Microsoft hat trotz des höchsten Umsatzergebnisses seit dem Börsengang 1986 erstmals ein Geschäftsquartal mit einem Verlust beendet. Neue Hoffnung schöpft der Hersteller mit seinen neuen Plattformen Windows 8 und Windows Phone 8. Erste Smartphones mit WP8 könnten im November herauskommen.
Windows Phone 7.8 auf dem Nokia Lumia 900 | (c) Microsoft
Microsoft erzielte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 einen Umsatz von 18,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ein Rekordwert für Microsoft. Durch die Abschreibung in Höhe von 6,2 Milliarden für den im Jahr 2007 erfolgten Erwerb des Online-Werbesspezialisten Aquantive sowie einer Rücklage über 540 Millionen Dollar im Zusammenhang mit der Einführung von Windows 8 verzeichnete der Software-Riese aus Redmond im zweiten Quartal 2012 einen Verlust von 492 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal 2011 hatte Microsoft noch einen Gewinn in Höhe von 5,9 Milliarden Dollar verbucht.
Stark zeigte sich im zum 30. Juni abgelaufenen Quartal das Office- und Server-Geschäft, schwache Ergebnisse lieferten der Unterhaltungsbereich mit der Spielekonsole Xbox und der Online-Bereich mit der Suchmaschine Bing. Mit der neuen Betriebssystemversion Windows 8, die ab dem 26. Oktober 2012 verfügbar sein wird, will Microsoft den PC-Absatz beleben und künftig auch eine Rolle auf dem Tablet-Bereich spielen.
Zu den bislang ausgelieferten Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 gab Microsoft keine genauen Zahlen bekannt. Der Plattform-Betreiber teilte in einer Telefonkonferenz lediglich mit, dass sich die Zahl der ausgelieferten Windows Phones von Quartal zu Quartal um 50 Prozent erhöhe. Vor wenigen Tagen hatte der Microsoft-Partner Nokia mitgeteilt, von Anfang April bis Ende Juni 2012 rund vier Millionen Windows Phones der Lumia-Reihe verkauft zu haben. Microsoft hatte laut einem Bericht des Guardian rund 400 Millionen US-Dollar in den Start der Windows Phones im Oktober 2010 gepumpt und hat bislang einen noch deutlich höheren Betrag an Nokia überwiesen.
Die Analysten von Strategy Analytics gehen davon aus, dass der Marktanteil von Windows Phones in den USA langsam größer wird. Von rund 3 Prozent im vergangenen Jahr werde der Marktanteil der Smartphones mit dem Microsoft-OS in diesem Jahr auf 4 Prozent steigen, erwarten die Analysten. Für mehr Wachstum müsse Microsoft auf der Windows-Phone-8-Plattform besser Mehrkern-Prozessoren unterstützen, den App-Store Marketplace ausbauen, mehr Smartphone-Modelle in den Markt bringen und die Lizenzgebühren für Hersteller senken, heißt es in der neuesten Analyse von Strategy Analytics. Im Marketplace stehen mittlerweile mehr als 100.000 Apps zum Download bereit.
ZDnet berichtet unter Berufung auf einen Insider aus Spanien, dass erste Geräte mit Windows Phone ab November auf den Markt kommen werden. Hardware-Hersteller sollen die neue Betriebssystemversion im September erhalten. Aussagen von Nokia-Chef Stephen Elop könnten darauf hindeuten, dass der finnische Handy-Hersteller sogar früher als die Konkurrenz, im Oktober, mit Smartphones mit Windows Phone 8 loslegen wird.
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Du bist nicht dabei?Ich finde dass es keine gute Entscheidung war den aktuellen Windows Phone 7 Phones kein WP 8 Update zu liefern. Da stoßen sie vielen vor den Kopf.
Wer eine derartige Umstrukturierung vornimmt, muss zwangsläufig auch mal mit Verlusten rechnen.
Allerdings ist dies nur eine kleine Randnotiz.
Nokia hat sicherlich auch deutlich weniger bis garkeine finanziellen Probleme dank Microsoft.
Und für das weitere Setzen auf WP8 OS wird Nokia mit Sicherheit noch mehr einsacken. ;-)
Rekordverluste hin oder her.
Ich sehe die Zukunft dafür durchweg positiv.
Naja... grundsätzlich ist das Internetgeschäft der Schmutzfink... WinPhone sieht glaubs nicht mal so defizitär aus... ;)
Irgendwann ist immer das erste Mal. Jetzt heißt es bestimmt wieder von allen Ecken, Windows Phone 7 hier Windows Phone 7 da. Aber mit Windows Phone 8 wird alles besser.
@ Stane
Es heißt ja es ist ein Kompatibilitätsproblem. Ich denke schon wenn sie es ohne weiteres tun könnten, hätten sie es gemacht.