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Autor: Björn Brodersen 10.07.2012 - 13:35 | (8)

Nexus 7: Googles Ritterschlag für den Tablet-Hersteller Asus

Bestes Display, schnellste CPU und günstigster Preis in der 7-Zoll-Klasse - so lautet das einhellige Fazit der ersten Tester des Google-Tablets in Übersee. Auch Hersteller Asus wird das Android-Tablet vermarkten, allerdings erst später als Google. Nicht nur als Google-Partner, sondern auch mit eigenen Geräten und schnellen Android-ICS-Updates hat sich Asus mittlerweile einen Namen im Tablet-Bereich gemacht.

Nexus 7: Googles Ritterschlag für den Tablet-Hersteller Asus

Transformer Prime und Transformer Pad TF300 | (c) Areamobile

Den ersten Paukenschlag landete Asus mit dem Transformer Prime alias Transformer Pad TF201: Dieses Gerät war im Januar 2012 in Deutschland das erste Tablet mit einem Quad-Core-Prozessor (Tegra 3 von Nvidia) und lief mit dem gleich nach dem Verkaufsstart nachgeschobenen Firmware-Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich völlig ruckelfrei. Zudem konnten die Nutzer über ein optional erhältliches Laptop-Dock mit Touchscreen, Tastatur und zusätzlichem Akku zu einem Quasi-Netbook umgebaut werden. Doch das Transformer Prime hat auch Schwächen: Aufgrund des Metallgehäuses war die eingebaute GPS-Funktion kaum zu nutzen. Asus besserte hier nach, strich das Feature GPS aus dem Datenblatt und bot betroffenen Nutzern des Geräts kostenlos einen ansteckbaren GPS-Dongle an.

Das erste Tablet der Transformer-Serie war jedoch schon vor genau einem Jahr, am 8. Juli 2011, in deutsche Shops gekommen. Mit dem Asus Transformer Pad TF101 hatte der Hersteller das Baukastenprinzip im Tablet-Bereich eingeführt. Zu dem damals unter Android 3.1 Honeycomb laufenden Tablet mit 10 Zoll großem IPS-Touchscreen und auf 1 Gigahertz getaktetem Dual-Core-Prozessor Tegra 2 von Nvidia bot Asus für 150 Euro eine Dockingstation als Zubehör an. Die Erwartungen an das innovative Gerät erfüllten sich jedoch nicht, dazu war einerseits das Transformer TF101 noch technisch zu unausgereift, und es fehlte noch die Nachfrage der Kunden nach einem solchen Gerät.

Beim Start des technisch fitten Transformer Prime waren die Voraussetzungen ganz andere: Das Quad-Core-Tablet schlug nach Angaben des Herstellers ein wie eine Bombe und war zunächst permanent ausverkauft - Asus hatte diesmal die Nachfrage total unterschätzt. Dennoch ergatterte sich das Transformer Prime laut Hersteller im Zeitraum Januar bis Februar einen Marktanteil von knapp vier Prozent - trotz des hohen Kaufpreises.

Dem seit Mai 2012 und in ausreichenden Stückzahlen verfügbaren Transformer Pad TF300 mit Tegra-3-Prozessor von Nvidia und 10-Zoll-IPS-Touchscreen hat Asus ein Kunstoffgehäuse verpasst - eine Konsequenz aus dem GPS-Desaster beim Transformer Prime und eine Folge des günstigeren Preises für das Gerät. Beim Gerät TF300 handelt es sich um das Nachfolgemodell des Transformer TF101, das in zwei verschiedenen Versionen erhältlich ist: als TF300TG und als TF300TL. Der Buchstabe T steht für Tegra, G für 3G bzw. UMTS und L für LTE.

Vom Asus Transformer Infinity alias Pad TF700 gibt es nur eine T-Variante mit 16 Gigabyte Speicherkapazität sowie eine KL-Variante mit 64 Gigabyte Speicherkapazität, wobei K für den Dual-Core-Prozessor MSM8960 aus der Snapdragon-Reihe von Qualcomm und L für LTE steht [Update dieses Satzes vom 14. August 2012]. Das Wlan-only-Modell des TF700 hat eine stromsparende Variante des Quad-Core-Chipsatz Tegra 3 von Nvidia an Bord, dessen vier Kerne mit jeweils 1,6 Gigahertz takten. Mit dem Transformer Infinity bringt Asus in diesem Monat sein erstes Tablet mit Full-HD-Touchscreen heraus. Wie schon bei den Vorgängern gibt es auch für das Transformer Pad Infinity ein Tastatur-Dock, das aus dem Tablet eine Art Laptop macht. Der darin enthaltene Akku verlängert die Laufzeit des Infinity von neun auf bis zu 14 Stunden, so Asus. Es bietet außerdem einen weiteren USB-Host-Anschluss, einen SD-Kartenleser und einen Stromanschluss zum Aufladen des Infinity-Tablets und des eigenen Akkus.

Übrigens: Die LTE-Version des Transformer Pad TF300 ist bei O2 erhältlich, Vodafone wird demnächst die LTE-Variante des neuen Flaggschiffmodells Transformer Infinity anbieten.

Das für Google gebaute Nexus 7 passt nicht in die Transformer-Reihe. Aber die Tatsache, dass Google Asus als Hersteller für sein erstes Tablet unter eigenem Markennamen ausgewählt hat, kann als Ritterschlag gesehen werden. Die Taiwaner werden dieses Tablet selbst auch unter der Bezeichnung Nexus 7 zum Verkauf anbieten, allerdings wohl erst später als Google und über den Fachhandel. Weder Google noch Asus haben bislang einen Termin für den Verkaufsstart des ersten Tablet-Modells in Deutschland genannt, vermutlich wird das Gerät aber in der 16-Gigabyte-Speichervariante für 249 Euro im September erhältlich sein. Ob die derzeit unter Ice Cream Sandwich laufenden Transformer-Pads allesamt Jelly Bean als Firmware-Update bekommen, kann Asus noch nicht mitteilen.

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Kommentare
  1. 10.07.12 17:16 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    Für das Transformer kann ich nicht sprechen, aber auch beim Xoom baut sich der Homescreen nicht neu auf, wenn man eine App beendet, da läuft die Bedienung auch absolut problemlos und dieses Gerät ist sogar noch älter und schlechter ausgestattet als das TF Prime.

    Ich finds jedenfalls gut, dass ASUS das Tab macht, einen besseren hätte sich Google gar nicht suchen können.

  2. 10.07.12 16:26 Stefan Schomberg (areamobile.de)

    "Wenn man von einer App zurück auf den Homescreen springt wird erst mal alles wieder neu aufgebaut, dabei ist dann an scrollen erst gar nicht uu denken. Die Standby zeit bei eingeschaltemen Wlan war auch ein grauss. Vom Empfang gar nicht erst zu sprechen."

    So etwas hört man immer wieder - nur kann ich das bei meinem Prime nicht bestätigen. Das ding läuft schnell und der Akku hält locker ne Woche (okay, ich nutze es nicht häufig, meist abends nochmal kurz emails checken oder n bischen Youtube) und ich habe in der ganzen Wohnung Empfang (auch wenn der mit nem 10.1 von Samsung der Anzeige zufolge besser ist).

    Probleme macht nur (wenig überraschend) GPS (nutze das Teil eh nur zuhause oder unterwegs zum Schreiben) und der Browser, der (seit dem letzten Update weniger) gerne mal nach dem Laden für ein paar Sejkunden hängt oder auch mal ganz abschmiert. Aber letzteres scheint ja eh ein generelles Android-Problem zu sein...

    mfg

  3. 10.07.12 15:38 AnDieLatte (Member)

    Den ersten Paukenschlag landete Asus mit demTransformer Prime?*alias Transformer Pad TF201: Dieses Gerät war im Januar 2012 in Deutschland das erste Tablet mit einem Quad-Core-Prozessor (Tegra 3 von Nvidia) und lief mit dem gleich nach dem Verkaufsstart nachgeschobenen Firmware-Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich völlig ruckelfrei.?*



    Na das wüsst ich aber.....
    Mit Sicherheit eines der besseren vielleicht sogar das beste Android Tab.
    Aber ruckelfrei??????
    Da muss ich AM aber kräftig widersprechen.
    Wenn man von einer App zurück auf den Homescreen springt wird erst mal alles wieder neu aufgebaut, dabei ist dann an scrollen erst gar nicht uu denken. Die Standby zeit bei eingeschaltemen Wlan war auch ein grauss. Vom Empfang gar nicht erst zu sprechen.
    Habe es auch schon wieder verkauft und bleibe beim Playbook. Gibt zwar net so viele Apps dafür, aber es läuft ruckelfrei und durchdacht. Wohl das verkannteste Tab aufm Markt.

  4. 10.07.12 15:14 the_snap_dragon (Advanced Member)

    danke für die schnelle korrektur, wäre schon wenn das immer so prompt funktionieren würde

    >> "Wobei das Memo ja hierzulande gar nicht erhältlich ist ..."

    stimmt schon aber der erste 7-zöller wars trotzdem nicht von asus

  5. 10.07.12 14:57 Björn Brodersen (areamobile.de)

    @the_snap_dragon

    Danke für den Hinweis, entsprechende Passage ist korrigiert. Wobei das Memo ja hierzulande gar nicht erhältlich ist ...

  6. 10.07.12 14:28 Frank Kabodt (ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de)

    @ the_snap_dragon

    Danke, habs weitergeleitet und wird entsprechend korrigiert.

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