Mit einer weltweiten Aktion hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen die dreckige Stromversorgung der Rechenzentren für Apples iCloud protestiert. Nach einer Studie der Aktivisten hält der Hersteller von iPhone und iPad seinen Backup- und Synchronisationsdienst mit Strom am Laufen, der zu 83 Prozent mit Hilfe von Kohle- und Atomkraftwerken erzeugt wird.
Greenpeace-Protest gegen Stromversorgung von Apple in Hamburger Apple Store | (c) Bente Stachowske
Apple hat in einer kürzlich von Greenpeace veröffentlichten Studie über die Umweltfreundlichkeit von Cloud-Anbietern einen der letzten Plätze belegt. Demnach werden die iCloud-Rechenzentren des Unternehmens zu 55 Prozent mit Kohlestrom versorgt und zu 28 Prozent aus Atomkraft. "Statt bei seiner Energieversorgung genauso innovativ zu sein wie bei seinen Produkten, betreibt Apple seine iCloud mit dreckigem und längst überholtem Kohle- und Atomstrom", kritisiert Greenpeace-Energieexperte Gerald Neubauer.
Der Hersteller bestreitet die Ergebnisse der Studie. Die Aussage von Apple, dass der Konzern sein neues Rechenzentrum in Oregon (USA) zu 100 Prozent mit grünem Strom betreiben werde, hält Greenpeace aber für unglaubwürdig. Denn Apple bezieht Kohlestrom vom größten US-Versorger PacifiCorp, weiß die Umweltorganisation. Sie behauptet, dass dieser mit Hilfe von Grünstrom-Zertifikaten lediglich als sauber deklariert wird, und fordern Apple auf, mehr direkt in erneuerbare Energien zu investieren.
Mit der Aktion am Wochenende wollte Greenpeace auch die Kunden des Unternehmens für das Thema senibilisieren. Deshalb demonstrierten die Aktivisten unter anderem vor den Filialen in München, Dresden, Frankfurt und Oberhausen für eine saubere Energieversorgung. Im Hamburger Apple Store ließen sie während der Öffnungszeiten etwa eine Wolke aus schwarzen Luftballons steigen, die die CO2-Belastung durch den Kohlestrom symbolisiert.
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Du bist nicht dabei?bugi
"Du stellst Dich vor Mercedes weil es mercedes ist. Warum Du Dich hinstellst spielt keine Rolle, hauptsache groß. Das ist halt Stammtisch. "
Ich weiß nicht wo Du hier Stammtisch siehst. Das ist ganz banales Kalkül wo ich die größte Aufmerksamkeit erziele. WEnn ich gegen Druckerschwärze demonstrieren will stelle ich mich auch nicht vor ein Lokalblättchen , da muß dann schon der Springerverlag her.
Ich stelle mich nicht vor Mercedes weil es Mercedes ist, sondern weil ich mir sicher sein kann das dieser Protest nicht komplett unbemerkt verpufft. Sowas nennt man rationales Handeln und nicht blinden Aktionismus.
"Warum Du hier nach wie vor greenpeace (was man von denen auch halten will) immer noch unterstellst sie würden wie Du handeln ohne die Studie zu kennen bleibt offen"
Warum ich diesen das "unterstelle"- weil sie sonst doof wären ..nahezu hirnlos. Klar geschehen viele Aktionen auch unter der Oberfläche- aber publicity ziehende, werbewirksame und wachrüttelnde Aktionen macht man nur vor FIrmen die im öffentlichen Interesse stehen. WEnn man gegen Verschmutzung durch Öl protestieren will ist die nächste BFT auch eine denkbar schlechte Location zum demonstrieren.
Protestaktionen wollen doch erstmal immer nur eins- wachrütteln, auffallen, ins Gedächtnis rufen- da geht halt Berechnung über Idealismus.
"Auch kann ich hier nirgendwo lesen das Greenpeace jmd treffen will. "
Wenn sie niemanden treffen wollen wird deren Berechnung ja noch viel offensichtlicher.
[Bugi]
> "Dein Link in Ehren allerdings verfälscht er die Sachlage dramatisch.
> Mit diesen Statistiken rechnet sich China immer schön."
Klar, das ist immer so mit Studien. Es ging aber jetzt erstmal nur um die USA und da sagt der Link schon viel aus, würde ich sagen. Die Amis haben keinen wirklichen Grund mehr Energie zu verbraten als die Deutschen, da deren technischer Stand vergleichbar ist, in China sind die Gegebenheiten natürlich andere, aber das wird sich auch ändern.
> "vor welchen Autohersteller würdest Du Dich denn stellen? "
Ich denke das kommt drauf an, was ich erreichen will. Wenn ich gegen Hybridautos bin, würde ich wohl Toyota nehmen, bin ich gegen dicke Luxuskarossen Mercedes, gegen saufende SUVs wäre es wohl Ford oder vielleicht sogar Porsche...
> "Du stellst Dich vor Mercedes weil es mercedes ist. Warum Du Dich hinstellst spielt keine Rolle, hauptsache groß."
Da muss ich Boca aber zustimmen. Das stimmt so nicht. Natürlich muss es auch Sinn machen und ich muss argumentieren könne, warum dieser Hersteller für diese Aktion passend ist. Sonst macht es ja keinen Sinn.
[Bocadillo]
> "WEr nix wirklich produziert hat es am leichtesten "sauber " zu bleiben ;-))) "
Nun ja, aber Rechenzentren betreiben sie alle und nicht gerade wenige. Und darum ging es ja hier.
> "Nööö...ich ärger mich doch auch gar nicht- ich hätte es doch an Greenpeacestelle genauso gemacht."
Zumindest hast du es extra betont, so, als wäre es etwas unverständliches. ;-)
Du verwechselt da massiv Ursache und Wirkung. Du stellst Dich vor Mercedes weil es mercedes ist. Warum Du Dich hinstellst spielt keine Rolle, hauptsache groß. Das ist halt Stammtisch. Warum Du hier nach wie vor greenpeace (was man von denen auch halten will) immer noch unterstellst sie würden wie Du handeln ohne die Studie zu kennen bleibt offen.
Auch kann ich hier nirgendwo lesen das Greenpeace jmd treffen will.
bugi
Das hat nix mit Wutbürgertum , sondern mit einer ganz rationalen Bewerung in Sachen " mit welcher Aktion kann ich an welchem Ort die größtmögliche aufmerksamkeit erzielen ". Schließlich braucht auch Greenpeace Unterstützer, Spender, politischen Druck und das bekommt man nicht indem man im verborgenen arbeitet.
Wutbürgertum ist es wenn man sich Parkschützer nennt und auf einem Baum mitten in Stuttgart meint die Welt retten zu müssen.Da ist eher Hirn ausschalten gefragt.
Das hat halt mit einer fundierten Anlayse der Sachlage wenig zu tun und entspricht eher dem Wutbürgertum.
Was Du Dir da von "hirnlos" bis "Protestaktionen" zusammenreimst ist in fachkreisen nicht gefragt und was fürs Wutbürgertum. Hier geht es um schlichte Fakten und da versagt Apple auf dem letzten Platz der Studie komplett. Primärenergiefaktor bleibt Primärfaktor ganz einfach. Das sind Fakten.
Aber schon prickelnd mit Laien über Studien zu diskutieren deren Inhalt sie nicht kennen. Und dann noch über ein solches thema.