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Autor: Björn Brodersen 31.05.2012 - 13:32 | (3)

Bericht: Telefónica will O2 an die Börse bringen

Wegen des hohen Schuldenstands will Telefónica die deutsche Tochter Telefónica Germany (O2) an die Börse bringen. Auch für Landesgesellschaften in Lateinamerika, bei denen die Geschäfte ebenfalls gut laufen, plant der spanische Mutterkonzern einen Börsengang. Das berichtet die Financial Times Deutschland unter Berufung auf eine Mitteilung des Konzerns.

Bericht: Telefónica will O2 an die Börse bringen

Rene Schuster, CEO Telefónica Germany, im Kundengespräch | (c) Unternehmen

Die Entscheidung für einen Börsengang von bestimmten Langesgesellschaften soll nach einer Sitzung des Verwaltungsrats gefallen sein. Die Telefónica leidet unter der Wirtschaftskrise auf dem Heimatmarkt, viele Kunden wandern angesichts der hohen Arbeitslosigkeit zu günstigeren Mobilfunkanbietern ab, und das Neukundengeschäft lahmt, weil die Teleónica die Handy-Subventionen gestrichen hat. Der O2-Mutterkonzern sitzt dem Bericht zufolge auf einem Schuldenberg von rund 57 Milliarden Euro, im ersten Quartal 2012 drückten auch gestiegene Schuldzinsen den operativen Gewinn vor Abschreibungen um fast 9 Prozent auf knapp über 5 Milliarden Euro.

Das Heimatgeschäft steuerte laut Financial Times Deutschland zuletzt nur noch ein Drittel zum operativen Gewinn bei, mehr als die Hälfte davon stammt mittlerweile aus dem Lateinamerika-Geschäft. Auch in Deutschland laufen die Geschäfte gut, vor allem dank der immer stärker nachgefragten und genutzten mobilen Datendienste: Telefónica Germany hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 5 Milliarden Euro erwirtschaftet und zählt zurzeit rund 18,6 Millionen Kundenverträge. Insgesamt betreut Telefónica Germany 25 Millionen Kundenanschlüsse im Mobilfunk-, Festnetz- und Wholesale-Bereich. Im Juli startet O2 als dritter deutscher Netzbetreiber mit LTE für die mobile Nutzung per Smartphone, Tablet oder Notebook.

Der deutsche Ableger hat bislang den Bericht der Financial Times nicht kommentiert.

Quelle: Financial Times
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Kommentare
  1. 31.05.12 15:37 chrisrohde (Handy Profi)

    Irgendjemand muss die Aktien ja kaufen. Ein Unternehmen das Gewinn erwirtschaftet und wächst ist füt Aktionäre natürlich interessanter. Sie sind bereit mehr Geld für die Aktien zu zahlen. Das Geld können sie dann verwenden um die Schulden zurückzuzahlen und Zinsen zu sparen. Selbstverständlich werden sie nur einen Teil der Aktien an die Börse bringen um weiterhin das sagen zu haben.

  2. 31.05.12 15:07 M.a.K (Expert Handy Profi)

    Ich frage mich ja eher warum es Telefónica überhaupt noch gibt wenn die 57 Milliarden Euro Schulden haben. Wie bezahlen die denn die Löhne? Gibt es da keinen Insolvenzverwalter? Da kommen die doch niemals mehr raus. Selbst bei einem € minus dürfte doch nichts mehr laufen, ausser mehr Schulden zu machen.

    Wahrscheinlich gehen die mit O2 an die Börse weil sich so noch etwas Geld rausholen lässt, O2 scheint es ja ganz gut zu gehen und wahrscheinlich gehört der Laden dann bald Roman Abramowitsch.

  3. 31.05.12 14:58 Schandmauler (Member)

    "Wegen des hohen Schuldenstands will Telefónica die deutsche Tochter Telefónica Germany (O2) an die Börse bringen. Auch für Landesgesellschaften in Lateinamerika, bei denen die Geschäfte ebenfalls gut laufen"

    Erklärung des Satzes bitte. Ich bin ja markttechnisch ganz unbedarft. Aber das ist verwirrend formulirt. O2 hat viele Schulden und wird deswegen an die Börse gehen. Und Andere Telefonica Teilen geht es gut und deswegen gehen die an die Börse oder wie?? Das wäre nicht logisch...

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