Das Asus Padfone ist nicht nur ein Smartphone, mit dem richtigen Zubehör wird es auch zum Tablet oder Quasi-Notebook. Eine besondere Funktion der Baukasten-Lösung ist die Funktion "Dynamic Display", durch die beim Wechsel der Plattform im laufenden Betrieb die Benutzeroberfläche und App-Inhalte automatisch in der Darstellung an die jeweilige Display-Größe angepasst werden.
Dynamic Display auf dem Asus Padfone | (c) Areamobile
Wie von Areamobile berichtet, wird das Asus Padfone im kommenden Monat in den deutschen Handel kommen. Das Smartphone wird dabei nur im Paket mit umfangreichem Zubehör erhältlich sein, zum Lieferumfang gehören unter anderem ein Tablet-Dock und ein Bluetooth-Stylus, der zum Schreiben auf dem Tablet-Display und als Headset beim Telefonieren verwendet kann. Zum Tablet wird das Asus Padfone, wenn es in das vorgesehene Fach an der Rückseite des Tablet-Docks eingesetzt wird - dann funktioniert das Smartphone als Rechenzentrale für das Tablet mit dem größeren Bildschirm. Wer dann noch eine später optional erhältliche Tastatur an das Tablet-Dock anschließt, kann bequemer wie an einem Netbook arbeiten, muss später aber nicht die Daten über verschiedene Geräte hinweg synchronisieren.
Die Funktion "Dynamic Display" sorgt dafür, dass beim Wechsel vom Smartphone zur Tablet-Kombi oder vice versa im laufenden Betrieb die Inhalte von auf dem Smartphone installierten Apps automatisch in der Darstellung auf die 10,1 Zoll Diagonallänge und 1.280x800 Pixel Auflösung des kapazitiven Tablet-Displays angepasst werden. So sind auf dem Tablet-Display die Inhalte nicht nur größer zu sehen, sondern auch die App-Struktur wird verändert. Dazu muss der Nutzer in den "Asus Benutzereinstellungen" in den Android-Einstellungen die Rubrik "Dynamische Anzeigen-Umschaltliste" öffnen. Dort erscheinen einige auf dem Smartphone installierten Apps, die durch Dynamic Display unterstützt werden, und der Nutzer kann jeweils alle oder auch nur einige der Apps für die auf das Tablet-Display optimierte Darstellung auswählen.
Allerdings scheinen dort auch Apps aufzutauchen, die von der Darstellungs-Umschaltung gar nicht betroffen sind - etwa die während unseres Tests auf dem Gerät installierte Zeitplanungs-App Timeriffic. Sie sieht in Smartphone- und Tablet-Version identisch aus. Andererseits fehlen einige Anwendungen, die Mail-Apps zum Beispiel. Sie werden etwa auf dem Telefon etwa nur in einer Spalte angezeigt, auf dem Tablet aber in zwei Spalten. Das lässt sich - auch wenn es keinen Grund gäbe, das zu tun - nicht verhindern.
Damit das Umschalten nahtlos funktioniert, mussten wir auf unserem Testgerät in den Asus-Einstellungen zuvor den Punkt "Anwendungen nur für Pad" aufrufen und von der Voreinstellung "vor dem Schließen fragen" auf "immer im Market suchen" umstellen. Ansonsten wurden entsprechende Anwendungen beim Einstecken oder Entfernen des Smartphones vom Tablet-Dock immer mit dem Hinweis, dass eine Umschaltung nicht möglich sei, beendet. Das kann natürlich auch noch an der Vorserien-Software unseres Padfone liegen, bis zum Marktstart in Deutschland bleibt Asus ja aber auch noch etwas Zeit zur Fehlerbehebung. In anderen Ländern hat Asus bereits wegen Problemen bei der Nutzung von Dyniamic Display ein entsprechendes Firmware-Update ausgeliefert. Für unser Testgerät erwarten wir die finale Firmware noch in dieser Woche.
Das Anpassungs-Feature des Asus Padfone wird übrigens unter Umständen auch für Apps von Drittanbietern verfügbar sein. Werden weitere Apps aus dem Google Play Store auf dem Smartphone installiert, können diese teilweise auch für das Dynamic Display angepasst werden.
Eine Anleitung für Dynamic Display werden die Käufer des Asus Padfone ebenfalls im Lieferumfang des Smartphones vorfinden. Das unter Android 4.0 Ice Cream Sandwich laufende und von einem auf 1,5 Gigahertz getakteten Dual-Core-Prozessor und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher angetriebene Asus Padfone wird im August für 699 Euro samt Zubehör in den deutschen Handel kommen, zunächst wird der Mobilfunkbetreiber E-Plus über die Marke Base das Gerät exklusiv anbieten. Der 4,3 Zoll große Super-AMOLED-Touchscreen des Smartphones löst 960x540 Pixel auf.
Übrigens: Mit dem Padfone beweist Asus eindrucksvoll, wie stark ein Dual-Core-Prozessor sein kann. Im direkten Vergleich zum von einem Vierkerner angetriebenen Transformer Prime ist das Padfone in der Bedienung genauso ruckelfrei und bei Härteprüfungen wie aufwändigen Flash-Annimationen sogar sichtbar stärker. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es in unserem ausführlichen Testbericht zum Padfone von Asus, den wir in den kommenden Tagen veröffentlichen werden.
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Du bist nicht dabei?
Dass sie das noch groß herausheben müssen – ich bin von Anfang an davon ausgegangen, dass beim großen Display die Tablet-Ansicht einer App verwendet wird. Das einzige, was neu an der Nachricht ist, ist die Tatsache, dass anscheinend nicht alle Android-Apps mit der Umschaltung im laufenden Betrieb umgehen können, sondern dass sie "Dynamic Display" explizit unterstützen müssen.