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Autor:
Björn Brodersen
| 11

Siri: Apples Sprach-Software ist Ziel von neuer Patentklage in China

Nach der Einigung im Streit mit Proview um die iPad-Namensrechte wird Apple erneut in China vor Gericht gezerrt. Diesmal geht es um den Sprachassistenten Siri.

Siri: Apples Sprach-Software ist Ziel von neuer Patentklage in China

Siri auf dem iPhone 4S | (c) Areamobile

Das Tech-Unternehmen Zhizhen Network Technology hat bereits im vergangenen Monat die chinesische Apple-Tochter Apple Computer Trading wegen Verletzung seiner Sprachsteuerung Xiao i Robot durch den iPhone-Sprachassistenten Siri verklagt. Das teilte heute das in Schanghai ansässige Unternehmen mit. Zhizhen hatte Berichten zufolge am 21. Juni die Klage gegen Apple eingereicht, ein Gericht in Schanghai ließ die Klage am 26. Juni zu. Zuvor will das chinesische Unternehmen, zu dessen Kunden China Mobile und China Telecom gehören, im Mai eine schriftliche Beschwerde an Apple geschickt haben, die aber unbeantwortet geblieben sei.

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Aus Gerichtskreisen hieß es, zurzeit fänden Vorab-Verhandlungen zwischen den beiden Parteien statt. Zwar habe Zhizhen seine Klage bislang nicht mit einer konkreten Entschädigungsforderungen an Apple verknüpft, doch sollte Apple in dem Fall für schuldig befunden werden oder eine außergerichtliche Einigung anstreben, könnte die Kompensationszahlung höher als bei der Einigung im Rechtsstreit um den Markennamen iPad mit Proview ausfallen - in jenem Fall leistete Apple eine Ausgleichszahlung in Höhe von 60 Millionen US-Dollar für die iPad-Namensrechte in China.

Die Klage dürfte Apple schon wegen ihres Zeitpunkts ungelegen kommen. Im vergangenen Monat hatte der iPhone- und iPad-Hersteller aus Cupertino auf der Entwicklerkonferenz WWDC neben der Betriebssystemversion iOS 6 eine überarbeitete Version seiner Sprachsteuerungs-Software angekündigt, die unter anderem um die Sprachen Kanton und Mandarin ergänzt wird und die chinesische Suchmaschine Baidu einbindet. Ein Rechtsstreit um etwaige Patentverletzungen durch Siri könnte den Roll-out der neuen Version in China verzögern. China ist nach den USA der zweitwichtigste Markt für Apple, hier erzielt der Hersteller einen großen Teil seiner Absatzzuwächse.

Mehr zum Thema: Siri, Smartphone-Markt, Tablet-Markt

Quelle: China Business News via Marbridge Consulting

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Kommentare
  1. 06.07.12 18:13 Tamashii (Advanced Member)
    Mich würde mal interessieren...

    ...ab wieviel Prozessen dieser Art es keinen finanziellen Unterschied mehr gemacht hätte, in den USA herzustellen ;-)

  2. 06.07.12 14:04 Mr.No (Handy Profi)

    Apple würde lieber mehrere Mio. $ für diesen Streit ausgeben (auch wenn sie wissen, dass sie keine Chance haben) als aus China abziehen. Ein Land mit Lohndumping und mit einer Einwohnerzahl von 1.400.000.000 ist zu lukrativ. Wie auch für jeden anderen Konzern.

    Grüße

  3. 06.07.12 09:03 ichwarsnicht (Advanced Member)

    @ tamashii, macht nichts, ist eh unverständlich...

  4. 06.07.12 01:31 Tamashii (Advanced Member)

    Apple muss raus aus China, das wäre für alle beteiligten besser.
    DANN hätte ich einen riesen Respekt vor der Firma.
    Bevor denen alles gehört müssen wir uns irgendwie positionieren...

    Man, das klingt wie eine politische Hetzschrift ;-)

  5. 05.07.12 22:24 Hatshipuh (Gast)

    Wenn dann Kantonesisch, wird im Süden Chinas gesprochen, in der Provinz Guang Dong (Kanton).

  6. 05.07.12 20:32 the_snap_dragon (Advanced Member)

    "...die unter anderem um die Sprachen Kanton..."

    was?
    was für eine sprache ist kanton und wo wird die gesprochen?

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