Das aktuelle Verfahren Apple gegen Samsung vor einem kalifornischen Bundesgericht hat weitere Details über den langwierigen Entwicklungsprozess hervorgebracht, der letztendlich zum iPhone und iPad führte, wie wir sie heute kennen. Im Laufe der Zeit probierte Apple nach Aussage eines Mitarbeiters hunderte verschiedener Designs für das Smartphone und das Tablet aus.
Apple iPad Prototypen | (c) The Verge
Manche der Prototypen erinnern stark an das Aussehen der Mobiltelefone von Sony Ericsson, andere ähneln dem neuen Lumia 800 von Nokia. Dritte wiederum sehen schon fast so aus wie damals das erste iPhone oder wie die aktuellen Modelle iPhone 4 und iPhone 4S. Sowohl mit Formen wurde viel experimentiert, als auch mit Materialien. Neben Kunststoff kamen Glas und Aluminium zum Einsatz. Manche Entwürfe wurden nach Aussage von Apple-Designer Christoph Stringer gleich verworfen, bei anderen entwickelte man verschiedene Versionen, die sich in einzelnen Details unterschieden.
In dem bereits als Jahrhundert-Prozess betitelten Verfahren möchte Apple beweisen, dass Samsung das Design von iPhone und iPad kopiert hat und bei seinen Geräten verwendet, etwa dem Samsung Galaxy S2 oder dem Galaxy Tab 10.1. Apple hat deshalb rund 2,5 Milliarden US-Dollar Schadenersatz für die Verletzung von Patenten, entgangene Lizenzgebühren und entgangene Gewinne beantragt. Samsung möchte zeigen, dass auch das Design der Apple-Produkte durch Inspiration von Geräten anderer Hersteller entstand und deshalb nicht einzigartig ist, sondern Bestandteil einer Evolution, wie die Geräte von Samsung. Außerdem fordern die Südkoreaner ihrerseits Lizenzgebühren für die Verwendung von geschützten Technologien, ohne die iPhone und iPad gar nicht funktionieren würden.
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