Apple und Proview haben den Namensstreit um das iPad beigelegt. Der iPad-Hersteller aus Cupertino hat in einen Vergleich eingewilligt und zahlt dem Unternehmen aus Südchina 60 Millionen Dollar. Dafür besitzt Apple jetzt auch die Rechte an dem Markennnamen in China.
Das neue iPad | (c) Areamobile
China ist nach den USA der zweitwichtigste Markt für Apple, hier erzielt der Hersteller einen großen Teil seiner Absatzzuwächse. Umso wichtiger ist es für Apple, hier ungestört iPhone und iPad vermarkten zu können. Dem iPad drohte aber ein Verkaufsstopp in China, weil das Unternehmen Proview Shenzhen wegen der Verletzung der Namensrechte vor mehreren Gerichten gegen Apple klagte. Berichten zufolge hatte Proview auch schon erfolgreich lokale Gewerbeämter mobilisiert, die damit begannen, das Tablet von Apple zu beschlagnahmen.
Apple hatte zwar im Jahr 2009 für 35.000 britische Pfund von der taiwanischen Proview Electronics die weltweiten Rechte an dem Markennamen iPad erworben. Doch die chinesische Schwesterfirma Proview Shenzhen gab an, an dem Geschäft nicht beteiligt gewesen zu sein und immer noch die Namensrechte für China zu halten. Der Auftragsfertiger für Monitore und Flachbildfernseher hatte daraufhin im Jahr 2010 Apple wegen der Markenrechte an der Bezeichnung iPad verklagt und bekam Ende 2011 von einem chinesischen Gericht Recht. Proview hatte einst einen Ipad genannten Computer vorgestellt und sich in den Jahren 2001 bis 2004 die weltweiten Namensrechte gesichert, Ipad steht hier für Internet Personal Access Device.
Das oberste Gericht von Guangzhou, das von Anfang an einen Vergleich zwischen den beiden Parteien angestrebt hatte, erklärte jetzt den Rechtsstreit zwischen Apple und Proview für beendet. Das berichtet die New York Times. Ein Proview-Anwalt sagte, beide Seiten könnten mit dem Vergleich leben, auch wenn sich das chinesische Unternehmen einen Betrag von bis zu 400 Millionen Dollar erhofft habe. Proview Shenzhen wurde dem Bericht zufolge von mächtigen chinesischen Banken unterstützt, die zu den Gläubigern des finanziell angeschlagenen Unternehmens zählen.
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Du bist nicht dabei?"Wenn das iPad 3 das letzte seiner Art wäre bestimmt, es werden aber mit Sicherheit noch viele Modelle im zweitwichtigste Markt folgen und deswegen hätte man bestimmt nicht wegen peanuts den Namen gewechselt der ja auch für etwas steht, weltweit."
Man kann aber
a) nicht länger als 2 Jahre planen und
b) die Verzinsung des Betrages negieren..
"Mich wundert es aber, warum Apple nicht den Namen iPad in's Chinesische übersetzt hat und es normal weiter verkauft. "
Weil der Schriftzug nicht nur ein Markenname, sondern auch ein Markenzeichen ist und somit die Funktion eines Produktlogos übernimmt.
Volkswagen übersetzt seinen Namen auch nicht schnell für China ins chinesische.
"Fakt ist- alles hat irgendwo einen Grenzpreis und ich denke mal Proview hat diesen bis Anschlag ausgereizt. Sobald apple nicht mehr daran glaubt das man mit ipadverkäfen in China die Summe nicht mehr reinholen kann , kann sich proview auch schnell auf die Namnesrechte ein Ei backen."
Wenn das iPad 3 das letzte seiner Art wäre bestimmt, es werden aber mit Sicherheit noch viele Modelle im zweitwichtigste Markt folgen und deswegen hätte man bestimmt nicht wegen peanuts den Namen gewechselt der ja auch für etwas steht, weltweit.
Mich wundert es aber, warum Apple nicht den Namen iPad in's Chinesische übersetzt hat und es normal weiter verkauft.
"Ich hätte es an Proview Stelle nicht gemacht, denn wenn Apple schon 60 Millionen zahlt, dann wäre wohl noch einiges mehr für Proview drin gewesen. "
Proview Forderung betrug 400 Millionen. Bekommen haben sie aber "nur" 60 Millionen. Also versucht haben sie's schon, aber anscheinend war eben nicht "mehr drin".
mak
"Ich hätte es an Proview Stelle nicht gemacht, denn wenn Apple schon 60 Millionen zahlt, dann wäre wohl noch einiges mehr für Proview drin gewesen. "
Was ein Satz- wenn da jetzt 200 Mio gestanden hätte könntest Du es genauso sagen..oder bei 2 Millarden.
Fakt ist- alles hat irgendwo einen Grenzpreis und ich denke mal Proview hat diesen bis Anschlag ausgereizt. Sobald apple nicht mehr daran glaubt das man mit ipadverkäfen in China die Summe nicht mehr reinholen kann , kann sich proview auch schnell auf die Namnesrechte ein Ei backen.
"Hätte ich an Apples Stelle nicht gemacht."
Ich hätte es an Proview Stelle nicht gemacht, denn wenn Apple schon 60 Millionen zahlt, dann wäre wohl noch einiges mehr für Proview drin gewesen.
"Volkswagen übersetzt seinen Namen auch nicht schnell für China ins chinesische."
Für seine Modelle aber schon, die haben alle chinesische Schriftzüge anstatt Volkswagen.
http://www.handelsblatt.com/images/volkswagen-auf-rekordfahrt-in-china/6817254/3.jpg?format=format3
Ebenso hätte es Apple ja auch machen können falls das etwas an der Situation geändert hätte.