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Autor: Björn Brodersen 04.09.2012 - 12:40 | (6)

Handy-Sicherung: Nur jeder Dritte nutzt Passwörter, Codes oder Muster

PIN-Eingabe zum Entsperren der SIM-Karte und Tasten- bzw. Display-Sperre sind keine ausreichenden Maßnahmen zur Sicherung des Handys. Allerdings verzichtet laut einer Umfrage des Bitkom jeder dritte Handy-Nutzer auf weiterreichende Sicherungsmaßnahmen.

Handy-Sicherung: Nur jeder Dritte nutzt Passwörter, Codes oder Muster

Auch das Face Unlock von Android 4.0 Ice Cream Sandwich bietet keine hunterprozentige Sicherheit. | (c) Google

Damit das Handy wirkungsvoll gesichert wird, sind neben PIN-Eingabe zum Entsperren der eingelegten SIM-Karte und Tastensperre weitere Vorkehrungen nötig. Der Bitkom rät Handy-Nutzern zu einer zusätzlichen Sicherheitsabfrage nach dem Lösen der Tastensperre. Das sei vor allem wichtig, wenn das genutzte Smartphone vom Arbeitgeber gestellt und für dienstliche Zwecke eingesetzt werde. Der Verlust eines Geschäftstelefons kann für Unternehmen besonders schwerwiegende Konsequenzen haben, denn auf Smartphones sind häufig sensible berufliche Informationen wie dienstliche E-Mails mit Anhängen und Adressbücher gespeichert und Anwendungen mit Zugriffsmöglichkeiten auf das Unternehmensnetzwerk installiert.

"Smartphones sind keine einfachen Telefone, sondern Hochleistungs-Computer, die man schützen muss", gibt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf zu bedenken. "Leider nutzt nicht einmal jeder dritte Handy-Besitzer Sicherheitsmaßnahmen wie Passwörter, Codes oder Muster [per Unlock-Geste auf dem Bildschirm, Anm. der Redaktion]." Ohne solche Schutzmaßnahmen müsse der Dieb oder Finder eines abhanden gekommenen Handys nur die SIM-Karte wechseln, um freien Zugriff auf alle auf dem Handy gespeicherten Daten zu bekommen. Allerdings geht die erhöhte Sicherheit durch zusätzliche Entsperr-Abfragen zu Lasten des Nutzungskomforts.

Einer Bitkom-Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern zufolge nutzen zwei Drittel (67 Prozent) aller Handy-Besitzer nach eigenen Angaben keinerlei zusätzliche Sicherungsmaßnahmen. Handy-Nutzer im Alter über 50 Jahre seien besonders nachlässig, vier Fünftel (81 Prozent) von ihnen verzichteten auf zusätzliche Sicherheitsmechanismen. Bei den unter 30-Jährigen setze dagegen jeder Zweite (51 Prozent) auf Code- oder Musterabfragen.

Themen: Smartphones
Quelle: Bitkom
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Kommentare
  1. 04.09.12 17:01 SLRyu (Advanced Member)

    Jeder dritte? Das sind dann auf jeden Fall alles die reinrassigen deutschen Staatsbürger. Die haben immer soviel Angst um ihre Daten....

  2. 04.09.12 14:45 Peerex (Handy Profi)

    Korrekt. Und zum Entsperren deines Telefons, benötigt er dein Telefon.

    Daher schrieb ich auch "halben" Zugang.

  3. 04.09.12 14:42 nohtz (Advanced Handy Master)

    "Wenn dir beim Geld abheben jemand auf die Finger beim PIN eingeben guckt, hat er auch den halben Zugang zu deinem Konto. Heißt es jetzt gleich man kann sich den Pin sparen?"
    -->nicht ganz, denn zur PIN braucht "er" ja noch die karte, oder eine kopie davon

  4. 04.09.12 14:41 Peerex (Handy Profi)

    Ok. Gesetz dem Fall der Nutzer verliert sein Handy. So ist die Wahrscheinlichkeit doch wohl größer dass der potentielle Finder das Entsperrmuster vorher NICHT gesehen hat. Jede Sicherheitsvorrichtung hat seine Lücken.
    Wenn dir beim Geld abheben jemand auf die Finger beim PIN eingeben guckt, hat er auch den halben Zugang zu deinem Konto. Heißt es jetzt gleich man kann sich den Pin sparen?

  5. 04.09.12 14:12 oggy14 (Member)
    sicher?

    unlock-geste = sicherheit???
    also einer meiner kollegen hat das an seinem galaxy aktiviert. find ich lustig - man sieht auf dem display 1a den weg der finger (das muster). auch gut zun erkennen: der dicke tapser des "startpunktes"...

    seeeehr sinnvoll...

  6. 04.09.12 12:53 Peerex (Handy Profi)

    Das sind dann auch genau die Patienten die im Falle eines Verlustes fragen ob der eventuelle Finder/Dieb an die Daten rankommt.

    Wenn man dann mit einem "Ja" antwortet, bekommt man die Antwort "aber ich habe doch eine PIN" und dann ist der Anbieter natürlich schuld.

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