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Autor: Rene Melzer | 03.09.2012 - 19:00 | (15)

IFA-Trend Hybrid-PC: Windows 8 verwischt die Grenzen von Tablet und Laptop

Hybrid-PCs mit Windows 8 sind einer der großen Trends auf der IFA 2012. Kaum ein Hersteller, der nicht mindestens ein solches Gerät der Öffentlichkeit vorstellt. Doch während beim Betriebssystem eine klare Linie herrscht, ist unter der Oberfläche eine verwirrende Vielfalt.

IFA-Trend Hybrid-PC: Windows 8 verwischt die Grenzen von Tablet und Laptop

HP Envy X2 | (c) Hersteller

Einer der großen Trends der IFA 2012 sind Laptop-Hybriden, die sich auch als Tablet verwenden und die Grenzen zwischen mobilen und stationären Geräten noch weiter verschwimmen lassen. Fast jeder der großen Computerhersteller hat für die diesjährige Elektronikmesse mindestens ein solches, mal Convertible, mal Hybrid PC und mal Tablet genanntes Modell im Gepäck und präsentiert es dort der Öffentlichkeit. Möglich macht den neuen Formfaktor das nächste Microsoft-Betriebssystem Windows 8, das erstmals mit einer für Touchscreens optimierten Oberfläche ausgestattet ist.

Dell XPS Duo 12 | (c) Hersteller

Dell XPS Duo 12 | (c) Hersteller

Die neuen Möglichkeiten von Windows 8 haben die Ingenieure und Designer bei den Computer-Herstellern offensichtlich inspiriert. So gibt es neben dem klassischen Ansatz einer abtrennbaren Tastatur, wie sie bereits von Android-Tablets wie dem Asus Transformer Prime bekannt sind, auch Modelle, bei denen die Tastatur unter das Display geschoben wird oder der Touchscreen drehbar in einem Rahmen aufgehängt ist. Asus hatte sogar die Idee einen Prototypen mit jeweils einem Display auf der Vorder- und Rückseite des Deckels auszustatten. Allen Hybrid-Geräten gemein ist, dass sie sehr flach sind, nur um die 1,5 Kilogramm wiegen und zusätzlich zur normalen Ausstattung häufig rückseitige Kameras, Lagesensoren, GPS oder eine Mobilfunk-Schnittstelle haben.

Sony Vaio Duo 11 | (c) Sony

Sony Vaio Duo 11 | (c) Sony

Während der Nutzer die verschiedenen Formfaktoren auf den ersten Blick unterscheiden kann, wird es bei der Technik schwieriger. Das fängt schon beim verwendeten Chipsatz an. Eine grobe Unterscheidung bietet der Zusatz RT von Windows 8. Diese Version läuft ausschließlich auf Hybrid-PCs mit Technik auf Basis des Chip-Designers ARM, wie sie auch für Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem oder das iPhone und iPad von Apple verwendet wird. Sie ist aufgrund der Anpassung an die andere Technik jedoch nicht abwärtskompatibel. Programme, die für Windows Vista oder Windows 7 geschrieben wurden, laufen auf Windows 8 RT nicht. Im Moment haben sich jedoch nur wenige Hersteller für ARM-basierte Hybrid-PCs entschieden, darunter Dell mit seinem XPS 10, Asus mit dem Vivo Tab RT und Samsung mit dem Ativ Tab.

Viel häufiger wird dagegen Technik vom Chip-Giganten Intel verwendet. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Einige Hersteller integrieren in ihre Hybriden die aktuellen Core-i-Prozessoren, wie sie auch für herkömmliche PCs und Notebooks verwendet werden. So steckt im Fujitsu Q702 ein Intel Core i3 mit einer Taktfrequenz von 1,8 Gigahertz, im Acer Iconia W700 kommen wahlweise ein Intel Core i3 oder ein Intel Core i5 zum Einsatz.

Andere setzen auf Atom-Chipsätze, die mit den einst so beliebten Netbooks bekannt wurden. Die in den Hybrid-PCs verwendete Plattform mit der Bezeichnung "Third Generation Atom" wird aber mit Turbo-Modus deutlich leistungsfähiger sein - zumindest für eine kurze Zeit. Dazu soll sie Laufzeiten von über 9 Stunden ermöglichen und eine Standby-Zeit von rund 30 Tagen, unterstützt LTE, NFC und Wifi Direct. Über die Prozessor-Geschwindigkeit ist derzeit nur wenig bekannt, ebenso über die integrierte Grafik. Beim Toshiba Satellite U920t ist beispielsweise der Grafik-Chip Intel HD 4000 in die Plattform integriert sein.

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Kommentare
  1. 04.09.12 16:29 Gandalf (Advanced Handy Profi)

    War doch klar, dass dieser Schritt irgendwann vollzogen werden würde.

  2. 04.09.12 11:26 Peerex (Handy Profi)

    Ah ok. Dann macht das Sinn warum der Aufbau keinerlei Unterschiede zur Desktopversion aufgezeigt hat. :D
    Naja… Wieder ein wenig schlauer. So ausgiebig konnte ich das auch nicht testen weil das Gedrängel dann doch relativ stark war. ;-)

  3. 04.09.12 11:17 Noticed (Moderator)

    @ Peerex
    Ah, das erklärt natürlich einiges. Du hast nen Desktop-Programm getestet, nicht das OS. Dann ist klar, wie du zu dem Fazit kommst.

    BTW: Office ist noch lange nicht Final, sondern wird erst ne Weile nach erscheinen der Tablets (Vermutlich Anfang 2013) Fertig sein, und als Update nachgereicht.

  4. 04.09.12 11:11 Gorki (Handy Master)

    Textverarbeitung mit Word auf dem Touch ohne Tastatur macht in meinen Augen wenig Sinn. Ich habe ja für mein Xoom ein Office und nutze es auch. In der Regel aber nur um zu Ergänzen oder zu Aktualisieren. Viel schreiben auf dem Touch ist für mich ein wenig unpraktisch. Wenn ich das wollte würde ich mir ein Case mit BT-Tastatur kaufen oder so ;).

    Für die Nutzung Unterwegs gibt es ja die "Metro"-Oberfläche.

  5. 04.09.12 10:48 Peerex (Handy Profi)

    Ich hatte u.a. Word offen. Willst du das Dokument schließen kam dann die Frage ob du es speichern möchtest (Wie im "normalen" Windows halt auch). Dort ein Nein, Abbrechen oder Ja zu betätigen war eine Tortur. Bzw. die "Ixe" zu treffen um Fenster zu schließen.

    Von den Optionen zur Textbearbeitung gar nicht zu sprechen. Also mir kam das so vor als würde die normale Desktopversion einfach nur auf die Displaygröße eines Tabs runterskaliert worden sein. Von Anpassung an Touchbedienung keine Spur.

  6. 04.09.12 10:46 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    Also ich finde die Lösung von ASUS am Besten, da hat man sowohl ein Tablet, als auch ein vollwertiges Notebook und dann ist sogar noch ein Stift dabei. Für mich die Lösung, auf die ich schon lange gewartet hab. Hätte ich nicht erst ein Notebook gekauft...

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