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Autor: Björn Brodersen 28.06.2012 - 08:12 | (16)

Android 4.1 Jelly Bean: Die neue Android-Version läuft "butterweich"

Neben dem Tablet-Modell Nexus 7 hat Google auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco auch die neue Betriebssystemversion Android 4.1 Jelly Bean vorgestellt. Jelly Bean setzt auf Ice Cream Sandwich auf und soll wesentlicher schneller und flüssiger laufen. Dazu bietet das neue System eine überarbeitete Oberfläche und eine neue Suche.

Android 4.1 Jelly Bean: Die neue Android-Version läuft

Google I/O 2012: Google stellt Android 4.1 Jelly Bean vor | (c) Google / Areamobile

Die Maßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass Android in der Jelly-Bean-Variante und Anwendungen schneller und flüssiger läuft als bisher, hat Google unter dem Projektnamen "Butter" entwickelt. Dazu gehören etwa Triple Buffering, eine konstante Bildwiederholrate von 60 Bildern pro Sekunde bei Animationen und verbessertes Reagieren auf Touch-Eingaben. Im Zeitlupenvideo demonstrierte Google den Geschwindigkeitszuwachs von Anwendungen unter Jelly Bean, indem es die neue Android-Version und Ice Cream Sandwich nebeneinander auf demselben Smartphone-Modell laufen ließ.

Google I/O 212: Google stellt Android 4.1 Jelly Bean, das Tablet Nexus 7 vor | (c) Google / Areamobile

Google I/O 2012: Jelly Bean und Ice Cream Sandwich im Geschwindigkeitsvergleich | (c) Google / Areamobile

Überarbeitete Oberfläche und Notifications

Auch an der Benutzeroberfläche hat Google Veränderungen vorgenommen. So passen sich Widgets und Icons je nach Platz auf dem Homescreen automatisch in Anordnung und Größe an und auch die Notifications-Ansicht kann vergrößert werden, um mehr Informationen ablesen oder jetzt auch Bilder ansehen zu können. Zudem können Nutzer bei Android 4.1 Jelly Bean aus den Notifications heraus direkt in bestimmte Anwendungen wechseln und beispielsweise aus einer Benachrichtigung über einen verpassten Anruf einen Rückruf starten, aus einem Hinweis auf eine eingegangene Gmail-Nachricht eine Vorschau dieser E-Mail aufrufen oder aus einer Terminerinnerung heraus eine Mail an alle Meeting-Teilnehmer versenden.

Google I/O 212: Google stellt Android 4.1 Jelly Bean, das Tablet Nexus 7 vor | (c) Google / Areamobile

Google I/O 2012: Homescreen von Android 4.1 Jelly Bean | (c) Google / Areamobile

Sprachsuche und Google Now

Zudem hat Google in der neuen Android-Version den Funktionsumfang erweitert und bestehende Anwendungen überarbeitet. Unter anderem gibt es eine neue Suche mit überarbeiteter Oberfläche, Sprachsuche und -Antworten sowie einem Google Now genannten Feature, das den Nutzer automatisch "durch die passende Information zur rechten Zeit" im Alltag unterstützt. So erinnert Google Now den Nutzer eines Jelly-Bean-Smartphones zum Beispiel rechtzeitig an einen Termin und zeigt ihm, wie lange er voraussichtlich für die Anfahrt zum Treffpunkt benötigen wird. Je nachdem, wo sich der Nutzer gerade aufhält, liefert Google Now auf Karten Informationen zu Abfahrtszeiten von Zügen, Abflugszeiten oder auch Restaurants in der Umgebung. Oder Google Now hält den Nutzer stets mit Neuigkeiten über sein Lieblings-Team im Sport auf dem Laufenden oder warnt den Pendler vor der Fahrt zur Arbeit vor Stau - alles, ohne dass der Nutzer selbst diese Informationen anfordern muss. Dazu greift Google Now auf die zuvor von Google gesammelten Daten über den Nutzer zu - das allerdings wird nicht jedem gefallen. Die neue Suche soll darüber hinaus gesprochene Suchanfragen besser verstehen als bisher, schneller auf Suchanfragen reagieren und ähnlich wie Siri oder S-Voice Suchergebnisse auch per Sprache ausgeben, und zwar kontextbezogene Ergebnisse auf Basis von Knowledge Graph.

Chrome-Browser, Spracheingaben, Android Beam und mehr

Weitere Neuerungen: Erstmals ist mit Jelly Bean der Chrome-Browser der Standard-Browser von Android, der sich durch einen geringeren Speicherbedarf auszeichnen und schnelleres Zommen und Scrollen erlauben soll. Per Wischgesten lassen sich im Kamera-Modus gerade aufgenommene Bilder schneller als bisher kontrollieren oder löschen. Die virtuelle Tastatur unterbreitet dem Nutzer beim Tippen über Einblendungen Wortvorschläge (Predictive Keyboard, zunächst nur für US-Englisch), die mit der Zeit immer zutreffender werden sollen. Zudem können Nutzer bei Jelly Bean Spracheingaben auch ohne bestehende Internet-Verbindung vornehmen (offline Voice Typing). Die NFC-Anwendung Android Beam erlaubt künftig die Übertragung von Fotos und Videos, per NFC oder Bluetooth koppeln sich zwei entsprechende Smartphones durch bloßes Aneinanderhalten automatisch miteinander (Instant Pairing).

Google I/O 212: Google stellt Android 4.1 Jelly Bean, das Tablet Nexus 7 vor | (c) Google / Areamobile

Google I/O 2012: Android 4.1 Jelly Bean bietet Smart App Updates| (c) Google / Areamobile

App-Verschlüsselung und Smart App Updates

Android 4.1 Jelly Bean ermöglicht es auch Anwendungen festzustellen, einen Download zu unterbinden, wenn dieser über einen nach Datenvolumen abgerechneten mobilen Internetzugang oder per Tethering erfolgen soll. Die Inhalte kostenpflichtiger Apps im Google Play Store werden vor dem Download mit einem gerätespezifischen Schlüssel versehen und dank "Smart App Updates" werden bei App-Aktualisierungen künftig nur noch die Daten für die überarbeiteten Bestandteile der App übertragen, was den Update-Vorgang verkürzen und Datenvolumen sparen soll.

Jelly Bean für aktuelle Android-Smartphones und -Tablets

Ab Mitte Juli wird Google den eigenen Angaben zufolge mit dem Upgrade-Prozess für aktuelle Android-Smartphones beginnen. Android 4.1 Jelly Bean werden als erstes das Galaxy Nexus und das Nexus S per OTA-Update erhalten, im Tablet-Bereich wird der Anfang beim Motorola Xoom gemacht. In den USA, Kanada und Australien geht Mitte kommenden Monats auch das neue Google-Tablet Nexus 7 mit der neuen Android-Version an den Start.

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Kommentare
  1. 29.06.12 09:45 Ponyslayer (Advanced Member)

    @ GonzoDr

    So würde ich das nicht verstehen, was ich dem Bericht entnehme ist, dass jetzt mehr Hardwareleistung dem UI zur Verfügung gestellt wird um an der Oberfläche zu keinem Zeitpunkt mehr Ruckler zu zulassen. Ob die Oberfläche mit 30 oder 60 FPS gerendert wird ist für die Geschwindigkeit nicht entscheidend und sagt auch nichts über die Effizienz des Systems aus. 60 FPS sehen halt nur flüßiger aus.

  2. 29.06.12 06:59 GonzoDr

    Ist schon komisch, dass die nächste Version aufeinmal doppelt so schnell laufen kann wie das doppelt so schnelle ICS. Das heißt Leute die noch GB benutzen, benutzen eigentlich einen ineffizienten.... Kack :-)

  3. 29.06.12 00:10 torcida (Advanced Member)
    lol

    "Die neue Android-Version läuft "butterweich"

    Gibt es sonst keine Verkaufsargumente...? Wäre doch peinlich wenn ein Quad-Core-Gerät nicht "butterweich" laufen würde!

  4. 28.06.12 16:45 pixelflicker (GURU)

    Das Update von ICS auf JB ist ja nicht so groß, da sollten die Hersteller hoffentlich schneller reagieren können. Ich hoffe, dass man auf dieses Update nicht so lange warten muss.



    > "Project "Butter" für Jelly Bean. Herrlich, die Projektnamen von Google. ;-)" [Aladan]
    Ja, ich finde das auch gut, lockert das ganze ein bisschen auf und sie ziehen es sehr konsequent durch. Butter passt super zu den Süßspeisen, leider passte Majel nicht wirklich rein, das ist schon extrem Nerdig.


    > "Butterweich :D ...hat man das nicht bei jeder Version behauptet ;)" [NeRkO20]
    Also ich kann mich zumindest nicht dran erinnern.

  5. 28.06.12 15:02 NeRkO20 (Member)

    Butterweich :D ...hat man das nicht bei jeder Version behauptet ;)

    Bis das auf die Phones kommt wird wahrscheinlich Android 5.0 vorgestellt....

  6. 28.06.12 14:11 Ponyslayer (Advanced Member)

    Naja beim S3 läuft alles bereits butterweich. Ich bin gespannt wie es mit JB sich verändern wird. Worauf ich gespannt bin, ist der Chrome Browser, wenn es nur die Chrome Beta sein wird, die man im Play Store laden kann, dann will ich den Android Standardbrowser zurück. Beim Chrome läuft zwar das Scrollen und Zoomen lagfrei, also mit konstanter FPS, aber bei weitem nicht so weich wie beim Standardbrowser.

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