Smartphone-Apps helfen im Alltag, doch viele der kleinen Programme sind in Verruf geraten, weil sie ungefragt persönliche Daten der Nutzer abgreifen und versenden. Mehrere App-Anbieter haben deshalb eine Initiative zur Einhaltung des Datenschutzes ins Leben gerufen.
IVA-Logo | (c) Initiative
Etliche Apps für Smartphones und Tablets greifen ungefragt auf persönliche Daten der Nutzer auf dem mobilen Endgerät zu und versenden diese an Server der Betreiber. Das haben vor kurzem Tests der Stiftung Warentest und des NDR-Medienmagazins Zapp ergeben. Die abgegriffenen Daten beinhalten etwa Informationen zur Person und ihrem jeweiligen Aufenthaltsort, zu den Kontakten im Adressbuch und zur Hardware-Kennung des Geräts. Unternehmen können damit zum Beispiel Kundenprofile erstellen und individuell zugeschnittene Werbung ausliefern. Datenschützer kritisieren daran, dass dieses Auslesen der persönlichen Informationen durch Apps oftmals heimlich im Hintergrund ohne vorherige Zustimmung der Nutzer erfolgt.
Die App-Anbieter Aboalarm, Barcoo, Mehr-tanken und Reposito wollen sich von diesen Vorgehensweisen distanzieren und haben einen Ehrenkodex zur Einhaltung des Datenschutzes im App-Bereich ausgerufen. Unter dem Motto "Die neue Macht der Verbraucher" hat heute die Initiative Verbraucher Apps (IVA) ihre Gründung bekannt gegeben. "Die IVA ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, deren Smartphone-Apps helfen, das Informationsungleichgewicht zwischen Verbrauchern und Industrie zu verändern. Ziel ist es, die Position der Konsumenten zu stärken", heißt es in einer heutigen Mitteilung. Der Verbund versteht sich auch als zentrale Anlaufstelle rund um das Thema verbraucherschützende Apps im deutschsprachigen Raum für Politik und Verbände.
Auf der Website www.verbraucher-apps.de finden Verbraucher allerdings zurzeit keine aufklärenden Informationen über die Wirkungsweise von Apps und über mögliche Risiken bei ihrer Nutzung. Stattdessen werden dort lediglich die Apps der teilnehmenden Anbieter vorgestellt, die - den Bestimmungen des Ehrenkodexes gemäß - keine versteckten Kosten oder Abo-Fallen nach sich ziehen, die deutschen Datenschutzbestimmungen einhalten und für die es einen deutschsprachigen Kunden-Support gibt. Angesichts dieses Web-Auftritts wirkt der Vorstoß der vier App-Anbieter daher zunächst eher wie eine reine Image-Kampagne.
Was haltet ihr von der Initiative für Daten- und Kostenschutzschutz bei mobilen Apps?
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