Nach Samsung muss sich auch der iPhone-Hersteller Apple mit Vorwürfen der Zwangsarbeit von Minderjährigen in seinen Zulieferer-Fabriken auseinandersetzen. Tausende von Studenten in einer Stadt in der chinesischen Provinz Jiangsu würden zur Arbeit in einerm Foxconn-Werk gezwungen, weil den Fabrikbetreibern die Arbeitskräfte fehlten, berichtet die chinesische Zeitung Schanghai Daily.
Foxconn: Ein Blick in die Fabrik | (c) ABCNews
Studenten werden in einem Foxconn-Werk in der Stadt Huai'an im Osten Chinas zu Montagearbeiten für das neue iPhone 5 gewzungen, heißt es in dem Artikel unter Berufung auf Erfahrungsberichten in Internet-Foren, Aussagen der hiesigen Ausbildungsbehörde und einem über das National China Radio ausgesendeten Bericht. Den Angaben zufolge würden auf Anordnung von Regierungsstellen Tausende von Studenten in das Foxconn-Werk gekarrt, um dort bis zu sechs Tage die Woche jeweils bis zu zwölf Stunden am Tag lang Bauteile zusammenzusetzen. Von ihrem Monatslohn von umgerechnet knapp unter 200 Euro müssten die Studenten noch einen Teil für Kost und Logis wieder abgeben.
Die betreffenden Schulen hätten extra den Unterricht für ein bis zwei Monate ausgesetzt und würden die Hilfsmaßnahmen für das Foxconn-Werk als Praktika der Studierenden im Rahmen des Ausbildung tarnen, die normalerweise in den Semesterferien angeboten werden. Allerdings drohten den Jugendlichen Strafen, wenn sie nicht zur Arbeit antreten würden, wird berichtet, andere fürchteten Repressalien durch die Institute. Medienberichten hätten dazu geführt, dass einzelne Schulen ihre Kooperation mit Foxconn abgebrochen hätten. Laut einem befragten Rechtsexperten verstößt die Praxis gegen Arbeits- und Ausbildungsgesetze in China.
Anders als im Fall des südkoreanischen Herstellers Samsung, dem Arbeitervertretungen schlechte Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten sowie systematische Kinderarbeit vorwerfen, stammen die von der Schanghai Daily gesammelten Berichte über Zwangsarbeit in der Foxconn-Fabrik größtenteils von anonymen Nutzern in Internet-Foren. Allerdings habe auch ein Vertreter der Nichtregierungsorganisation (NGO) Tianxiagong den betroffenen Studenten Hilfe angeboten.
Eine von Apple beauftragte Überprüfung der Arbeitsbedingungen in den Fabriken von Foxconn durch die unabhängige Organisation Fair Labor Association (FLA) ergab teilweise erhebliche Misstände. Sie listete in ihrem Abschlussbericht Ende März 2012 unter anderem zu lange Arbeitszeiten, eine schlecht geregelte Bezahlung und mangelnde Sicherheitsbedingungen auf. Foxconn gelobte daraufhin Besserung und kündigte an, bis Mitte 2013 die Arbeitsbedingungen an die gesetzlichen Bestimmungen anzupassen und die von der FLA geforderten Regelungen umzusetzen.
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Du bist nicht dabei?Heftig ...
Eigentum verpflichtet so steht's zumindest in Deutschland im Gesetz, wer seinem betriebsergebnis alles unterordnet der geht auch über Leichen, zumindest wenn es ihm das Gesetz erlaubt, Unternehmensethik sollte nicht nur allein am shareholdervalue( welcher auch wichtig ist) und Gesetzen ausrichten sondern auch eigene moralische freiheitliche Werte definieren
Solche firmen tun mir echt leid.sollen die pleite gehen :)
thahoodz...
Was das Leben ist unfair ?
Ich bleibe bei meiner Ansicht...
Erfolge misst man am Ergebnis, nicht an den Mitteln...
dass hier wird man vergessen...
Vieles wird auch hoch gepuscht, was da genau läuft ist für und nicht 100% nachvollziehbar.
Sehr erschreckend wie viele über das Thema Zwangsarbeit denken.
Man weiss das China alles subventioniert, wenn es einen Erfolg versprechen kann, sei es Applezulieferer oder Solaranlagen. Man weiss auch das China im Duden kein Wort für Demokratie oder Unterdrückung hat. Die Mentalität ist dort anders.
Aber wie würdet ihr euch fühlen als Student, der eigentlich sein Studium rumkriegen möchte, damit die Welt offen steht und dann in das Werk per staatlichen Zwang beordert wird und dort im Werk für angebliches Praktikantengeld arbeitet. Bestimmt will jeder der studierende als Monteur arbeiten und freut sich nun, dass im Lebenslauf eine Praktikantenstelle als Monteur verzeichnet ist, damit schindet man Eindruck. Also hat sich die Schinderei dort gelohnt. - Sarkasmus Ende. Bestimmt gibt es wieder unzureichend Schutz und durch giftige Dämpfe oder ähnlichem sind sie einem gesundheitlichen Risiko ausgestellt.
China der Staat stellt seine Regeln so wie es ihm passt auf, entweder macht man mit oder wird Inneneinrichter für Schwedische Gardinen. Das Bewusstsein der Firmen und der Käufer muss sich daher grundlegend ändern. Es kann nicht sein, dass Produkte in Menschenunwürdigen Fabriken zu minimalistischen Mindestlöhnen produziert werden, der Hersteller noch 10000sende Prozent eingespart hat, das Produkt aber trotzdem teuer verkauft. Man könnte auch alles in Deutschland machen, nur dann hätten sie so um die 20 Prozent weniger Gewinn, aber das Geld regiert ja bekanntlich die Welt. Klar ein Handy kommt immer aus China bzw. die Innereien, das Made in XY hat ja nur zu bedeuten wo es zusammenmontiert wird, hergestellt wird so gut wie alles in China.
Es gibt zwar einige Firmen, die sich gegen sowas aussprechen, aber alle Big Global Player sind wie Apple. Der eine kann etwas besser vertuschen, der andere lässt sich erst nicht erwischen, die anderen schmieren alle Beteiligten.
@sabu:
Du weißt ja: Es gibt hier im Forum leute, die finden alles OK, was laut Gesetz erlaubt ist...