Apple hat begonnen, die Möglichkeiten zur Datenabfrage beim iPhone und iPad einzuschränken - anscheinend als Reaktion auf die Skandale der vergangenen Monate. Das Unternehmen verweigert seit kurzem die Veröffentlichung von Anwendungen im iTunes AppStore, die auf die UDID (Unique Device Identifier) zugreifen.
Apps für iOS: Keine Freigabe mehr bei Abfrage der UDID | (c) Apple
Die UDID ist eine lange Reihe von Buchstaben und Zahlen, die ein iPhone oder iPad eindeutig identifizieren. Entwickler von Zusatzanwendungen haben über eine Schnittstelle darauf Zugriff, ohne dass der Benutzer gefragt werden muss. Diese eindeutige Identifikationsnummer ist besonders für Werbe-Dienstleister interessant. Sie können damit die persönlichen Interessen des Gerätebesitzers besser erfassen und Anzeigen gezielter schalten. Entwickler verwenden sie aber auch einfach nur für Testsoftware oder um Updates auszuliefern.
Nach Meinung von Kritikern ist die Abfrage und insbesondere die Übermittlung der UDID ein Eingriff in die Privatsphäre. Denn diese Nummer kann weder gelöscht noch geändert werden. Und sie gehört zu einem Gerät, das die meisten Besitzer fast immer mit sich herumtragen. Apple ist sich dieses Problems schon seit mehreren Monaten bewusst. Im August vergangenen Jahres kündigte das Unternehmen an, das Software zurückgewiesen wird, die auf die UDID zugreift. Doch erst jetzt hat das Unternehmen den Worten Taten folgen lassen.
Vermutlich erfolgt die Änderung aufgrund der Skandale der vergangenen Monate. Zuletzt wurde bekannt, dass Apps von Sozialnetzwerken ungefragt die Adressbuch-Bestände der Telefone auf ihre Server übertragen, obwohl die Nutzungsbedingungen von Apple diese Praxis untersagen. Der laxe Umgang mit den persönlichen Daten der Nutzer interessiert mittlerweile auch die US-Regierung.
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Du bist nicht dabei?@Tamashii
Mit gewissen Apps kannst du bei installieren Apps die Rechte nachträglich entziehen. Was Apple also den Usern nun komplett abschaltet, kann sich bei Android jeder User aussuchen was er von sich preis gibt....
" Es sollten beide Systeme kombiniert werden, das wäre gut."
--> Das sehe ich auch so.
@ Tamashii:
Das sind doch zwei Paar Schuhe:
- Apple schützt jeden durch ein generelles Verbot der Nutzung der UDID. Was die App sonst macht, weiß man aber nicht.
- Google gibt ALLE Rechte an, auf die App zugreifen kann, und lässt dann dem User die Entscheidung, welche App er nutzen will.
Ich preferiere die Google Methode, da ich mir die Meldung auch durchlese, was die App insgesamt machen will. Aber es gibt genug, die einfach "Ja" sage, und die werden in diesem System nicht erfasst. Daher finde ich Apples Weg auch absolut richtig, da man in meinen Augen den Zugriff auf solche eindeutigen Identifikatoren nicht gestatten sollte. Es sollten beide Systeme kombiniert werden, das wäre gut.
Angezeigt ja, aber Apple VERHINDERT hier einen Zugriff.
Ist zwar schön, wenn man genau weiß, wie es aussieht, aber so fühle ich mich doch noch sicherer.
"Nur tut Google offenbar nichts dagegen, oder täusche ich mich?"
--> Ich nutze Android seit Jahren. Bei jeder zu installierenden App werden mir die benötigten Rechte angezeigt. Das zählt anscheinend nicht ;). Wie kontrolliere ich diese bei iOs?
Ich wusste tatsächlich nicht, dass man bei einem Google-System so viel Eingriffsmöglichkeiten hat. Gar nicht mal schlecht!
Aber Surab hat schon Recht: Beides zusammen wäre am besten.