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Autor: Björn Brodersen 23.05.2012 - 19:32 | 0

Blau Allnet-Flat: E-Plus trägt Preiskampf auf die Straße

Der Mobilfunkbetreiber E-Plus bringt seine neue Allnet-Flatrate in den stationären Handel. Ab Juni können die Kunden in den rund 750 Base/E-Plus-Shops sowie in Partnershops auch eine SIM-Karte der Marke Blau mit der knapp 20 Euro pro Monat teuren Allnet-Flat kaufen. Bislang gab es die Allnet-Flat nur in den Online-Shops von Yourfone und Simyo.

Blau Allnet-Flat: E-Plus trägt Preiskampf auf die Straße

E-Plus-Chef Thorsten Dirks | (c) Unternehmen

Zunächst bietet Blau die Allnet-Flat nur in der Version mit 24 Monaten Mindestvertragslaufzeit an. Die monatliche Grundgebühr kostet 19,90 Euro, dafür können die Kunden ohne weitere Kosten in alle deutschen Netze telefonieren und mobil im Internet surfen. Dabei stehen ihnen monatlich 500 Megabyte Datenvolumen für schnellere Übertragungen mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downstream sowie ein zusätzliches Highspeed-Daten-Paket und eine SMS-Flatrate zur Verfügung. Die sonstigen Einzelpreise für SMS-Versand, Verbindungen zu Sondernummern oder für Roaming-Dienste entsprechen denen des aktuellen 9- Cent-Tarifs von Blau. Bestandskunden des Mobilfunk-Discounters sollen ab Sommer ihren bestehenden Tarif in die Allnet-Flat umstellen lassen, die Aktivierungsgebühr beträgt sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden einmalig 19,90 Euro.

Wie gut die Allnet-Flat im Preisvergleich mit Flatrate-Angeboten anderer Mobilfunkanbieter abschneidet, haben wir kürzlich in einem Artikel dargestellt. Mit Einführung der Allnet-Flatrate über die Marke Yourfone hatte E-Plus eine neue Preisrunde bei Smartphone-Tarifen initiiert. Andererseits hat das Unternehmen aber auch später mit dem Aufbau seines mobilen Breitandnetzes begonnen und konzentriert sich derzeit vor allem auf den HSPA-Ausbau in Städten.

"Angebot in jeder Fußgängerzone"

E-Plus-Chef Thorsten Dirks will mit dem neuen Blau-Angebot auch diejenigen Smartphone-Nutzer ansprechen, die nicht gerne in Online-Shops kaufen. "Mit 1.200 Vertriebspunkten wird das Angebot in jeder Fußgängerzone sichtbar sein. Das wird dann auch solche Kunden anziehen, die nicht so gern im Internet kaufen", sagte er im Interview mit der FAZ. "Gerade beim Kauf von Verträgen für ihr Smartphone legen die meisten eben immer noch großen Wert auf persönliche Beratung." Bis zum Jahr 2015 will er den Marktanteil von E-Plus un Deutschland von derzeit 16 auf 20 Prozent steigern.

Angesprochen auf den Netzausbau antwortete er: "Wenn andere heute schon Datennetze ausrollen, die kein Kunde braucht, weil die Endgeräte nicht da sind oder weil die hohen Bandbreiten gar nicht erforderlich sind, sollen sie das tun. Wir machen dieses Wettrennen nicht mit, sondern stellen effizient und kostengünstig sicher, dass unsere Kunden überall und zu jeder Zeit, das an Bandbereite bekommen, was sie wirklich benötigen." Dirks gab zu, dass wie in der Branche spekuliert ein Verkauf der Mobilfunk-Standorte geprüft werde. Dies geschehe aber nicht, weil E-Plus sonst das Geld für den weiteren Netzausbau fehle.

Quelle: Pressemitteilung, FAZ
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