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Autor: Björn Brodersen 28.03.2012 - 14:43 | (3)

Roaming: EU öffnet Markt für Roaming-Tarife

Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen EU-Kommission und Ministerrat über die künftigen Roaming-Gebühren innerhalb der EU: Ab Mitte dieses Jahres sinken die Entgelte für Handy-Telefonate, SMS-Versand und mobiles Internet in einem anderen EU-Land. Ab 2014 sollen Mobilfunknutzer bei Grenzübertritt frei ihren Roaming-Tarif auswählen können.

Roaming: EU öffnet Markt für Roaming-Tarife

EU-Flagge | (c) EU-Kommission

Der zwischen EU-Kommission und Ministerrat geschlossene Kompromiss sieht vor, dass ab 1. Juli 2012 die Nutzer nur noch 29 Cent pro Minute für abgehende und 8 Cent für eingehende Anrufe zahlen, wenn sie sich in einem anderen EU-Land aufhalten. Für den Versand von SMS-Mitteilungen innerhalb der EU dürfen dann nur noch 9 Cent pro Kurznachricht anfallen, für die mobile Internetnutzung nur noch 70 Cent pro Megabyte bei Abrechnung in Kilobyte-Schritten. Diese Höchstgrenzen für Roaming-Preise sollen bis zum Juli 2014 auf 19 Cent pro Anrufminute, 5 Cent pro Minute bei eingehenden Verbindungen, 6 Cent pro versendeter Kurzmitteilung und 20 Cent pro Megabyte für das mobile Surfen weiter absinken. Dabei handelt es sich jeweils um Nettopreise.

Zudem soll - wie lange von der EU-Kommission angestrebt - ab 2014 echter Wettbewerb auf dem Roaming-Markt innerhalb der EU herrschen. Nutzer von Handys, Smartphones, Tablets oder Laptops sollen bei Grenzübertritt frei unter verschiedenen Roaming-Tarifen der im jeweiligen Land ansässigen Mobilfunkanbieter wählen können – unabhängig von ihrem Beim Heimatprovider gebuchten Mobilfunktarif. Gleichzeitig sollen sie unter ihrer herkömmlichen Mobilfunk-Rufnummer weiter erreichbar bleiben. Dabei werden vermutlich auch Tarife von Mobilfunk-Discountern zur Auswahl stehen, denen die EU ab Juli dieses Jahres den Zugang zu Netzen im Ausland zu regulierten Preisen ermöglichen will.

Weitere Neuerung: Mobilfunk-Kunden werden ab 1. Juli 2012 auch dann per SMS, E-Mail oder Pop-up-Fenster im Browser gewarnt, wenn sie in ein Nicht-EU reisen und ihre Traffic-Kosten sich der 50-Euro-Grenze nähern. Im Mai soll das EU-Parlament, im Juni der Ministerrat den Kompromissvorschlag verabschieden. Die neuen Regelungen sollen bis Ende Juni 2017 gelten.

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Kommentare
  1. 29.03.12 13:46 GonzoDr

    Selbst bei 20cent/mb überleg ich mir zweimal im Ausland ins Netz zu gehen, da such ich mir lieber nen Hotspot weil ich die Datenmenge zwar überwachen aber nicht 100%ig vorrausahnen kann. Versteh net warum die Provider da nicht nen andere Konzept vorlegen, es ist doch in Ihrem Interesse Geld zu verdienen. So schalten die meisten Leute die Datenverbindung im Ausland einfach komplett ab....

  2. 29.03.12 12:12 Fritz_The_Cat (Expert Handy Profi)

    Viele Netzbetreiber haben auch in anderen EU-Ländern eigene Netze. Wozu dann also überhaupt Roaminggebühren wenn man sich als z.B. deutscher VF-Kunde im englischen VF-Netz aufhält?

  3. 29.03.12 11:44 yunik

    Man kann doch schon seit langem den Provider im Roaming Netz auswählen, oder ist das nicht dasselbe?
    Begrüße es auf jeden Fall, dass die Preise sinken, keine Lust mehr mich bei jedem Auslandsaufenthalt melken zu lassen. Ankommende Gespräche könnten meiner Meinung nach noch etwas günstiger sein, schließlich kann man als angerufener oft nichts dafür dass das Handy klingelt...

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