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Autor:
Björn Brodersen
| 49

Urteil: Apple muss "Werbung" für Samsung machen

Apple muss "Werbung" für Samsung machen - so bewertet jedenfalls ein Anwalt des Herstellers aus Cupertino die Entscheidung eines Richters im Streit um das Design von einigen Samsung-Tablets der Galaxy-Reihe. Laut Urteil von Richter Colin Birss muss Apple auf seiner Website und in verschiedenen Zeitungen eine Mitteilung veröffentlichen, dass Samsung das iPad nicht kopiert habe.

Urteil: Apple muss

Samsung Galaxy Tab 10.1 (links) und Apple iPad 2 | (c) Hersteller

Der Richter am Londoner High Court hatte am vergangenen Montag entschieden, die Samsung-Tablets Galaxy Tab 10.1, Galaxy Tab 8.9 und Galaxy Tab 7.7 seien nicht "cool" genug, um Kopien des iPad zu sein. Die Geräte von Samsung wiesen "nicht die gleiche absichtliche und extreme Einfachheit, die das Apple-Design auszeichnet" auf, hieß es in der Richter Urteilsbegründung, "sie sind nicht so cool" (Samsung Electronics (UK) Limited & Anr v. Apple Inc., High Court of Justice, Chancery Division, HC11C03050).

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Richter Colin Birss hat allerdings auch Apple dazu verdonnert sechs Monate lang auf der eigenen Website eine Erklärung zu veröffentlichen, dass die Samsung-Tablets nicht die für das Unternehmen aus Cupertino geschützten iPad-Designs verletzen. Das berichtet jetzt Bloomberg. Außerdem soll der iPad-Hersteller diese Erklärung in einigen britischen Zeitungen wie der Financial Times, der Daily Mail, dem Guardian Mobile Magazine und T3 veröffentlichen. Diese Anordnung bedeute, dass Apple Werbung für Samsung veröffentlichen müsse, sagte ein Apple-Anwalt zu dem Urteil. Kein Unternehmen beziehe sich gerne auf seiner Website auf einen Konkurrenten. Apple will gegen das Urteil vom 9. Juli in Berufung gehen.

Apple und Samsung streiten sich in mehreren Ländern vor Gericht um das Design ihrer Tablet-Modelle. In Deutschland ist zurzeit der Verkauf des Galaxy Tab 10.1 und des Galaxy Tab 8.9 von Samsung verboten. Das Galaxy Tab 10.1 darf zurzeit auch nicht in den USA verkauft werden. Ein Urteil zu einem von beantragten Verkaufsstopp des Galaxy Tab 10.1N in Deutschland hat ein Düsseldorfer Gericht auf Ende Juli verschoben.

Mehr zum Thema: iPad, Tablet, Android-Tablet, Smartphone-Markt, Tablet-Markt, Hybrid-Tablet, Tablet-Zubehör, Apple-Tablets, Google-Tablets

Quelle: Bloomberg via GigaOM

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Kommentare
  1. 21.07.12 13:11 bocadillo (GURU)

    woe gut das boca ein wp7 user ist.....

  2. 21.07.12 12:42 pixelflicker (GURU)

    [Heisenberg]
    > "Diese Sache genauso wie das Hickhack wegen des Umwelt-Zertifikats in
    > Bocadillos Augen auf wundersame Weise zu positiver PR wird. "
    Na dann sind wir mal froh, dass Boca ein Android-Nutzer und kein Apple-Fan ist, wie würde es sonst hier aussehen... ;-)



    [chief]
    > "Apple wird eine Pressemeldung rausgeben.
    > Der Link dazu wird auf der Hauptseite in einem hellen bis mittlerem Grau auf weissem Hintergrund sein ;) "
    Das glaube ich jetzt weniger, das würde dem Richter bestimmt nicht gefallen. Ich denke sie werden sich einfach was anderes einfallen lassen und die Pressemitteilung zusammen mit drei anderen oder so raus geben und da geht sie dann einfach unter. Pressemitteilungen werden sowieso meist nur als Text aufgelistet und manche haben ein Bild, andere nicht...
    Da kann man schon einiges machen, damit das nicht so auffällt ohne tricksen zu müssen.



    [Fritz]
    > "welchen Samsung nicht nur dem Grunde, sondern auch der Höhe nach beweisen müßte"
    Ich denke das ist sowieso klar. Aber warum betonst du das?

  3. 20.07.12 15:06 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    bugi,
    "Samsung könnte ja noch Regressansprüche stellen. Durch die Flaschaussage Apples ist uns Schaden entstanden. "

    ==> ..... welchen Samsung nicht nur dem Grunde, sondern auch der Höhe nach beweisen müßte ....

  4. 20.07.12 14:59 nohtz (Professional Handy Master)

    "Und ist das am ende nichts positives für den geschädigten?"
    -->da vorher quasi negatives/unwahres verbreitet wurde, kommt man am ende mit viel glück auf +- null, also weit entfernt von "positiv", da samsung damit wohl auch wirtschaftlich geschädigt wurde

  5. 20.07.12 14:43 chief (Professional Handy Master)

    "-->nö, man verdonnert einen Hersteller, eine Falschaussage öffentlich zu berichtigen"

    Und ist das am ende nichts positives für den geschädigten?


    Ansonsten sehe ich es wie Pixelflicker und Heisenberg.

    Apple wird eine Pressemeldung rausgeben.
    Der Link dazu wird auf der Hauptseite in einem hellen bis mittlerem Grau auf weissem Hintergrund sein ;)

  6. 20.07.12 13:21 bugi78 (Member)
    @nohtz

    Genau so schauts aus. Und in diesem Urteilsfalle ist Apple noch glimpflich weggekommen. Samsung könnte ja noch Regressansprüche stellen. Durch die Flaschaussage Apples ist uns Schaden entstanden.

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