Samsung muss möglicherweise auch in den USA das Design seines Tablet-Modells Galaxy Tab 10.1 überarbeiten. Ein Berufungsgericht in Kalifornien hat im Patentstreit zwischen Samsung und Apple eine frühere Entscheidung eines Bezirksgerichts zugunsten der Südkoreaner teilweise aufgehoben. Nun droht wie in Deutschland eine Einstweilige Verfügung gegen den Verkauf des Samsung Galaxy Tab 10.1 in den USA.
Samsung Galaxy Tab 10.1 (links) und Apple iPad 2 | (c) Hersteller
Im Dezember hatte ein kalifornisches Bezirksgericht eine auf vier Patentansprüchen - drei Design-bezogene Patente und ein Software-Patent - basierende Klage gegen Samsung-Produkte in allen Belangen abgewiesen. Apple ging daraufhin in die Berufung. Das Berufungsgericht hat jetzt die Entscheidung der Vorinstanz teilweise aufgehoben, berichtet der Patentrechtsexperte Florian Müller in seinem Blog Foss Patents. Es sieht im Gegensatz zur Vorinstanz eines der von Apple vorgebrachten Design-Patente als gültig an.
Der Fall geht dem Bericht zufolge zurück an das Bezirksgericht, das nun unter der Annahme, dass das von Apple vorgebrachte US-Patent No. D504,889 gültig ist, über eine Einstweilige Verfügung gegen den weiteren Verkauf des Samsung Galaxy Tab 10.1 in den USA entscheiden muss. In Deutschland war der Vertrieb des Samsung-Tablets gerichtlich verboten worden, Samsung hatte daraufhin hierzulande ein neues, Galaxy Tab 10.1N genanntes Tablet-Modell mit leicht verändertem Design herausgebracht.
In der kommenden Woche treffen sich die beiden Unternehmenschefs Tim Cook und Gee-Sung Choi persönlich, um die laufenden Patentverfahren beizulegen. Nach Ansicht von Müller ist es nicht zu erwarten, dass solche Design-Fragen im Rahmen dieses richterlich initiierten Friedensgipfels gelöst werden.
Derweil wirft Apple in einem beim zuständigen Bezirksgericht in Kalifornien eingereichten Schriftsatz Samsung vor, im Patentstreit Beweismittel vernichtet zu haben. Eine zu großen Teilen geschwärzte Kopie der Unterlagen liegt Network World vor. Samsung streitet die Vorwürfe ab. Das Gericht will sich die Vorwürfe von Apple am 7. Juni anhören.
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Du bist nicht dabei?Solln sie doch das 10.1 einstampfen und mit ner neuen Reihen beginnen. Design und Gerät ist mittlerweile so alt, dass man es wohl getrost als überholt bezeichnen darf.
Aus der aktuellen Galaxy-Linie hätte mich am ehesten noch das 7.7 (wegen AMOLED) interessiert, aber dem 10.1 fehlt in meinen Augen schon mal der SD-Slot ...
Samsung sollte aufpassen, dass ihnen nicht die "Billig"-Konkurrenz in Form von Acer nicht den Rang abläuft, denn deren Geräte (A510/A511/A700) stoßen mittlerweile auf deutlich mehr Interesse.
Mein Tipp daher: einstampfen und Energien (und vor allem Geld) lieber auf Neuerscheinungen verwenden.
Meist geht es den Unternehmen nicht einfach darum, dass man nach einem solchen Urteil möglicherweise sein Gerät (dieses benannte Produkt) nicht mehr verkaufen dürfte, sondern hauptsächlich -auch wenn es lange nicht mehr produziert wird- darum, dass Altbestände (in diesem Fall des 10.1) möglicherweise deren Entwicklungskosten noch lange nicht eingespielt(-genommen) wurde. Ganz zu schweigen von den Produktions & Herstellungskosten. Altbestände kann man ja möglicherweise noch in 3.-Länder bei denen kein solch Warenschutz besteht verramschen. Jedoch besteht in solchen Ländern auch meist nicht die nötigen Konsumenten, welche hier das Gerät (gewinnbringend oder zumindest zu Produktionskosten) abnehmen könnten.
Einen gewissen %-Satz kann man dann noch abschreiben, aber beim 10.1 versucht man eben so lange wie möglich diesen auf dem Markt zu belassen [Gewinnbringend] um zumindest die Entwicklung einigermaßen aufzufangen (einem Markt welche Konsumenten sich dies auch leisten können).
Auch wenn hier & dort die ein oder anderen Dinge möglicherweise abgekupfert wurden, so stecken mehr Kosten dahinter als einem bewusst wäre.
Nokia hatte dies auch mal dargestellt, dass sie vor allem das Problem hätten, dass sie bei der Menge an Mobilfunkgeräten höchsten 3 bzw. 4 Geräte hätten, die Gewinnbringend die anderen restlichen mit tragen müssten.
Ich vermute, dass Samsung ein ähnliches Problem hat. Je mehr verschiedene Modelle & Geräte sie auf dem Markt haben, desto geringer ist der Gewinn pro einzelne Produktlinie.
Da wird das ein oder andere erfolgreichere Modell, die anderen weniger erfolgreichen mittragen müssen.
Und gerade hier wird ganz knapp kalkuliert. Samsung wird nicht so eine Gewinnmarge haben wie Apple & muss die Preise extrem drücken. Kommt da jedoch mit den "Billig"-Konkurrenten ins Gehege.
Von solch einem "Alleinstellungsmerkmal" wie Apple kann man bei Samsung nur träumen.
Da wird so lange wie möglich um jeden Absatz gekämpft.
Im der Kapital & im Handelsblatt waren da mal ein sehr interessante Artikel drüber.
(Warum das iPad der Konkurrenz keine Chance lässt)
Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass dies mitunter ein Hauptgrund ist,
warum man so lange wie möglich an dem 10.1 festhält & teure Prozesskosten etc. in kauf nimmt.