Apple gesteht Marketing-Fehler beim Launch seiner dritten Generation des iPad in Australien ein. Der Tablet-Hersteller gibt zu, möglicherweise Verbraucher falsch informiert zu haben, und erklärt sich damit einverstanden, wie von einem Gericht verordnet eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 1,81 Millionen Euro zu zahlen.
Das neue iPad 3. Generation | (c) Areamobile
Wie in Deutschland hatte Apple in den ersten drei Monaten nach dem Marktstart das neue iPad in der mobilfunkfähigen Version mit dem weltweit genutzten Zusatz "Wifi + 4G" beworben. Damit implizierte der Hersteller, das neue iPad sei kompatibel mit dem LTE-Netzwerk in Australien und unterstütze auch dort Datenübertragungsraten jenseits der 42 Megabit pro Sekunde im Downstream, die beim mobilen Surfen mit dem Gerät via DC-HSPA+ erreicht werden können. Allerdings unterstützt das iPad 3. Generation - so wie auch in Deutschland - nicht die in Australien eingesetzten LTE-Frequenzbereiche, sondern nur die amerikanischen. Deshalb können Besitzer des neuen iPad das Tablet in Australien nicht für LTE-Dienste nutzen.
Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde ACCC hatte im März dieses Jahres aufgrund der irreführenden Bezeichnung des neuen iPad den Fall vor Gericht gebracht. Ein Gericht in Melbourne hat jetzt Apple dazu verurteilt, eine Strafe in Höhe von umgerechnet 1,81 Millionen Euro zu zahlen (AZ.: VID 271, 2012).
Bereits im März hatte Apple auf die Kritik der australischen Verbraucherschützer reagiert und Käufern des UMTS- bzw. LTE-fähigen iPad eine Entschädigung angeboten. Außerdem hatte das Unternehmen die Verpackungen des neuen iPad mit einem Aufkleber versehen, der auf die Inkompatibilität des Tablets mit den in Australien eingesetzten 4G-Netzwerken. Im Mai hatte Apple zudem in Australien, Deutschland und anderen Ländern die Bezeichnung des Tablets in "iPad Wifi + Cellular" geändert.
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Du bist nicht dabei?portokassa?
@ woschtsupp, In Deutschland, genauer hier bei AM wurde Apple für die hier nicht nutzbare "4G Werbung" von Einigen hier in Schutz genommen und die, die es wagten zu kritisieren, wurden mit "Ihr müsst mal richtig lesen" und so weiter abgespeist ;).
Ein Tropfen auf den heißen Stein :-D
nohtz
Yep...das ist nach 4 Pils immer so ;-)
du weisst jetzt schon, dass dir kartoffelchips runterfallen werden?
-->bauchgefühl? *ggg*
Ich wollte nur auf den Unterschied der Rechtssysteme hinweisen. Ob ein Gericht entscheidet, dass eine irreführende Werbung vorliegt oder nicht ist nie so richtig vorauszusagen, gerade bei so einem Grenzfall wie hier.
Aber in Deutschland wäre die Folge - bei einer Niederlage von Apple - im Gegensatz zu einer Strafzahlung eben nur die Verpflichtung zukünftig nicht mehr solche Werbung zu machen.