Der Smartphone-Hersteller Research In Motion (RIM) steckt in einer Krise. Das einstige Aushängeschild für Geschäftskunden findet immer weniger Abnehmer für seine Smartphones. Jetzt sucht der Hersteller einem Zeitungsbericht zufolge nach Alternativen zur existierenden Unternehmensstruktur, um wieder wettbewerbsfähig zu werden.
Der angeschlagene Blackberry-Hersteller RIM überlegt angeblich, das Smartphone-Geschäft abzutrennen und als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen oder zu verkaufen. Auch eine Abspaltung des Messaging-Dienstes stehe im Raum. Amazon und Facebook sollen potentielle Interessenten sein, berichtet die britische Zeitung The Sunday Times, allerdings ohne Nennung von Quellen.
RIM verbuchte im ersten Quartal 2012 erstmals Verluste in Höhe von 125 Millionen US-Dollar. Grund sind die rückläufigen Absatzzahlen bei den Blackberry-Smartphones. Der neue Chef von RIM, Thorsten Heins, kündigte daher an, die bisherigen Strategien zu überdenken und neue Optionen auszuloten. Eine Abtrennung des Hardware-Geschäfts würde für RIM allerdings keinen Sinn machen, zumal die Menge der Interessenten auf dem Weltmarkt begrenzt ist, wie schon das Beispiel Motorola zeigte. Und Amazon oder Facebook können sich ihre Handys auch von chinesischen Herstellern wie Quantas, Pegatron und Foxconn bauen lassen.
Wahrscheinlicher ist, dass RIM überlegt, die enge Verzahnung von Hard- und Software zu lösen, um der Blackberry-Plattform unabhängig von den Smartphones weitere Wachstumsmöglichkeiten zu eröffnen.
[Update, 16 Uhr] RIM hat mittlerweile die Gerüchte kommentiert. In einer Mitteilung heißt es: "RIM hat bereits vor einiger Zeit Berater engagiert, die uns bei der erfolgreichen Weiterentwicklung der BlackBerry Plattform durch Partnerschaften, Lizensierungsoptionen und strategischen Alternativen zu unserem Business-Modell unterstützen. Wie der RIM-CEO Thorsten Heins bereits zur Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen (Q4 – 2012) betonte, 'sei der beste Weg, einen Mehrwert für unsere Stakeholder zu entwickeln, in dem wir unseren Plan der Firmenrestrukturierung erfolgreich umsetzen'. Diese Aussage hat weiterhin Bestand." [Update-Ende]
Um ein BlackBerry im Internet zu nutzen, ist die BlackBerry Option nicht zwingend erforderlich. Nur ein Häkchen unter Einstellungen wegnehmen und das Handy funktioniert wie jedes andere auch.
Es gibt auch Anbieter die im Prepaidbereich die die Blackberry Option anbieten. (zb. Vodafone mit dem Tarif Callya Smartphone Fun wo ich für 10 bzw. 15€ eine SMS-Flat in alle Netze, Internetflat und Blackberry Option bekomme. Selbst bei vielen Laufzeitverträgen, kann die Option kostenlos zugebucht werden.
Gerade die Option bzw. die Anbindung an den BlackBerry Server machen das Gerät doch aus. Ich als Nutzer, spare dadurch viel Akku, Volumen, Zeit, Nerven, Geld und UMTS (außer Youtube und andere Videoplattformen)… Ich surfe mit GPRS schneller im Internet als jedes Android oder Iphone.
Zu hoffen wäre es fast, wenn dadurch die Zwangsanbindung zum Blackberryserver wegfaellt. Die Hard- bzw. Software sind ansich gelungen. Nur nicht jeder will von seinen Anbieter, und sei es Prepaid, gleich auf einen Festvertrag mit BB-Option wechseln.
Solange die anderen Stärken erhalten bleiben.
Als ich vor einem halben Jahr mal Interesse an einem BB hatte, war die Option noch zwingend notwendig.
Zwingend notwendig im Sinne von: Man kann es auch ohne nutzen, hat dann aber ein absolutes Dumbphone.
Und wenn ich jetzt mal google bemühe, finde ich genug Foreneinträge aus dem letzten Monat, die das bestätigen: BB ohne Option funktioniert. Aber wirklich nur rudimentär.