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Autor: Rene Melzer | 02.05.2012 - 13:15 | (40)

Labyrinth App Store: Apple verweigert Zulassung von Apps mit Dropbox-Integration

Die Nutzungsbestimmungen für den App Store gleichen weniger einem schützenden Zaun, sondern mehr einem gefährlichen Labyrinth. Das mussten jetzt auch Entwickler erfahren, die den Zugang zum Onlinespeicher-Anbieter Dropbox in ihre Programme integrierten.

Labyrinth App Store: Apple verweigert Zulassung von Apps mit Dropbox-Integration

App Store Logo | Abbildung: Hersteller

Der App Store von Apple ist für Entwickler kein "walled garden", kein umzäunter Garten, sondern ein Labyrinth. Das muss jetzt auch Dropbox erfahren, Anbieter der gleichnamigen, populären Online-Speicherlösung. Das Unternehmen hat eine Entwicklungsumgebung für Programmierer von iPhone-Zusatzanwendungen bereitgestellt. Damit können sie den Zugang zum Online-Speicher des Anbieters in ihre Software-Lösungen einbauen, was anscheinend gerne genutzt wird.

Allerdings verweigert Apple die Veröffentlichung von Programmen mit Dropbox-Anbindung im App Store, wie jetzt bekannt wurde. Angeblich verstößt die Schnittstelle gegen die Nutzungsbedingungen der Download-Plattform von Apple. Diese Apps führen den Nutzer zu einem externen Einkauf, begründet der Hersteller von iPhone und iPad die Entscheidung.

Unter bestimmten Umständen könnte es dazu kommen, dass der Nutzer auf die Website von Dropbox geleitet wird und dort neben dem kostenlosen Basisangebot auch die kostenpflichtigen Speicher-Upgrades bestellen kann, wie Entwickler im Dropbox-Forum berichten. Apple sieht das als Verlinkung eines externen Verkaufsangebots innerhalb der App an. Das widerspricht jedoch den Richtlinien des Unternehmens, nach denen Angebote verboten sind, die den Verkauf über den App Store und damit den 30-Prozent-Anteil von Apple umgehen.

Dropbox hat bereits auf die Hinweise der Entwickler reagiert und bietet eine Zwischenlösung an, bei der der entsprechende Link entfernt wurde.

Themen: App Store, Apps
Quelle: Dropbox Forum
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Kommentare
  1. 03.05.12 18:17 pixelflicker (GURU)

    @Fritz:
    Ich glaube du hast den Artikel nicht richtig gelesen.
    Die Begründung von Apple ist die, dass ein Nutzer, der Apps benutzt, die mit Dropbox zusammenarbeiten über die Anmeldung des Accounts (die man nun mal braucht um Zugriff auf seine Daten zu bekommen) auch die Möglichkeit hätten sich einen Dropbox-Account anzulegen. Legt man nun solch einen Account an, dann kann man auch kostenpflichtige Dropbox-Accounts anlegen und das ist der Punkt.

    Nun könnte Dropbox vielleicht die API für iPhone so abändern, dass man nur noch die kostenlosen Accounts bekommen kann. Das dürfte ja technisch keine große Sache sein.

    Die Frage ist nur, ob Apple das reicht, denn wie wir alle wissen, geht es Apple gar nicht darum, sondern darum die Nutzer zur eigenen Cloud zu bringen. Natürlich konnte man das nicht sagen und hat daher solch eine Lösung gefunden. Dies als Grund vorzuschieben finde ich schwach. Man kann sicher auch andere kostenpflichtige Websites mit dem Safari-Browser ansurfen, wenn man über Websites geht. Das ist nicht vergleichbar mit einem In-App Kauf. Sonst müssten auch Apps von Amazon etc. verboten werden, denn über die kann man auch Produkte kaufen und solche Apps gibts eindeutig:
    http://itunes.apple.com/de/app/amazon-mobil/id348712880?mt=8

  2. 03.05.12 16:19 Der Kewle (Advanced Handy Profi)

    @ Boca

    hier gehts gerade nicht um Google. Hier geht's um Apple. Also bleib beim Thema.

    Inwiefern liegt der Premiumservice von Dropbox im Interesse von Apple? Konkurenz zur iCloud, das war's.
    Man könnte natürlich sagen das ist keine Willkür was da passiert, steht ja so in den AGB. Warum gilt das dann nicht für alternative Browser? Gibst du mir darauf eine Antwort oder nicht?
    Apple verbietet es SignUp Links einzubauen, die evtl. auch die Premiumdienste dieser Anbieter beinhalten. Apple kontrolliert hier, dass der User diese Informationen nicht über das eigene Ökosystem erhält. Laut Definition ist das ganz klassische Internetzensur. Tut mir Leid, dass ich das nicht sonderlich cool finde Boca. Aber es steht ja in den AGB...

  3. 03.05.12 15:54 Gorki (Handy Master)

    @ Boca, Was hat denn Google jetzt damit zu tun? Wie war das mit den Nebelgranaten? Aber das sind ja immer die Anderen.

    Auch ich werde das Gefühl nicht los, das so lange "Richtliniengemäß" an In-App-Käufen mitverdient wird, die Augen mehr als zugedrückt werden.

  4. 03.05.12 15:40 bocadillo (Gesperrt)

    Perrex

    Yep- es wird aus eigenem Interesse nach den AGB gehandelt .

    Versteh immer noch nicht .

    Der kewle

    Jaja- der Alternative browser...

    Hier ist an sich gar nix willkürlich-wenn sich einer Brücken über Jb. Etc baut ist das eine - wennman den ganz normalen weg versucht der nunmal gewisse AGB hat und versucht dabei relevante Interessen des Anbieters zu übergehen ist das alles ...nur keine Willkür.


    Aber ich weiß ja .. Bei google ist das alles anders weil die nicht böse sind ( das denen die sw an sich schnurz ist da sie ihr geld mit den damit gesammelten Daten verdienen - schnurz)

  5. 03.05.12 14:24 Der Kewle (Advanced Handy Profi)

    "hie ghts nicht um vernünftig/ unvernünftig, sondern ganz banal ob ein kioskbesitzer an einer verkauften zeitung eine proision bekommt, oder er für lau ezwas verteilen soll an dem andere verdenen, er aber nix"

    Nur dass es hier nicht um Content geht sondern um das kostenpflichtige Zusatzangebot von Dropbox, also Environment. Wenn ich mit einem alternativen Browser irgendwo im Internet etwas einkaufe ist das in diesem Sinne auch ein InApp Einkauf.
    Das was Apple hier macht hier wirkt für mich wie eine willkürliche Restriktion zugunsten der iCloud.

  6. 03.05.12 13:26 Peerex (Advanced Handy Profi)

    Schon verstanden. Aber warum trifft es gerade Dropbox und nicht diese ominösen Anbieter!?

    Findet ihr nicht dass da nen bisschen mehr hintersteckt als die bloße Einhaltung der Richtlinien?

    Hier wird doch lediglich aus eigenem Interesse gehandelt aber im Gegensatz zu anderen die nach dem selben Prinzip handeln, wo der KD aber tatsächlich gefährdet ist wird allerhöchstens halbherzig durchgegriffen.

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