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Autor: Rene Melzer | 07.05.2012 - 16:48 | (8)

PhoneSoap: Waschmaschine macht das Handy keimfrei

Erfinder haben eine Box vorgestellt, mit der das Handy aufgeladen werden kann und gleichzeitig von Viren und Bakterien befreit wird. Ein Bedarf dafür ist da, wie die Reaktion auf die Finanzierung der ungewöhnlichen Idee zeigt.

PhoneSoap: Waschmaschine macht das Handy keimfrei

PhoneSoap: Handy-Box reinigt mit der Kraft der UV-Strahlen | (c) PhoneSoap / kickstarter.com

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Touchscreen eines iPhone oder Android-Smartphones dreckiger sein kann als so manche Toilettenbrille. Der Umstand sorgt bei uns Europäern eher für ein gleichgültiges Schulterzucken, immerhin haben wir schon die Pest besiegt. US-Bürger verfallen durch solche Nachrichten jedoch regelmäßig in Panik - oder kommen auf die verrücktesten Ideen. Wie etwa eine Waschmaschine für Handys.

Die Erfinder aus den USA nennen ihr Produkt PhoneSoap, also Handyseife. Es hat allerdings nichts mit Wasser zu tun, das eigene Telefon bleibt trocken. Statt dessen verwendet die Box spezielles ultraviolettes Licht, im dem alle Keime abgetötet werden. Bereits drei bis fünf Minuten Bestrahlung sollen ausreichen. Das gleiche Verfahren setzen auch Krankenhäuser zur Sterilisierung ein oder Wasserwerke zur Trinkwasseraufbereitung. Nach Angaben der Erfinder funktioniert es zu 100 Prozent.

PhoneSoap: Bakterienbelastung vor und nach der Behandlung mit der PhoneSoap Box | (c) PhoneSoup

PhoneSoap: Bakterienbelastung vor und nach der Behandlung mit der PhoneSoap Box | (c) PhoneSoup

Auch Schlüssel und andere Kleinteile können mit der Box von Bakterien und Viren befreit werden. Außerdem haben die Erfinder einen Anschluss zum Aufladen des Handys integriert. So kann es über Nacht in die Box gelegt werden und ist am nächsten Tag klinisch rein und mit vollem Akku einsatzbereit.

Leider gibt es die Handy-Waschmaschine noch nicht zu kaufen, zurzeit ist es nur ein Projekt im Anfangsstadium. Allerdings scheint es - zumindest in den USA - einen entsprechenden Markt zu geben. Das legt jedenfalls die Finanzierung über die Crowd-Funding-Website Kickstarter nahe, die den Erfindern bereits über 60.000 Euro und damit dreimal mehr als von den Machern veranschlagt einbrachte.

Quelle: Kickstarter
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Kommentare
  1. 08.05.12 13:31 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    Also ich kenne mich da nicht aus, aber zu 100%, ist das nicht übertrieben? Ich weiß nicht, ob das für das Display und auch ansonsten auf das Gerät nicht doch einen Einfluss hat, wenn es mit so starker Dosis bestrahlt wird.
    Außerdem finde ich es total unnötig. Es gibt ganz andere Bereiche, da achten die Leute viel weniger auf Hygiene (der berühmte Küchenschwamm z.B.) und hier wäre man so extremst pingelig.

  2. 08.05.12 12:54 Peerex (Handy Profi)

    wäre andernfalls auch äußerst ungünstig sein handy im sommer aus der tasche zu holen. :D

  3. 08.05.12 12:06 mac110

    Nur das Glas UV-Strahlung zu 100% blockt, ausser man verwendet Plexiglas, aber das ist bei keinem Gerät mit OLED Display der Fall soweit ich weiss

  4. 08.05.12 11:06 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    Hmm, wenn das Organische Komponenten sind, bei OLED-Displays, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass die UV-Strahlen nicht so gerne mögen (schließlich ist das ja das Prinzip dahinter).

  5. 08.05.12 09:39 marcydarcy78 (Member)

    Die sind ja clever...zumal die UV Strahlung Teile des LCD Panels zerstören. Bei OLED wird es sicher auch so solchen Efekten kommen.

    Keinfrei aber kaputt...wenn das kein gelungener Tausch ist.

  6. 07.05.12 22:54 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    > "Der Umstand sorgt bei uns Europäern eher für ein gleichgültiges
    > Schulterzucken, immerhin haben wir schon die Pest besiegt."

    Hahaha, Köstlich. Ich hab gleich so lachen müssen. Bitte mehr davon.

    Zum Thema kann ich nur eins sagen: Überflüssig.
    Ein Handy kann man auch mal feucht abwischen, also echt.

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