Nach der der Telekom und der Telefónica haben weitere Mobilfunkanbieter Unterstützung für das Mobil-Betriebssystem Mozilla signalisiert. Das im Februar unter der Bezeichnung Boot to Gecko vorgestellte Betriebssystem für Smartphones und Tablets soll künftig als Mozilla Firefox OS fortgeführt werden.
Mozilla Firefox OS ⎪ (c) Hersteller
Nach der Telekom und der Telefónica wollen auch andere große Mobilfunkbetreiber wie die Telecom Italia, Telenor, und Sprint Mozillas Mobil-System unterstützen. Das in Mozilla Firefox OS umbenannte Betriebssystem, an dem auch der Chiphersteller Qualcomm beteiligt ist, soll auf sehr preisgünstigen Smartphones und Tablets zum Einsatz kommen. Das System basiert wie berichtet auf offenen Standards wie HTML, JavaScript und CSS und benutzt frei verfügbare Elemente von Android wie den Linux-Kernel als Unterbau für die Rendering-Engine Gecko, die auch im Firefox-Browser verwendet wird. Dazu entwickelt die Stiftung eigene Schnittstellen für die Basisfunktionen eines Handys wie Telefonie, den SMS-Versand oder die Kamera, die später kostenfrei von allen genutzt werden können. Die Gaia genannte Benutzeroberfläche besteht aus einer Ansammlung von Web- bzw. HTML5-Apps, die auf dem Telefon oder Tablet installiert werden können, über den Mozilla Marketplace können die Nutzer zusätzliche Applikationen herunterladen.
Die Geräte mit dem Boot to Gecko genannten OS richten sich vor allem an Nutzer in Schwellenländern, doch auch hierzulande dürften zumindest einige dieser Geräte in den Handy-Shops zu finden sein. Erste Smartphones mit Firefox OS sollen Anfang 2013 in Brasilien unter der Telefónica-Marke Vivo auf den Markt kommen. Laut Mozilla haben die Hersteller TCL Communication Technology (Alcatel One Touch) und ZTE angekündigt, Geräte mit dem Mozilla-Betriebssystem mit Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm zu bauen. Ursprünglich sollten erste Geräte mit Boot to Gecko bzw. Firefox OS bereits gegen Ende dieses Jahres herauskommen.
Die Bedingungen, die Boot to Gecko an die Hardware stellt, sind den Angaben der Entwickler auf dem Mobile World Congress zufolge ein 600-Megahertz-Prozessor sowie 256 Megabyte Arbeitsspeicher. In einem Video vom MWC könnt ihr euch einen ersten Eindruck von Firefox OS verschaffen.
@pixelflicker: Im September will HP die fertige Version von Open WebOS veröffentlichen. Das Enyo-Framework ist bereits als Open Source verfügbar.
"Da hast du natürlich recht, aber das hat ja nichts mit der Frage zu tun für was Mozilla das macht.
Doch , genau das ist die Frage- dennetwas zu tun was keiner forciert ist sinnlos.
"Wobei das System doch eigentlich super für Firmen wie Nokia wäre um damit die Billig-Schiene zu versorgen, so müssten sie kein Android des Erzfeindes nehmen und hätten ein offenes System, bei dem sie keine Angst haben müssen, dass jemand wie Google ihnen was vorsetzt, was ihnen nicht passt. "
Tja...dummerweise ist es ja dam,it nicht getan- wer ist der Depp der in den Aufbau eines Ökosystems investiert. Die Billigandroiden und Billig wps laufen vielleicht etwas ruckeliger-aber das Ökosystem ist mit immensem Vorsprung vorhanden.
"Sie würden sich viel weniger abhängig machen als es bei Android der Fall ist."
Was willste denn bei Nokia mit android??
Grundsätzlich ist es ja nicht falsch was Du schreibst- nur negiert es wieder komplett die Kosten. Die Hersteller verdienen derzeit eh schon nix- woher die Kohle nehmen.....
WEnnd as OS dann auch für alle für lau ist geht es dann auch wieder nur übver den Preis- also wäre nichts gewonnen.
"Ob WP alleine für Nokia reichen wird, bezweifle ich bei den vielen Modellen die die haben"
Ob dann das der richtige Weg wäre wage ich zu bewzweifeln
[impuls]
> "stimmt. Hey war das nicht auch der Kerngedanke bei web OS? "
Hmm, so viel ich weiß war WebOS immer closed source, also alles andere als offen. Wo aber eine Gemeinsamkeit liegt ist bei den Apps, WebOS hat wohl auch primär auf Web-Techniken (HTML und Javascript) bei der App-Entwicklung gesetzt.
[ChrisRhode]
> "Und dann könnte ich mir vorstellen, dass sie auf jedem Firefox laufen, also auch unter Android."
Ich denke auch, dass das das Ziel von Mozilla ist und begrüße das auch sehr, so könnte man endlich vernünftige Web-Apps für alle entwicklen, nur iOS könnte mit seinem Safari-zwang wieder ein Problem werden.
[Bocadillo]
> "Es müßte sich aj noch jemand (beklopptes ) finden der viel Geld in das bekennende Billig-OS steckt."
Da hast du natürlich recht, aber das hat ja nichts mit der Frage zu tun für was Mozilla das macht.
Wobei das System doch eigentlich super für Firmen wie Nokia wäre um damit die Billig-Schiene zu versorgen, so müssten sie kein Android des Erzfeindes nehmen und hätten ein offenes System, bei dem sie keine Angst haben müssen, dass jemand wie Google ihnen was vorsetzt, was ihnen nicht passt. Sie würden sich viel weniger abhängig machen als es bei Android der Fall ist. Ob WP alleine für Nokia reichen wird, bezweifle ich bei den vielen Modellen die die haben. Auch für Samsung und SE wäre es ein günstiges zweites Standbein ohne ein eigenes OS entwickeln zu müssen.
[Laborant]
> "wenns nicht flüssig läuft, packen wir eben nen Quadcore rein"
Das stimmt so auch nicht. Google arbeitet sehr intensiv daran Android zu verbessern. Project Butter ist ja ein Beweis dafür.
> "HTML5 ist - mal ganz ehrlich - immer noch für Webseiten gemacht."
Das stimmt schon, aber wenn wir ehrlich sind, dann sind 90% der Apps nichts anderes als mobile Websites, fast alles könnte man auch mit HTML umsetzen, zumal das eigentlich früher der Weg war, den Apple gehen wollte - bevor sie die Idee hatten, dass man mit einem Store gut Geld machen kann.
Nunja...
Schauen wir mal, was es in Zukunft für Billig-Geräte geben wird. Unter berücksichtigung der Preisentwicklung der Hardware.
Die S40-Asha-Geräte haben einen 1GHz-Prozessor drin - wenn man das ausschmückt, kann man WinPhone7.8 Geräte (oder Tangos) zu ähnlichen Konditionen verschachern wie S40-Geräte. Dann wird es auch weiterhin billige Androiden geben, wobei diese natürlich nicht allzu Fluffig laufen. Android gepaart mit schwacher HW eben. Aber das ist eben der Moderne Weg - wenns nicht flüssig läuft, packen wir eben nen Quadcore rein ;)
Diese beiden Betriebssysteme haben schonmal den Vorteil, dass sie neben HTML5-Apps auch Silverlight bzw Android-Apps abspielen können, was einfach mal für mehr Möglichkeiten seitens der Programmierer sorgt. HTML5 ist - mal ganz ehrlich - immer noch für Webseiten gemacht... und nicht für Programme ;)
Ob Nokia sein Billigsortiment voll mit Tangos ausbaut, oder ob sie S40 mit NokiaOS weiterentwickeln oder ob sie Smarterphone/Meltemi irgendwie rausbringen, wissen wir noch nicht - auf alle Fälle sollte ein solches OS gewisse Vorteile gegenüber Tango bringen.
Weiterhin braucht ein betriebssystem - sei es FirefoxOS, sei es UbuntuMobile, sei es MeeGo, sei es Moblin, sei es Tizen, sei es Nemo, sei es Symbian (die alle sind/waren nämlich OpenSource) - einen HardwareHersteller, der das OS auch nutzt. Von ein paar Fans, welche ihre N9/Galaxy/iPhone-dingens umflashen kommt noch kein Marktanteil zustande.
Okay, auch ich freue mich über HTML5 - zumal dann auch mein N9 auf die selben Apps zugreifen kann, wie es andere auch können :P
Birk
"Für mich persönlich ist ja "Offen und Frei" schon ein Wert an sich. Aber ich denke mal das Firefox OS wird sich sehr, sehr schwer tun. Es kommt ja nicht wie bei dem Browser "nur" auf Kompatibilität an, sondern vor allem um das Ökosystem drumherum. "
SEhr schwer tun ist eher gelinde gesagt. Es müßte sich aj noch jemand (beklopptes ) finden der viel Geld in das bekennende Billig-OS steckt.
Spätestens daran wird es scheitern.
> aber das Ökosystem ist mit immensem Vorsprung vorhanden.
Sehe ich auch so. Das Ganze Drumherum (sprich Ökosystem) macht den Unterschied. Und damit sind nicht nur die Apps gemeint. Ich glaube nicht an Firefox OS, aber man weiß ja nie.
Nokia wird wohl die günstige Schiene mit WP7 ausstatten. Die Hardwareanforderungen sind mittlerweile fast Lowend.