der UMTS-Basisstationen sind HSPA+-fähig

Der Düsseldorfer Mobilfunkbetreiber E-Plus baut weiter sein UMTS-Netz aus: Mittlerweile sind 85 Prozent der 3G-Basisstationen mit dem Datenbeschleuniger HSPA+ ausgerüstet und für Datenraten von bis zu 21,6 Megabit pro Sekunde ausgelegt. Auch LTE wird E-Plus bieten - wenn der Mobilfunker den Bedarf bei seinen Kunden sieht.

E-Plus: 85 Prozent der UMTS-Basisstationen sind HSPA+-fähig

Netzausbau von E-Plus | (c) Unternehmen

Laut vorherigen Ankündigungen soll das "größte Netzausbauprogramm in der Geschichte der E-Plus-Gruppe" in diesem Jahr seine volle Wirkung entfalten. Der Mobilfunkbetreiber setzt dabei auf die regionale Ausbreitung und auf die Erhöhung der in der Praxis verfügbaren Datenraten. Inzwischen geht E-Plus beim Netzausbau immer mehr von den Ballungsräumen in die weitere Fläche, berichtet das Unternehmen selbst, und das Datennetz der Düsseldorfer versorgt inzwischen knapp 80 Prozent der Bevölkerung. Anders als Telekom, Vodafone und Telefónica Germany (O2) setzt E-Plus beim Ausbau des Datennetzes noch ganz auf HSPA statt auf LTE. Mittlerweile sollen mehr als 85 Prozent der Stationen von E-Plus HSPA+-fähig und für hohe Datenraten bis 21,6 Megabit pro Sekunde im Downstream ausgelegt sein.

Allerdings - das muss der Mobilfunkbetreiber selbst eingestehen - können aktuell nicht alle Stationen das Potenzial von HSPA vollständig ausschöpfen und den Nutzern die theoretisch möglichen Datenraten bieten. Dafür will E-Plus die Anbindung dieser Stationen ans Transportnetz über IP-Technologie verbessern. Bis Ende 2013 sollen viele tausend Richtfunkstrecken und die dazugehörigen Router installiert werden. Diese Form der Anbindung der Basisstationen ans Kernnetz (Mobile Backhaul) soll sicherstellen, dass das Datennetz so effizient wie möglich betrieben und der wachsende Datenverkehr bewältigt wird. Außerdem lassen sich bei den neuen Richtfunkverbindungen die Übertragungskapazitäten schrittweise bis in den komfortablen Gigabit-Bereich erhöhen. Wo es bisher noch nicht der Fall war, baut das Unternehmen also die Schnellstraße für Bits und Bytes zu einer Autobahn aus. Fast alle HSPA-Stationen sollen bis Jahresende an diese Datenautobahn angeschlossen worden sein.

Mobiles Internet vor allem für Smartphone-Nutzer

"Beim Netzausbau ist die Kundensicht für uns die wichtigste Steuerungsgröße, und nicht das Wettrennen um technische Parameter", sagt E-Plus-Chef Thorsten Dirks. "Technologie spielt dabei eine untergeordnete Rolle: Worauf es ankommt, ist die Erfüllung von realen Kundenbedürfnissen." E-Plus will mit dem mobilen Internet vor allem Smartphone-Nutzer, weniger Notebook-Nutzer erreichen, da diese mit geringeren Datenraten auskommen.

Parallel bereitet sich die E-Plus Gruppe jedoch wie zuvor berichtet darauf vor, den neuen Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) zügig und problemlos in seinem Netz ausrollen zu können - "sobald der entsprechende Kundenbedarf da ist". Dazu setzt das Unternehmen seine LTE-Tests in Düsseldorf, im niederrheinischen Wachtendonk und in Cloppenburg fort, die den Einsatz der Technologie auf den drei Frequenzen 1,8, auf 2,1 und 2,6 GHz ermöglichen.

Themen: LTE, Mobilfunkbetreiber
Quelle: Pressemitteilung
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Kommentare
  1. 21.02.12 14:39 SteveJ. (Advanced Member)

    @beetlejuice

    Der Unterschlied liegt glaube ich in der Abdeckung. Niedrigere Frequenzen (800Mhz), decken eine größere Fläche ab als höhere Frequenzen. Somit sind weniger Masten nötig und damit verbunden auch weniger Ärger von Gemeinden, die die Mobilfunkmäste aus Ängsten nicht vor ihrer Nase stehen haben wollen.

  2. 21.02.12 13:13 xxxbeetlejuicexxx
    @cookieman

    Aber was ist der Unterschied zwischen 800MHz und 1800MHz?
    Warum kostete die 800MHz-Lizenzen für die Netzbetreiber ges. 4,4Mrd Euro und die 2,6GHz-Lizenzen ges. ca. 85Mio Euro?
    Was ist denn da der Unterschied?
    Auch der Unterschied zu den vielleicht von E+ genutzten 1,8MHz?

    Da muss doch ein qualitativer Unterschied sein.

    Ich glaube Cookieman, du weißt da was. Würde mich freuen das zu verstehen :-)

  3. 21.02.12 12:47 cookieman (Advanced Handy Master)
    @xxxbeetlejuicexxx

    Das betrifft nur die Digitale Dividende mit 800MHz. Da hat e-plus leine izenz erworben.
    Dafür kann eplus im Bereich von 1800MHz LTE einsetzen.

  4. 21.02.12 12:40 xxxbeetlejuicexxx
    Auch LTE wird E-Plus bieten - wenn der Mobilfunker den Bedarf bei seinen Kunden sieht.

    War das nicht so das E+ gar keine Lizenz für LTE erworben hat?

  5. 21.02.12 11:17 homeend (Advanced Member)

    Man kriegt, was man bezahlt. Und im Preis-/Leistungsverhältnis ist ePlus top. Siehe auch die neuen Pakete bei Simyo und Blau. 100 Min., 100 SMS und 200 MB Daten für 9,90 EUR, da kann man nicht meckern und auch mal verschmerzen, dass Datenrate bei max. 1,5 MBit liegt.

  6. 21.02.12 10:20 areamobilenutzer (Member)
    Zu spät

    Ich war jahrelang zufriedener Kunde bei e+. Warum? Wo doch alle seit jeher das miese Netz beklagen? Weil sie über den Preis gepunktet haben und man dadurch einige Schwächen akzeptieren konnte. Die Studentenpakete waren super, Time&More ebenfalls, genauso wie Base. Aber nun sind auch die anderen beim Preisniveau von e+ angekommen. Fyve und Congstar sind da mal als Beispiele genannt. Warum sollte man da noch zu e+ gehen und lahmes Internet und Aussetzer bei der Datenübertragung akzeptieren? Was bringt mir HSDPA im Display, wenn die Stationen erst Ende 2013 die Bandbreite liefern können?
    Prepaid 6 bis 7 Cent pro Minute, 500MB Internet für 6 bis 7 Euro im Monat, dann wären wir vielleicht wieder im Geschäft. So bleibt meine Kündigung bis Juli 2012 weiterhin aktiv.

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