Der Mobilfunkmarkt boomt, doch bei Nokia scheint davon nichts anzukommen. Der finnische Riese hat eine Gewinnwarnung für das zweite Quartal herausgegeben, in der er erneut riesige Verluste ankündigt. Mit Verkäufen, einem neuen Management und Massenentlassungen versucht das Unternehmen wieder auf die Beine zu kommen.
Nokia-Werk in Salo | (c) Unternehmen
Nach Angaben von Nokia wird das zweite Quartal dieses Jahres voraussichtlich noch schlechter laufen als der Jahresanfang. In den ersten drei Monaten erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von 929 Millionen Euro, wie Nokia im April bekannt gab. Grund seien neben den Kosten für die Restrukturierung die noch immer unter den Erwartungen liegenden Verkäufe von Smartphones der neuen Lumia-Reihe.
Nokia versucht deshalb so schnell wie möglich die Kosten zu senken. Das Unternehmen kündigte an, bis Ende 2013 weitere 10.000 Mitarbeiter weltweit zu entlassen. Unter anderem wird der Standort Ulm geschlossen, in dem Nokia Forschung und Entwicklung betrieb. Hier sind 730 Mitarbeiter betroffen. Aber auch das Werk in Salo, Finnland, und die Entwicklungsabteilung in Burnaby, Kanada, werden geschlossen.
Auch im Management ändert sich einiges. Die Vorstandsmitglieder Jerry DeVard, Mary McDowell und Niklas Savander treten zum 30. Juni von ihren Posten zurück und aus dem Unternehmen. Für McDowell und Savander sucht Nokia-Chef Elop angeblich schon seit Anfang 2011 Ersatz. Ihre Posten übernehmen Juha Putkiranta, bisher verantwortlich für die Zulieferketten von Nokia, Timo Toikkanen, Leiter der Abteilung Geschäftsentwicklung und Spezialprojekte und Chris Weber, bisher Verkaufsleiter für Amerika. Darüber hinaus holt Elop sich Tuula Rytila (Chief Marketing Officer) und Susan Sheehan (SVP Communications) in den Vorstand.
Ebenfalls ein Teil der Neuausrichtung ist der Verkauf der Luxusmarke Vertu. Sie wechselt in den Besitz der Investmentgesellschaft EQT VI. Zu den Details der Übernahme und dem Verkaufspreis haben beide Unternehmen Schweigen vereinbart. Die Übernahme wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2012 abgeschlossen sein. Dafür griff Nokia jetzt zum schwedischen Unternehmen Scalado, einem Spezialisten für Kamera-Software in Handys. Scalado bleibt zwar eigenständig, wechselt aber in den Besitz der Finnen.
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Du bist nicht dabei?Laborant
"Nein, Android passt nicht. Samsungs Galaxys sind gehypte Dinger und alles andere bleibt auf der Strecke."
WEr hätte vor 1,5 Jahren gedacht das wir so im Einklang marschieren ;-)
ANdrioid ist aktuell ein Standard- und das wird auch geraume Zeit noch so bleiben. Ob das 2016 noch so ist wage ich zu bezweifeln.
HAlte auch noch folgenden Werdegang für möglich:
MS verdient derzeit an Androiden ordentlich Geld, nimmt das mit um sein eigenes WP projekt zu forcieren. WEnn man dort endlich die Marktakzeptanz hat beginnt man den Androidherstellern mit weiteren/höheren Lizenzahlungen immer weiter unschmackhaft zu Machen als das sie die Lust an Android verlieren. Es wäre ein WEg wie man ihn an jeder Walldorf/Montessori Schule lernen könnte- ein Sieg durch stillen Druck- und ohne nach außen offener Aggressivität.
Die androiden werden teurer oder die Herteller wechseln zu WP7. Da Google ja auch nicht wirklich viel für ANdroid tut und sich die Hersteller eher verlassen vorkommen.
Ist aber nur eine Vermutung was pasiieren könnte - nicht das hier einer meint ich würde das als Fixum sehen.
Wie viele Android-Hersteller machen mit der Smartphone-Sparte denn Schwarze Zahlen...?
Nein, Android passt nicht. Samsungs Galaxys sind gehypte Dinger und alles andere bleibt auf der Strecke.
Nokia hat schon mit dem N9-Design quasi die Sicherheit, dass bei allem, wo WP7 das Thema ist, ein Lumia auf dem Symbolbild ist - gratis werbung.
Nokias Qt-Universum wird WinMetro-Kompatibel sein (http://microsoft-news.com/digia-working-bring-qt-framework-develop-windows-8-metro-apps/) womit die Qt-Programmierer sowohl für RIM, Nokias alte HW und WinPhone/Win8/WinRT wie auch für Desktops, Linux und inoffiziell auch Android sowie gejailte iPhones bedienen können. Ganz tot ist Nokias Qt-Sparte ja nicht (und das war die Alternative neben WinPhone wenn sie MeeGo hätten forcieren können).
Damit wird Qt die Native variante von HTML5 ;)
nochmal chris
"Wenn Nokia günstige Geräte mit Symbian verkauft ist das also schlecht weil es keine Gewinnmarge gibt. Android ist auch ganz schlecht weil es da Preisdruck durch viele Hersteller gibt, aber günstige Geräte mit Windows Phone sind auf einmal eine gute Strategie ?"
Eine gute Strategie wäre gewesen wenn man 2009 maemo ordentlich vorangetrieben hätte und man nicht geglaubt hätte man könnte ios und Android aussetzen.
Wenn man halt zulange wartet bleibt einem oft nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
ein eigenes neues OS wäre gegen den starken WEttbewerb nicht mehr bezahlbar zu implementieren- der Tod von meego.
Symbian war schon lange auf dem Rückzug-ein kurzes flackern nach dem release des N8 das einer fast einjährigen Kaufzurückhaltung der Symbianfans geschuldet war macht noch keinen Sommer. ansonsten wurde nur noch billigstes Lowend-symbianzeuch verkauft.
Keine Option für die Zukunft.
Android- man hätte intern umstrukturieren müssen um sich auf Android umzurüsten im Wissen das es mittlerweile zig Androidhersteller gibt und insbesondere die CHinesen den Preisdruck enorm erhöhen werden . Hier ist keine CHance auf schwarze Zahlen.
Windows- hier hat man einen starken Partner der stark daran interessiert ist das Nokia ERfolg hat, ist Mitzahlmeister wenn es Sachen um Werbung geht und man hat sogar noch nahezu ein Alleinstellungsmerkmal da der Wettbewerb WP nur stiefmütterlich behandelt und voll auf Android setzt(was die Androidvariante für Nokia noch unsinniger macht).
Yep... bei den Optionen war es leider die einzig Sinnvolle- man hat halt zulange gebummelt.
CHris
Vor eionem Jahr war das Thema schon durch- android war auch nie eine wirkliche Option- dafür war vder STurzflug zu steil.
Das N9 interessiert auch nur wirklich ein kleiner Teil- und wer es haben wollte hat es ja über amazon auch hier bekommen.
Der Dicke ast Symbian hatte ein Problem- er war zwar dick aber komplett morsch und vom Borkenkäfer zerfressen. Symbian war keine STütze mehr , sondern eine Last.
n-nutzer
Elop war seit Oktober 2010 im Unternehmen. Das vorherige Nokiamangement hatte ja dauerhaft die Vogel Strauß Taktik angewandt und sich hinter Marktanteilszahlen verschanzt. Der Blick für die Realität war abhanden gekommen. Ich denke mal nachdem das N8 nicht Raketenmäßig abging war klar das man es allein nicht schafft- sprich im November.
Der Aufsichtsrat hatte damals die Handbremse bei Nokia gezogen, den Artikel den ich gepostet hatte ist ein marktgerücht, bevor die Chinesen den Laden kaufen wird MS den laden selber übernehmen, Nokia maps soll ja zb ein Bestandteil von win 8 auf allen phones werden, die werden keine Technologie Fernost überlassen
Dass Android für Nokia nix ist, hab ich von anfang an auch gesagt :P
Die Taktik kommt gut hin - weiterhin nehme ich an, dass mit Win8 ein gewisser Boom entsteht - nun wird zwar Win7.5Mango/Tango gepusht, aber alles andere wäre auch unglaubwürdig. Win8 steht vor der Türe und viele warten natürlich darauf.
Derweil fehlt MS allgemein einfach die "Fanbase" - Apple hat seine Jünger wie Google seine uhm... Wannabe-Nerds hat. Apple ist Trendy, einfach und Nutzernah, Google ist Hip, Gratis, Wannabe-"Geist des OpenSource" und überhaupt während Microsoft nur ein Kapitalistischer Riese ohne Charme ist. (Dabei muss man doch Steve Ballmer - der Schweizer unter den Managern - nur mal in seinen Zahllosen Youtube-Videos anschauen - Charismatischer gehts kaum noch :D )