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Autor: Stefan Schomberg | 07.05.2012 - 10:37 | (65)

Ex-Nokia-Chef: "Wir hatten die Probleme schon vor 10 Jahren erkannt"

Von 1992 bis 2006 war Jorma Ollila Nokia-Chef, in dieser Zeit entwickelte sich der Konzern zur Nummer Eins unter den Handy-Herstellern. In einem Interview hat der Ex-Chef jetzt zugegeben, dass aber bereits damals der Grundstock für die heutige Misere des Unternehmens gelegt wurde. Man habe Fehler zwar früh erkannt, war aber nicht in der Lage, sie zu beheben.

Ex-Nokia-Chef:

Ex-Nokia-Chef Ollila gibt im Interview Fehler zu | (c) Nokia

Ollila hatte sich kürzlich nicht mehr zur Wiederwahl als Aufsichtsratsvorsitzender bei Nokia gestellt, seine Nachfolge tritt der finnische Unternehmer und Gründer des Antiviren-Software-Spezialisten F-Secure, Risto Siilasmaa, an. Jetzt hat Ollila sich in einem Interview mit dem finnischen Radiosender YLE zur Lage von Nokia geäußert. So habe der finnische Hersteller bereits vor gut 10 Jahren erkannt, dass er neue Smartphone-Software entwickeln müsse, allerdings habe das Unternehmen nicht genug für die Umsetzung dieses Vorhabens getan. "Es hat hauptsächlich mit der schwachen Software-Platform und der Tatsache begonnen, dass das keine europäische Stärke war. Wir hatten das schon vor 10 Jahren erkannt, Ende der 90er, Anfang 2000, dass das Nokias Stärke werden sollte, aber wir waren nicht in der Lage, das umzusetzen," so der ehemalige Nokia-Chef.

Nokia hätte völlig neue Wege gebraucht, die technischen Möglichkeiten seiner Software zu verbessern, "etwas, dass die normale und sichere Denkweise über den Haufen geworfen hätte, eine Art Weckruf, der das ganze Unternehmen schon vor 10 Jahren wachgerüttelt hätte." Doch obwohl das nicht geschehen ist, ist er der Überzeugung, dass Nokia doch noch triumphieren könne, da das Unternehmen nach wie vor mit talentierten Mitarbeitern ausgestattet sei. Außerdem habe man die Marktführerschaft trotz wachsender Konkurrenz immerhin 14 Jahre behaupten können. "Auf jeden Fall wird das ein langer Prozess, fast ein Marathon," so Ollila.

Quelle: Yle via Intomobile
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Kommentare
  1. 08.05.12 16:10 benthepen (Gesperrt)

    heisenberg

    Den Laboranten kenne ich ja inzwischen und auch sein gesunde Einstellung... ;-)

  2. 08.05.12 15:37 nohtz (Professional Handy Master)

    ich hab damit gerechnet, dass das kommt ;-)
    is ja auch einfach mal ne geile antwort :-D

  3. 08.05.12 15:31 Heisenberg (Gesperrt)

    @Nohtz

    Dazu der Klassiker von Michael Okuda (Star Trek Designer und wissenschaftlicher Berater)

    Time Magazin: "How does the Heisenberg compensator work?
    Michael Okuda: "It works very well, thank you."

  4. 08.05.12 15:26 nohtz (Professional Handy Master)

    "Heisenberg'sche Unschärferelation..."
    -->deswegen braucht man den heisenberg-kompensator beim beamen :-D

  5. 08.05.12 15:26 Heisenberg (Gesperrt)

    @Laborant

    Gibt hier immer noch keinen "Gefällt mir"-Button. Schade. :)

  6. 08.05.12 15:12 Laborant (Expert Handy Profi)

    Heisenberg'sche Unschärferelation...

    Ort (Inhalt) und Impuls (Würze im Satz) sind nicht zeitgleich feststellbar :D

    (Sorry - mir gefällt die Brücke :D )

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