Die persönlichen Verhandlungen zwischen den Chefs von Apple und Samsung sind ohne Ergebnis verlaufen, wie südkoreanische Medien berichten. Der Patentstreit zwischen den Unternehmen wird jetzt vor Gericht geklärt.
Patenkrieg: Friedensgipfel zwischen Apple und Samsung ist gescheitert | (c) Unternehmen / Areamobile
Der Friedensgipfel zwischen Apple-Chef Tim Cook und Samsung-Lenker Choi Gee-Sung ist gescheitert. Apple beklagt sich weiterhin, dass Samsung das Design seiner Produkte stiehlt und Samsung, dass Apple patentgeschützte Techniken der Südkoreaner verletzt. Der Streit wird jetzt ab dem 30. Juli vor einem kalifornischen Bundesgericht ausgetragen.
Das Ergebnis der zweitägigen Gespräche war nicht ganz unerwartet, denn die Kontrahenten setzten sich nur aufgrund einer Bestimmung der zuständigen Richterin zusammen, die während der Gespräche als Mediator auch anwesend war. Sie hatte die Verhandlung zwischen den Unternehmenschefs zur Bedingung für die Eröffnung des Verfahrens gemacht. Ihrer Meinung nach bedeutet der Fall eine außerordentliche Belastung für die Jury, da er sich monatelang hinziehen könnte.
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Du bist nicht dabei?[fritz]
> "Und was hat das eine nun mit dem anderen zu tun?? Ist ein Patent einmal erteilt kann
> es wie fast jede andere Ware beliebig gehandelt also verkauft werden."
Ich weiß jetzt nicht, was dein Problem ist. Ich habe nicht behauptet, dass das Eine mit dem Anderen zu tun hat. Ich finde nur, dass man im Zusammenhang mit dem Thema "Apple gegen Samsung" nicht davon sprechen sollte, dass Patente weiterverkauft werden können, sondern darüber sprechen sollte, ob die Erteilung der Patente, über die diese Beiden Firmen streiten überhaupt gerechtfertigt ist.
Mir ist jetzt nicht klar, was das weiterverkaufen der Patente mit dem Thema zu tun hat, ich dachte es ginge um die beiden großen Firmen die da oben stehen, da gings doch nicht um eingekaufte Patente, oder?
[Heisenberg]
> "Das Führungspersonal sollte sich von den Emotionen nicht verblenden
> lassen, aber ohne Herzblut geht es meist auch nicht."
Ja stimmt, das ist eine Gratwanderung, das ist mir klar. Dennoch hätten wir den ganzen Zirkus nicht, wenn sie mal ein bisschen runter kämen und das alles etwas realistischer sehen würden. Klar, die Designkopiererei von Samsung war nicht in Ordnung, da brauchen wir nicht drüber streiten, aber ich denke das könnte man auch regeln, wenn man mal wirklich miteinander sprechen würde, also nicht nur damit ein Richter zufrieden ist.
> "Wenn man sich in der Diskussion nur auf die Rechtsmäßigkeit beschränkt,
> dann bleibt wenig zum Diskutieren."
Ja, so sehe ich das auch. Dann könnte AM gleich die Kommentarfunktion abschalten und wir alle könnten einfach drauf warten, was die Richter so entscheiden.
> "finde es aber passend bei der Gelegenheit Kritik am geltenden Patentsystem
> oder anderen Schutzgesetzen zu äußeren. Das richtet sich dann nicht gegen
> Apple und Samsung, sondern ist eine Ebene weiter gedacht."
Genau das war auch meine Intention. Das einige das nicht auseinander halten können und immer jede Kritik als Kritik an Apple oder Frevel sehen, das wurde ja schon öfter bemerkt. Ich finde das schade.
@Hunter
> "In solchen Unternehmen sollte sowieso niemand die Handlung anderer
> Unternehmen persönlich nehmen :)
"Sollte ist richtig", aber die Realität sieht wahrscheinlich anders aus. Solche Dinge sind ist höchst emotional. Gerade die Spitzenmanagern, deren Leben fast nur aus der Firma besteht, nehmen so was sehr persönlich. Steve Jobs ist das beste Beispiel. Und ich denke, er war unter anderen auch so ein erfolgreicher CEO, *weil* er die Dinge persönlich und mit Leidernschaft nahm. Das Führungspersonal sollte sich von den Emotionen nicht verblenden lassen, aber ohne Herzblut geht es meist auch nicht.
@Macianer der Dritte
> Ist ein Patent einmal erteilt kann es wie fast jede andere Ware beliebig gehandelt also verkauft werden.
Die rechtliche Situation sollte jedem klar sein. Apple, Samsung und Co. spielen (größtenteils) nach den Regel und jedes Unternehmen in dem Haifischbecken dieser Branche muss das maximale aus der Situation herausholen. Also kann man Apple (und auch den anderen) schwerlich vorwerfen, dass sie die bestehenden Regeln (Gesetze) möglichst zu ihren Gunsten nutzen.
Pixelflicker hat aber völlig recht: Es ist eine Sache der richtigen Fragestellung. Und offenbar reden wir hier meistens an einander vorbei, weil jeder dem anderen vorwirft, dass "das jetzt nicht die richtige Fragestellung" sei. Oft wird auch mitten in der Diskussion die Fragestellung gewechselt, um seine Argumente vorzubringen, die gar nicht zur ursprünglichen Fragestellung passen. Ich ärgere mich hier oft sehr darüber, dass viele eher wild assozieren oder ihre fertigen "Textbausteine" auspacken, als bei der gerade diskutierten Frage zu bleiben.
> Und genau diese Tatsache sollte man anerkennen, wenn man eine sachliche Diskussion über das Thema führen will.
Ja und nein. Wenn man sich in der Diskussion nur auf die Rechtsmäßigkeit beschränkt, dann bleibt wenig zum Diskutieren. Dann können wir nur beobachten. Es gibt selten Fälle, in denen die Rechtsmäßigkeit angezweifelt wird. (z.B. bei Apples verzerrten Bilder als Beweise vor Gericht. Da gab es zumindest Zweifel)
Ich zweifel die Rechtsmäßigkeit der meisten Klagen und Patente nicht an, finde es aber passend bei der Gelegenheit Kritik am geltenden Patentsystem oder anderen Schutzgesetzen zu äußeren. Das richtet sich dann nicht gegen Apple und Samsung, sondern ist eine Ebene weiter gedacht. Wie kann man die System verändern, dass einerseits die Innovationen des einzelnen geschützt und gefördert wird, aber andererseits die Weiterentwicklung der gesamten Branche nicht behindert wird? Ich finde diese Fragestellung sehr interessant, aber wenn jemand meint, dass sei "hier nicht die Fragest", dann mag er streng genommen recht haben, aber ohne solche weiterführenden Gedanken ist die Diskussion doch schnell erschöpft.
Und noch was - Zwei Dinge regen mich immer wieder auf:
1. Kritik an den Falschen:
Klar kann man es irgendwie gefühlt "unsympathisch" finden, wenn eine Firma eine sehr harte rechtliche Gangart vorlegt, aber (falls man der Meinung ist, die Klagen wären nach gesundem Menschenverstand nicht gerechtfertig) sollte sich die Hautpkritik an diejenigen in der Politik richten, die die "Regeln" machen und nicht an den "Spieler", der das Spiel nach den Regeln spielt.
2. Zweierlei Maß:
Die eine Firma zu verurteilen und die andere bei Vergleichbarem noch anzufeuern, ist reines Fanboytum. Fair bleiben und die Argumentation nicht um 180 Grad drehen, nur weil die Firmennamen wechseln.
"> "Unabhängig davon ob ich es gut finde oder nicht erkenne ich dennoch uneingeschränkt an
> das Patente ein Wirtschaftsgut und als solches frei handelbar sind. "
Ich glaube auch gar nicht, dass das das Problem ist, ich glaube, das Problem ist eher die Fragestellung, wann etwas Patentwürdig ist und wann nicht. Und genau da haben wir das Problem. Wenn etwas wie ein Schieber auf einem Touchscreen oder die 1-Click Bestellung in einem Online-Shop patent-würdig ist, dann ist das zumindest fragwürdig."
Und was hat das eine nun mit dem anderen zu tun?? Ist ein Patent einmal erteilt kann es wie fast jede andere Ware beliebig gehandelt also verkauft werden. Ob irgendwer die Rechtmäßigkeit des Patents fragwürdig findet, ist dabei völlig wurst. Solange das Patent gültig ist, kann es ge- und verkauft werden. Punkt.
Und genau diese Tatsache sollte man anerkennen, wenn man eine sachliche Diskussion über das Thema führen will.
--- [Anonymous2345]
> "In solchen Unternehmen sollte sowieso niemand die Handlung anderer
> Unternehmen persönlich nehmen :)
> Beide Unternehmen haben mehrere Milliarden and Reserven, so dass Sie dazu
> fähig sind, diesen sinnlosen Streit lange Zeit noch aufrecht zu erhalten."
Dennoch tun sie es und nehmen die Sache sehr persönlich (man denke nur an die Atomkriegs-Aussage von Jobs).
Es ist klar, dass sie das Geld dafür aufbringen können und den Streit so weitertreiben können. Die Frage ist nur die nach dem Sinn. Am Ende wird es Beiden nur Geld gekostet haben und andere werden auch darunter leiden müssen.
--- [bocadillo]
> "Heroische Aussage. auf was hätten die sich denn einigen sollen??? Die Rollenverteilung ist ja ganz klar."
Warum heroisch?
Auf was sie sich einigen hätten sollen? Samsung hätte ja z.B. zusagen können, dass sie endlich ihre guten Produktdesigner (die sie ja offensichtlich haben, wenn man sich die Notebooks wie die Series9 oder die Fernseher ansieht) auch mal auf die Handys ansetzen und so ein einges Design entwickeln und Apple hätte dafür die genutzten Patente lizensieren können. Dann hätte Beide viel Geld und ärger gespart. Ist ja nicht so, dass es Apple schlecht gehen würde, weil Samsung so viele Handys verkauft.
--- [89marco89]
> "Wie bitt?? die Software vom S3 bietet mehr als genug Angriffsfläche. Schon
> allein der Sprachassistent sieht ja dem vom iPhone"
Ja, da ist schon was dran, aber da auch Apple das nur eingekauft hat, können die sich auch nicht wirklich als der große Entwickler hinstellen. Außerdem ist es viel wichtiger, was dahinter steckt. Wenn Samsung das Design kopiert, dann ist das egal, wenn die Spracherkennung bei Apple besser funktioniert. Das ist es, wo das eigentliche Know-How drinsteckt. Es wird immer viel zu viel auf das Design geachtet und vergessen, dass - auch wenn Apple das gerne anders darstellt - die Technik dahinter das ausschlaggebende ist.
--- [Fritz]
> Was sind denn bitte "ScheinPatente?"
Der Begriff ist gar nicht so unpassend, denn was Apple anführt waren bisher fast immer Design-Patente. Sowas gibts bei uns gar nicht, daher könnte man schon sagen es sind Schein-Patente. Dafür gibts bei uns halt das Urheberrecht, das aber - glücklicherweise - etwas differenzierter entscheidet.
> "Unabhängig davon ob ich es gut finde oder nicht erkenne ich dennoch uneingeschränkt an
> das Patente ein Wirtschaftsgut und als solches frei handelbar sind. "
Ich glaube auch gar nicht, dass das das Problem ist, ich glaube, das Problem ist eher die Fragestellung, wann etwas Patentwürdig ist und wann nicht. Und genau da haben wir das Problem. Wenn etwas wie ein Schieber auf einem Touchscreen oder die 1-Click Bestellung in einem Online-Shop patent-würdig ist, dann ist das zumindest fragwürdig.
@ Boca, nochmal, Du behauptest hier das Samsung "Chinalike" kopiert, vom Design bis hin zum Stecker. Für mich ist das eine "chinalike" Kopie eines iPad: http://www.dealextreme.com/p/gpad-g20-9-7-ips-3g-wcdma-android-2-2-tablet-pc-w-bluetooth-wi-fi-8gb-cortex-a8-103188?item=7
Im übrigen wurde wurde vom Oberlandesgericht Düsseldorf nicht eine Designverletzung als Urteilsbegründung zum Verkaufsverbot des GT10.1 angegeben, sondern unlauterer Wettbewerb seitens Samsung vorgeworfen (Das Oberlandesgericht sieht ferner deutliche Unterschiede in dem Design beider Geräte...).
Deine Aussage ist daher einfach nur Falsch, davon mal abgesehen das dieses Verbot ausschließlich nur in Deutschland gilt und nur deswegen für hier verkauften GT10.1 kein ICS ausgerollt werden darf.
Quelle: http://www.netzwelt.de/news/90582-samsung-galaxy-tab-10-1-oberlandesgericht-bestaetigt-verkaufsverbot.html
@FtC
Erstmal WTF?
"Erst dichtest du Apple ScheinPatente an bzw. hältst sie für lächerlich. Ein Antwort auf die Frage was ScheinPatente denn sind bleibst du jedoch schuldig"
Trivialpatente, MickeyMouseschrott, BullShitkram, nenne es wie du willst. Und da wir bei unbeantworteten Fragen sind, eine bist du mir genauso schuldig geblieben.
"welchen Sinn/Nutzen siehst du in Patenttrollen?"
"Kurz darauf siehst du in Apple den Verursacher einer Patentinflation (obwohl das im Grunde genommen ja für deren Innovationskraft spricht und also ein Kompliment ist)."
Ohja, hier mal einige Bsp ihrer "Innovationskraft" :
US Patent 5,946,647 - angemeldet 1996 (anerkannt 1999): Es behandelt die Erkennung von Daten wie z.B. Telefonnummern (in Emails oder Webseiten)und die Erstellung eines Links aus diesen, der dann letztendlich eine Aktion ausfuehrt (Anruf bei Klick auf den Link z.B.)
US Patent 8,086,604 - angemeldet 2000 (stattgegeben im Dezember 2011): Es definiert die Suche ueber verschiedene Quellen hinweg unter der Verwendung eines einheitlichen Such-Interfaces. In diesem Falle gibt Apple Siri als Beispiel an und nutzt dieses auch gegen das Galaxy Nexus (uebrigens betrifft dies auch eine einheitliche Textsuche, aber dazu kommen wir spaeter noch).
US Patent 8,046,721 - angemeldet 2005 (bestaetigt im Oktober 2011) Das “Slide to unlock” Feature (Vorsicht, nicht verwechseln mit dem Image to Unlock Feature!)
US Patent 8,074,172 - angemeldet 2007 (anerkannt im Dezember 2011): Dieses Patent beschreibt Wortergaenzungen und Vorschlaege bei der Eingabe von Text auf einer Touchscreen Plattform.
Mal ehrlich, die einzige Innovation sehe ich darin, daß Apple erkannt hat wie man das Patentsystem missbraucht, in dem sie den MArkt mit unzähligen Patentfallen (Trivialpatente) vermienen und auf diese Weise versuchen den Wettbewerb zu unterbinden. Apple hat sicher versucht auch das zu patentieren ;)
"Dann bezeichnest du Apple mehr oder weniger direkt an Patenttroll und legst damit die Vermutung nahe das du nicht verstanden hast das Patente ein Wirtschaftsgut und als solches frei handelbar sind."
Du sprichst in Rätseln.
Inwiefern soll diese Tatsache Apples Verhalten entschuldigen?
"Und schon machst du das nächste "Fass" auf mit der Frage ob Apple überhaupt im Besitz der Patente für iCloud Antwort; (ich weiß es nicht) und Siri besitzt.… Antwort: JA, Apple hat diese Paatente 2010 erworben als sie die Siri Inc. übernaahmen."
Was hat denn das mit Fass aufmachen zutun? kA was du mir da zu unterstellen versuchst, ich hatte schlicht eine Wissenslücke (du offensichtlich auch) und hielt es einfach für notwendig diese vorher abzuklären, bevor weiterschwadroniert wird.
Außerdem nur weil Apple iwelche Siri Patente besitzt, heißt das noch lange nicht, daß S-Voice diese verletzt. Und übehaupt, eine sachliche Diskussion über die Technologien und Patente ist hier mangels Expertise ohnehin völlig absurd.
"Vielleicht verrätst Du uns ja mal worauf du eigentlich hinaus willst.…… Es würde das Versztändnis für deine Einwände und Gragen erheblihv steigern…"
Das würde ich gerne, das Problem ist nur, ich wußte gar nicht, daß ich auf etwas hinaus will. ich habe lediglich Dinge festgestellt bzw vermutungen angestellt, die du selbst kurz und bündig zusammengetragen hast, nicht mehr und nicht weniger.
Aber danke, daß du mich darauf hingewiesen hast, vill. schüttel ich mir noch etwas aus den fingern.