HTC hat Änderungen an seinen Android-Smartphones vorgenommen, um nicht gegen ein Software-Patent von Apple zu verstoßen und ein Importverbot für seine Geräte in den USA zu verhindern. Ob die Änderungen ausreichen, damit HTC seine Smartphones wieder in die USA einführen darf, entscheidet jetzt der Zoll.
HTC One XL | (c) Hersteller
Wie in dieser Woche schon auf Areamobile zu lesen war, hat der amerikanische Zoll die Einfuhr der beiden Smartphone-Modelle HTC One XL und HTC Evo 4G gestoppt. Vorausgegangen war im Dezember 2011 eine Entscheidung der US-Handelsbehörde ITC, die durch die HTC-Geräte ein Apple-Patent verletzt sah. Die ITC hatte allerdings HTC eine Frist bis zum 19. April gesetzt, in der die Taiwaner die entsprechenden Features von ihren betreffenden Geräten entfernen konnte. Dies hat HTC offenbar getan - wie The Verge berichtet, gibt es auf dem HTC One XL für AT&T und dem HTC Evo 4G für Sprint beispielsweise nicht mehr das Auswahlmenü, das sich nach dem Antippen einer Rufnummer oder einer E-Mail-Adresse in einem Text öffnet. Statt dessen bieten diese US-Geräte dem Nutzer die Möglichkeit, bestimmte Anwendungen festzulegen, die sich direkt nach dem Antippen einer Rufnummer oder E-Mail-Adresse öffnen.
Die Änderungen von HTC betreffen dem Bericht zufolge nur Smartphones, die für den US-Markt bestimmt sind. Trotz der Maßnahmen von HTC innerhalb der gesetzten Frist hat der Zoll die Einführ der entsprechenden Geräte erst einmal gestoppt. Die Behörde wird jetzt entscheiden, ob die Änderungen an den Smartphone-Modellen ausreichen, um nicht gegen das Software-Patent Nummer 5.946.647 von Apple zu verstoßen. Das HTC One XL wird in den USA von AT&T als "HTC One X" vermarktet, anders als das in Deutschland erhältliche HTC One X wird es jedoch von einem Dual-Core-Prozessor angetrieben und unterstützt den Highspeed-Datenstandard LTE.
[Update, Montag, 21. Mai 2012, 7:30 Uhr] Laut Engadget kann HTC jetzt erste Geräte in die USA einführen. [Update-Ende]
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Du bist nicht dabei?Da merkt man wieder, wie viel es ausmacht ob man in den USA eine US-Firma ist oder eine aus dem Ausland. Statt erstmal das Einfuhrverbot auszusetzen, bis feststeht, ob die Änderungen weiter das Patent verletzen stoppt man erst mal alles, obwohl sich htc an die Vorgaben gehalten hat und innerhalb der Frist die Änderungen vorgenommen hat.
Verstehe ich nicht ganz. Diese Funktion hatte schon eines meiner Nokiahandys bevor Apple überhaupt sein erstes Handy vorstellte.