Huawei will sich in den kommenden Jahren unter den Top 3 der Handy-Hersteller etablieren. Dafür dringt das Unternehmen jetzt auch in den Highend-Bereich von Smartphones vor. Doch der Weg nach oben ist noch weit.
Huawei Ascend P1 ⎪ (c) Areamobile
"Wir sind anders. Wir müssen anders sein!" Mit diesen Worten gab der für das Deutschland-Geschäft zuständige Manager Lars-Christian Weisswange die Marschroute für den chinesischen Hersteller Huawei vor. Huawei bringt in der kommenden Woche mit dem Ascend P1 sein erstes Highend-Smartphone in Deutschland heraus. Doch im Vergleich mit den Top-Geräten der Konkurrenz kann das neue Huawei-Handy nur in Sachen Design mithalten - Samsung, HTC und LG Electronics haben längst Smartphones mit Vierkern-Prozessoren im Markt, während das Ascend P1 von einem 1,5 Gigahertz leistenden Dual-Core-Prozessor von Texas Instruments angetrieben wird. Nicht ohne Grund steht beim TV-Werbespot für das neue Huawei-Smartphone ("Clever sah nie besser aus") das Design und nicht die Technik im Vordergrund. Huawei hatte im Februar dieses Jahres auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress ebenfalls ein Quad-Core-Handy mit selbst entwickeltem Chipsatz angekündigt, doch der Marktstart des Ascend D Quad genannten Geräts verzögert sich bis mindestens zum August eben wegen Problemen mit dem K3V2 genannten Prozessor.
Weisswanges Worte sind aber Ausdruck des Selbstbewusstseins, das das Unternehmen mittlerweile auch in Europa an den Tag legt. Schon vor dem Mobile World Congress hatte Huawei mit vollmundigen Ankündigungen im Vorfeld die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dass das damals in Barcelona vorgestellte Quad-Core-Smartphone nicht pünktlich in die Läden kommt, ist ein Rückschlag für das Unternehmen, das sich in Deutschland und anderen europäischen Ländern erst noch einen Namen bei den Nutzern von Smartphones machen muss. Doch die Chinesen wissen selbst, wie schwierig es sein wird, die Gunst der hiesigen Konsumenten zu gewinnen. Deshalb suchen sie die Zusammenarbeit mit Mobilfunkbetreibern und Distributoren wie Mobilcom-Debitel, The Phone House, Brightpoint und 20:20.
Nach den Absatzzahlen ist Huawei mittlerweile der sechstgrößte Handy-Hersteller der Welt. Im vergangenen lieferte das Unternehmen 140 Millionen Mobiltelefone aus, drei Viertel dieser Geräte gingen dabei in den Export in über 140 Länder. In den kommenden Jahren will Huawei unter die Top 3 der Handy-Hersteller aufrücken und baut dabei auch auf sein starkes LTE-Patentportfolio. Für 2012 hat sich der Hersteller das Ziel gesetzt, rund 100 Millionen Mobiltelefone zu verkaufen, darunter 60 Millionen Smartphones. Zudem investiert das Unternehmen verstärkt in Entwicklung und Forschung, baut seine Präsenz in anderen Ländern aus und setzt mittlerweile auf internationale Teams. Die eigene Chip-Lösung für mobile Endgeräte soll künftig auch anderen Unternehmen angeboten werden, im Honour und im Ascend P1 kommt eine von Huawei stammende Energie-Management-Technologie zum Einsatz, und in China hat der Hersteller gerade eine eigene, Emotion UI genannte Benutzeroberfläche von Android-Smartphones und -Tablets vorgestellt.
Emotion UI steht nur Nutzern in China zur Verfügung. Die Benutzeroberfläche für Android-4-Geräte wie das Ascend P1, das Huawei Honour und später wohl auch das Ascend D Quad bietet zusätzliche Dienste wie einen Sprachassistenten und Zugang zu Huaweis Cloud-Dienst sowie einen neuen personalisierbaren Homescreen und soll vor allem leicht bedienbar sein. Weisswange gab gestern auf dem Launch-Event für das Ascend P1 in München zu, dass Huawei auch an einem Konzept für eine Benutzeroberfläche für die in Europa vermarkteten Android-Smartphones arbeitet - das Emotion-UI aus China hierher übertragen will das Unternehmen nicht. Eine solche eigene Benutzeroberfläche soll jedoch nur leichte Veränderungen gegenüber dem klassischen Android-UI mitbringen und zwar dort, wo die Google-Variante nach Ansicht von Huawei Schwächen aufweist. Und Nutzer werden laut Weisswange dann eine Möglichkeit haben, auf ihrem Smartphone das Huawei-UI abzuschalten und weiterhin das Vanilla UI von Google zu nutzen.
Wenn das 449 Euro (UVP) teure Ascend P1 in der kommenden Woche zunächst noch mit Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich in den Verkauf geht, kann Huawei auch ein Smartphone aus dem gehobeneren Segment vorweisen. Den Einsteiger- und den günstigeren Mittelklasse-Bereich deckt das Unternehmen bereits mit Geräten wie dem Ideos X3, Vision, Honour, Ascend Y200 und Ascend G300 ab. Den wahren Highend-Bereich nimmt der Hersteller aber erst mit dem Ascend D Quad in Angriff, das sich dann an Konkurrenz-Geräten wie dem Samsung Galaxy S3, HTC One X oder dem LG Optimus 4X HD messen lassen muss.
Der englischsprachige Begriff "ascend" lässt sich mit "aufsteigen" übersetzen. Mit dem Ascend P1 nimmt Huawei die nächste kleine Stufe auf dem Weg nach oben.
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Du bist nicht dabei?Ein Glück werden die direkt vom Chinesischen Staat gesponsert :-D
Die Handys. Von dem Hersteller, sieht irgendwie billig und von anderen abgeguckt aus.
"Im vergangenen lieferte das Unternehmen 140 Millionen Mobiltelefone aus, drei Viertel dieser Geräte gingen dabei in den Export in über 140 Länder. In den kommenden Jahren will Huawei unter die Top 3 der Handy-Hersteller aufrücken und baut dabei auch auf sein starkes LTE-Patentportfolio. Für 2012 hat sich der Hersteller das Ziel gesetzt, rund 100 Millionen Mobiltelefone zu verkaufen, darunter 60 Millionen Smartphones."
was ist denn da wieder los?
erstens fehlt da ein wort "Im vergangenen ______ lieferte..."
außerdem ist das ziel 2012 100mio. geräte auszuliefern nicht besonders ambitioniert wenn man im vergangenen jahr (???) 140mio. ausgeliefert hat
da steckt irgendwo der fehlerteufel drin, bitte um korrektur