Die Handy-Nutzung im Ausland wird preiswerter. Wie erwartet hat das EU-Parlament eine Senkung der Preisobergrenzen für die sogenannten Roaming-Gebühren bei grenzüberschreitenden Telefonaten und SMS-Versand in einem anderen EU-Land beschlossen.
Handy-Nutzung im Urlaub | (c) E-Plus
Ab 1. Juli 2012 zahlen Handy-Nutzer maximal 35 Cent brutto pro Minute für abgehende Anrufe aus einem anderen EU-Land und maximal 10 Cent pro Minute bei eingehenden Verbindungen. Die Preispobergrenzen hierfür liegen zurzeit bei 42 Cent bzw. 13 Cent pro Minute. Aus einem anderen EU-Land abgesandte SMS-Mitteilungen kosten ab 1. Juli nur noch maximal 11 Cent (bislang 13 Cent), die mobile Internetnutzung 83 Cent pro übertragenem Megabyte.
| EU-Preisobergrenzen | zurzeit | ab 1. Juli 2012 | ab 1. Juli 2013 | ab 1. Juli 2014 |
|---|---|---|---|---|
| eigene Anrufe | 42 Cent/min. | 35 Cent/min. | 29 Cent/min. | 23 Cent/min. |
| angenommene Anrufe | 13 Cent/min. | 10 Cent/min. | 8 Cent /min. | 6 Cent/min. |
| SMS-Versand | 13 Cent/SMS | 11 Cent/SMS | 10 Cent/SMS | 7 Cent/SMS |
| mobiles Internet | max. 59,90 Euro | 83 Cent/MB | 54 Cent/MB | 24 Cent/MB |
Die von der EU festgelegten Preisobegrenzen für das internationale Roaming innerhalb der EU gelten jeweils in den Standard-Tarifen der Mobilfunkanbieter, nicht aber in den vom Anbieter zusätzlich offerierten speziellen Reise-Tarifen oder Roaming-Optionen. Die neue Regelung gilt bis zum 30. Juni 2013, in den folgenden Jahren sinken die Preislimits für grenzüberschreitende mobile Verbindungen weiter. Weitere Neuerung: Mobilfunk-Kunden werden ab 1. Juli 2012 auch in anderen Ländern der Welt vor Schockrechnungen durch mobiles Surfen im Internet geschützt, indem ihnen der Mobilfunkanbieter dafür maximal 59,90 Euro berechnen darf, sofern der Kunde nicht einer Erhöhung des Limits zugestimmt hat.
Zudem soll - wie lange von der EU-Kommission angestrebt - ab 2014 echter Wettbewerb auf dem Roaming-Markt innerhalb der EU herrschen. Nutzer von Handys, Smartphones, Tablets oder Laptops sollen bei Grenzübertritt frei unter verschiedenen Roaming-Tarifen der im jeweiligen Land ansässigen Mobilfunkanbieter wählen können – unabhängig von ihrem beim Heimatprovider gebuchten Mobilfunktarif. Gleichzeitig bleiben sie unter ihrer herkömmlichen Mobilfunk-Rufnummer weiter erreichbar. Dabei werden vermutlich auch Tarife von Mobilfunk-Discountern zur Auswahl stehen, denen die EU in diesem Jahr den Zugang zu Netzen im Ausland zu regulierten Preisen ermöglichen will.
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Du bist nicht dabei?Ich meinte auch 140 Byte. ;)
(Der reine Text ungefähr, da kommt natürlich noch ein wenig Overhead hinzu, aber im Grunde auch egal)
@ Heisenberg
140kb kommt mir aber ganz schön viel vor.
Eine 160 Zeichen lange Textdatei benötigt z.B. nur 4kb.
> was irgendwie totaler Schwachsinn ist.
Ja, der ganze Tarifdschungel ist sowieso Schwachsinn und hat mit den echten Kosten nichts zu tun.
BTW: Eine SMS sind 140kb Daten, die sollte eigentlich weder 13 noch 30 Cent kosten.
Genau das habe ich mich auch gefragt ;)?
Finde ich sehr gut, ich frag mich nur was die heimischen Anbieter dann machen? Lustigerweise zahle ich in Deutschland für eine SMs nach deutschland nur 13 cent, innerhalb Österreichs aber 30 cent.. was irgendwie totaler Schwachsinn ist.
Da wundert es mich nicht, dass (SieheBericht; Verbraucherzentrale geht gegen "1-Euro-Handy" vor) es nach wie vor Konsumenten gibt welche überteuerte Heimische Netze nutzen & sich mit z.B. 0,13 Ct bzw. 0,30 Ct abrippen lassen.
Wie soll man sich mit einem subventionierten Gerät da auch zurecht finden.
Jeder hat andere Paketgrößen, Stückelungen & Kleingedrucktes (z.B. andere Tarife in (Mobil-)Fremdnetze, etc.).
Ich zahl dagegen jetzt schon nur fast die Hälfte (0,7 Ct).
Der Grund ist wohl:
Hauptsache ein subventioniertes Gerät für vorgegaukelt wenig gekauft.
Letztendlich zahlt man mit diesem Vertriebs-Modell ja immer drauf.
Irgendwie muss der Provider ja auch die Finanzierung des Gerätes (was es letztendlich nichts anderes ist) über die Zinsen (innerhalb 24 Monate Laufzeit) wieder rein holen. Der Konsument bekommt quasi ein Kredit des Anbieters. Meist verdient er dann über Fremdnetznutzungsaufschläge bzw. mehr-Nutzung über der vorgegebenen (vermeidlichen Flatrate) Paket kräftig dazu.
Der Konsument ist halt bequem & kauft sich gerne ein fertig geschnürtes Päckchen bei dem alles mit dabei ist. Dafür zahlt er dann gerne (oder unbewusst) drauf.
Sich aus dem Tarifdschungel einen (der) günstigen Anbieter herauszufischen, die eigene Nr. zu importieren, ein Gerät direkt zu Kaufen kostet halt erst mal ein vielfaches gegenüber einem z.B. "1-Euro-Handy"-Vertrag.
Auf 2 Jahre Vertragslaufzeit runter gebrochen (incl. GG & zusätzliches Tel.- & Surf- aufkommen) gibt es in der Regel nichts günstiger.
Am Ende zahlt man mit Vertrag im Schnitt, immer drauf.