Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
Autor: Björn Brodersen 03.09.2012 - 15:44 | (31)

Kinderarbeit: China Labor Watch verschärft Vorwürfe gegen Samsung

China Labor Watch verschärft ihre Vorwürfe gegen den südkoreanischen Handy-Hersteller Samsung. In der kommenden Woche will die Arbeiterschutz-Organisation einen neuen Bericht veröffentlichen, in dem von verbreiteter und systematischer Kinderarbeit die Rede sein soll.

Kinderarbeit: China Labor Watch verschärft Vorwürfe gegen Samsung

Samsung-Produkte auf der IFA 2012 in Berlin | (c) Unternehmen

Die Arbeiterschutz-Organisation China Labor Watch (CLW) wird in der kommenden Woche einen neuen Report über die Arbeitsbedingungen Fabriken von Handy-Herstellern und anderen Unternehmen wie beispielsweise Dell, Microsoft, HP, Nokia und Apple veröffentlichen. Das berichtet Der Spiegel, der nach eigenen Angaben vorab Einblick in die Untersuchungsergebnisse nehmen konnte. In dem CLW-Report wird offenbar erneut der südkoreanische Hersteller Samsung wegen Kinderarbeit in seinen Fabriken an den Pranger gestellt. In einigen chinesischen Fabriken des Elektronikkonzerns soll Kinderarbeit verbreitet und sogar systematisch organisiert sein, schreibt Der Spiegel.

Bereits Anfang August hat Areamobile über ähnliche Anschuldigungen der Arbeiterschützer berichtet, die sich auf den Samsung-Zulieferer HEG Electronics bezogen. Neben der breiten Beschäftigung von Studenten und gefährlichen Arbeitsbedingungen seien dort Löhne unterhalb des vorgeschriebenen Mindestlohns, Bestrafungen durch Schläge und viele Überstunden an der Tagesordnung, hieß es. In dem neuen Report geht die CLW jedoch weiter: Angeblich gibt es Arbeitsverträge zwischen den Fabriken und den Schulen, die für die Entsendung der Schüler bezahlt würden, heißt es. Die Lehrer würden ihre Schüler zur Arbeit zwingen und ihnen andernfalls zum Beispiel den Abschluss verwehren.

Samsung liegt nach eigener Aussage gegenüber dem Spiegel der CLW-Bericht vor. Der Handy-Hersteller erklärte, er analysiere die Situation und lasse sich generell an den höchsten Standards bei den Arbeitsbedigungen messen. Bei Inspektionen in den Farbriken von HEG Electronics in diesem Jahr seien keine Unregelmäßigkeiten entdeckt worden.

Wie die CLW die Lage an den Produktionsorten anderer Elektronikfirmen beurteilt, ist dem Spiegel-Artikel nicht zu entnehmen. Der Report trägt in Anspielung an den ausgeuferten Patentstreit zwischen Samsung und Apple den Titel "Verstößt Samsung gegen Apples Patent auf das Tyrannisieren von Arbeitern?". Auch Apple wurde zuletzt für die Arbeitsbedingungen in den Werken des Zulieferers Foxconn kritisiert und hatte im Mai eine Initiative zur Verbesserung der Zustände angekündigt. Vor wenigen Tagen berichtete das Wall Street Journal, dass Foxconn n seiner chinesischen Fabrik in Zhengzhou die Löhne um 16 Prozent erhöht und die Probezeit bei Neueinstellungen von sechs auf drei Monate verkürzt.

Handy-Kauf

Denkt ihr beim Handy-Kauf darüber nach, unter welchen Bedingungen das Gerät hergestellt wurde?

  • Ja
    22.01%
  • Nein
    77.91%
Senden
Artikel bewerten
Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Lesen Sie alle 31 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 27.09.12 11:42 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    Also ich habe einen Technisat-Fernseher, ich denke das ist auch nicht unbedingt viel anders als die von Metz oder Loewe. Und ich glaube das deine Argumentation hinkt. Nur, weil ich auf sowas achte heißt das noch lange nicht, dass die Firmen viel verkaufen, die Meisten machen das halt eben nicht. Aber das heißt ja nicht, dass ich es so machen muss/kann wie "die Meisten", ich muss für mich selbst entscheiden welche Moralische Verantwortung ich selbst übernehme, das entscheiden andere nicht für mich.

  2. 23.09.12 10:50 simsp (Member)

    Nur mal so zum Nachdenken: Apple bekommt von Samsung Semiconductor günstigere Verträge als die eigenen Schwester Unternehmen. Warum ist das so? Hm... vielleicht geht es dabei doch um die Masse ... könnte ja sein. Und wenn man sich mal die Absatzzahlen der aktuellen Galaxy Generation ansieht, dann wird ziemlich schnell klar, dass Samsung die eigenen Chips mittlerweile auch in größeren Mengen produzieren lassen muss.

    Auch dieses moralische Gerede "Ich achte darauf woher meine Produkte kommen" ist absoluter Blödsinn. Dann müssten Unternehmen wie Metz oder Loewe deutlich bessere Absatzzahlen haben. Und jetzt Hand aufs Herz: Wer von euch hat einen TV von einer der beiden Firmen zu Hause? Mittlerweile wird der Großteil der elektronischen Geräte billig in Asien gefertigt und da hat man überhaupt keine Chance zu durchschauen, ob und wie das Gerät jetzt produziert wurde. Die einzige richtige Lösung wäre mit Ländern wie China, denen Menschrechte sonst wo vorbeigehen, keine Geschäftsbeziehungen zu pflegen. Und lässt sich das umsetzen? Die westlichen Nationen haben eines immer besonders gut drauf: Scheinheiligkeit.
    Vorne rum haben wir unsere tollen Ideale aber wenn man sich unser Handeln ansieht, dann merkt man davon kaum noch etwas. Das ist mit der Hauptgrund, warum Leute wie Steve Jobs überhaupt Erfolg haben.

  3. 05.09.12 18:36 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    Also bitte, wenn du so eine Vorlage lieferst, dass nur schlechte Verkäufer über den Preis verkaufen, was erwartest du denn dann? Am Ende sind die halt wegen der günstigen Preise erfolgreich geworden, sicher nicht wegen der schönen Läden und der Preimum-Qualität.

    Jedenfalls ist Samsung mit seiner Strategie erfolgreich und andere Hersteller haben Probleme überhaupt in die schwarzen Zahlen zu kommen. Das liegt sicher an vielen Aspekten. Wenn sich das Herstellern von Chips nicht lohnen würde, würden sie es sicher bleiben lassen.

  4. 05.09.12 16:21 bocadillo (Professional Handy Master)

    Ach pf

    Das du hier allen ernstes die albrechtbrüder ins Boot wirfst zeigt sehr schön das du weder Ahnung vom Vertrieb noch weißt woher der Erfolg der Jungs rührt- schließlich sind die 2 ja nicht wirklich
    Arm.

    Die albrechtbrüder verdanken ihren Erfolg nämlich vor allen Dingen einer schlanken sortimenspolitik- und wenn man ganz genau schaut bestätigt es die These das externe Kunden oftmals billiger Produkte bekommen als interne - stichwort Kapazitätsauslastung .

    Nette blendgranate - doch völlig fehl am Platze.

    Willste auch noch Ryanair aufführen ?? ;-)

  5. 05.09.12 15:51 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    @no way:
    Ich beziehe solche Überlegungen durchaus in meine Kaufentscheidungen mit ein, auch ob ein Hersteller in Deutschland sitzt, ist für mich wichtig. Auch wenn es den Meisten offensichtlich egal ist (wie man ja an der Abstimmung sieht) ist es nicht in Ordnung wenn du über alle pauschal Urteilst, auch finde ich durchaus nicht, dass chigys Kommentar als "pragmatisch" zu bezeichnen ist.


    @Boca:
    So schlechte Verkäufer wie die Albrecht-Brüder, meinst du? ;-)

  6. 05.09.12 12:20 bocadillo (Professional Handy Master)

    Noway
    Alles schön und gut - wenn Konzerne nicht in erster Linie daran denken würden das jede Sparte Rendite abwerfen
    Muß .

    Auch haben konzernleitungrn was dagegen Kosteneinsparungen auf den Markt zu werden - das soll wenn schon in Gestalt einer erhöhten rendite haben .

    Anders gesagt - bevor die abnehmersparte den Vorteil blind auf den Markt haut kassiere ich den Ertrag lieber schonmal im Vorfeld über den lieferanten ein .

    Nur ein schlechter Verkäufer verkauft über den Preis- oder einer dem das Wasser bis zum Hals steht.0

antworten
 
Aktuelle Geräte im Test