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Autor: Björn Brodersen 06.05.2012 - 17:30 | (5)

Bericht: E-Plus sucht Käufer für Mobilfunkmasten und Sendeanlagen

Der Mobilfunkbetreiber E-Plus will offenbar tausende seiner Mobilfunkmasten und Sendestationen an einen Finanzinvestor verkaufen. Mit den erwarteten Einnahmen in Millionenhöhe wollen die Düsseldorfer ihren Finanzbedarf decken.

Bericht: E-Plus sucht Käufer für Mobilfunkmasten und Sendeanlagen

Mobilfunkmast von E-Plus | (c) Unternehmen

E-Plus-Chef Torsten Dirks hat laut einem Bericht des Spiegel in den vergangenen Wochen Gespräche mit potenziellen Käufern der Mobilfunkmasten und Sendestandorte des Düsseldorfer Mobilfunkbetreibers aufgenommen. Mit einem solchen Millionendeal will das Unternehmen seinen durch die agressive Preisstrategie bei Mobilfunktarifen mit Marken wie Base, Simyo und Yourfone permanent hohen Finanzbedarf decken. Bei einem Verkauf will E-Plus die Basistationen dann wieder von dem neuen Besitzer langfristig anmieten. Eventuell könnten die Standorte dann aber auch von anderen Mobilfunkanbietern genutzt werden. E-Plus kommentierte laut Spiegel die aktuellen Marktgerüchte nicht.

Erst kürzlich hatte E-Plus mit der Marke Yourfone eine neue Preisrunde bei Smartphone-Tarifen eingeläutet, Yourfone bietet eine Flatrate für Telefonate in alle deutschen Netze und für das mobile Surfen im Internet für Preise ab 20 Euro im Monat an. Wie der Tarifvergleich von Areamobile zeigt, sind erste Anbieter in anderen Netzen daraufhin nachgezogen und haben ebenfalls die Preise in ihren Smartphone-Tarifen gesenkt. Wettbewerbsnachteil von E-Plus ist allerdings der im Vergleich zur Konkurrenz hinterhinkende Netzausbau und der Netztechnologie gerade im Bereich der mobilen Breitband-Dienste. Beispielsweise hat E-Plus noch keine konkreten Pläne zum Start eines eigenen LTE-Netzes bekannt gegeben, während die Wettbewerber Telekom und Vodafone bereits auch mit mobilem LTE gestartet sind und die Telefónica Germany (O2) im Juli dieses Jahres ihr LTE-Netz für die mobile Nutzung per Smartphone, Tablet oder Surfstick freigibt.

Vorbild des Verkaufs von Mobilfunkmasten und Sendestationen ist der niederländische E-Plus-Mutterkonzern KPN, die Ende vergangenen Jahres damit begonnen hat und darüber laut Spiegel-Bericht bislang 78 Millionen Euro eingenommen hat. E-Plus selbst hatte bereits im Jahr 2007 mit dem Outsourcing begonnen, als das Unternehmen für den Zeitraum von drei Jahren eines großen Teil des Netzbetriebs - Bau, Betrieb, und Wartung sowie 750 Mitarbeiter im Bereich des Netzbetriebs - an Alcatel-Lucent übergab. Diese Vereinbarung ist in der Folge zwei Mal verlängert worden, zuletzt im September 2011 für den Zeitraum von zwei weiteren Jahren. Netzplanung und -entwicklung hat E-Plus dagegen in der eigenen Hand behalten.

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Kommentare
  1. 07.05.12 11:54 chief (Expert Handy Profi)

    @Ariani
    " gute netzabdeckung ist ein punkt den man nicht vernachlässigen darf"


    Es kommt drauf an wo man sich in der Republik aufhält. Würde ich noch meinen Lebensmittelpunkt dort haben wo ich her kommen (Rhein-Main Gebiet) würde ich immer noch bei simyo sein.
    War dort Kunde "erster Stunde" und bis zum Schluss dort auch sehr zufrieden.

    Wo ich allerdings jetzt Lebe kannst du mit dem e-plus netz nichts mehr anfangen.

  2. 07.05.12 11:03 Ariani (Advanced Member)

    die sind ja lustig manchen die ohnehin schon schlechte netzabdeckung noch miserabler.. wer soll/will da noch auf eplus umsteigen und wenn die tarife noch so billig sind gute netzabdeckung ist ein punkt den man nicht vernachlässigen darf

  3. 07.05.12 10:11 bocadillo (Professional Handy Master)

    Sowas macht man wenn man nach Liquidität sucht oder man einfach nur Tafelsilber verjuckeln will bevor es nix mehrf wert ist.

    Der Stern von E-Plus wird schon sehr schnell jegliche STrahlkraft verlieren- man verrimngert scheinbar Eigenkapital.

  4. 07.05.12 10:02 cookieman (Moderator)

    Tja soweit ich mich erinnern kann läuft doch die Netzwartung über Alcatel Lucent.
    e-plus hat sich aus allen aktuellen Netzausbauten dezent zurück gehalten. Das merkt der Kunde gerade im Bereich Datendienste. In meinen Augen ist das nur Augenwischerei.

  5. 07.05.12 08:54 Frank Kabodt (ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de)

    "Mit einem solchen Millionendeal will das Unternehmen seinen [...] permanent hohen Finanzbedarf decken."

    Ich bin kein BWLer und man möge mich korrigieren, falls ich mich irre. Aber durch den Verkauf wird nur einmalig Geld eingenommen und durch die anschließende Miete steigt der "permanent hohe Finanzbedarf" doch noch weiter an. Warum sollte der Verkauf Sinn machen? Außerdem: Wenn das Netz einem profitorientierten Investor anvertraut wird, ist dann damit zu rechnen, dass er künftig Geld in den Ausbau investiert? Ich habe meine Zweifel.

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