In einem Interview mit dem Fernsehsender Fox Business verriet Meg Whitman, die Chefin des Computerriesen Hewlett Packard, dass ihr Unternehmen früher oder später wieder Smartphones anbieten wird. Das steht im genauen Gegensatz zu den Handlungen von HP im vergangenen Jahr. 2011 war die Produktion von Smartphones aufgegeben und die Weiterentwicklung des eigenen Betriebssystems WebOS ausgelagert worden.
HP Veer, HP Pre3 und HP TouchPad - offenbar nur vorläufig letzte Smart(phone)-Geräte von HP | (c) HP
Neuer Chef, neue Ausrichtung: Unter Leo Apotheker hatte HP seinen Smartphone-Bereich komplett aufgegeben, Mitarbeiter entlassen und sogar die Weiterentwicklung des vielversprechenden Betriebssystems WebOS an eine neugegründete Firma namens Gram ausgelagert. Dabei war die Sparte erst zwei Jahre zuvor mit der Übernahme des Traditionsherstellers Palm für 1,2 Milliarden US-Dollar gegründet worden. Sogar ein Abstoßen des Kerngeschäfts, der Herstellung von Computern, stand eine Zeit lang zur Diskussion. Unter der Nachfolgerin von Apotheker, Meg Whitman, wurde zumindest das verhindert.
Und am liebsten hätte Whitman wohl auch die Aufgabe der Handyentwicklung rückgängig gemacht. Daran, dass sie den Schritt ihres Vorgängers als Fehler ansieht, ließ sie im Interview mit einem US-Fernsehsender zumindest kaum Zweifel. "Wir arbeiten an diesem Problem. Früher oder später müssen wir ein Smartphone anbieten, denn in vielen Ländern weltweit wird das der erste Computer der Menschen sein. Und wir sind nun mal eine Computerfirma," erklärte die HP-Chefin im Gespräch.
Interesse am strauchelnden Blackberry-Hersteller RIM hat HP aber offenbar nicht. Auf Kaufabsichten angesprochen antwortete Whitman: "Nein, das ist nicht die Richtung, die wir einschlagen wollen."
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Du bist nicht dabei?Impuls, ich glaube dass das jetzt im Moment so eine Phase ist, die Cloud und Apps sind die Megabuzzwörter und alle denken sie müssten nun so etwas machen. Microsoft hat den Cloudwahn mit Windows Phone auf die Spitze getrieben, Nokia ist panisch mit an Bord gesprungen und das Ergebnis ist bekannt.
Durch den Wegfall der konventionellen Systeme mit dem Tod Nokias werden derzeit eine Vielzahl von Kunden nicht bedient, und auch Rim kann diese Lücke derzeit nicht füllen da das alte Blackberry OS selbst gegenüber Symbian (und erst recht gegenüber Meego) wie aus dem letzten Jahrtausend erscheint, und das neue OS noch nicht fertig ist. Da heißt es nun wohl, wer zu erst kommt, malt zuerst, sei es nun Meego, WebOS oder Blackberry QNX. Und, wer weiß, vielleicht läuft es bei den drei Systemen an Ende gar auf ein gemeinsames, Qt-basiertes Application-Framework hinaus, wie werden sehen...
@ Handyhacho
Android macht vor allem für einen PC-Hersteller, der auch auf Businesskunden zielt, keinen Sinn.----> Ich sehe es anders. Es ist der einzige Weg. Denn die gleiche "Business-Denkweise" hat auch RIM und schau Dir an wo sie leider jetzt sind..
Mit WEB-OS gebe ich Dir absolut recht....eignet sich am besten für die Businessbranche, aber HP rennt die Zeit davon....wie Du bereits erwähntest zu wenig App. Und ich frage mich ob Es noch "genug" Businesskunden gibt.
Und die "Normalokunden" sind einfach die grössere Käufermasse....bei RIM hat man dass lange ignoriert und jetzt zahlen sie leider ein hohen Preis dafür.
Android macht vor allem für einen PC-Hersteller, der auch auf Businesskunden zielt, keinen Sinn. Genau so wenig WP, wegen der Abhängigkeit von Microsoft.
Genau genommen bleibt nur noch das eigenen OS, denn es bietet so die Möglichkeit, ein eigenes Ökosystem zu etablieren (an dem ja auch kräftig mitverdient wird) und man so auch einen eigenen Kundenstamm etablieren kann, der nicht ständig droht zur Konkurrenz mit einem hardwaremäßig besseren Produkt abzuwandern.
Kundenbindung alleine über die Hardware ist extrem schwierig und wird am Ende in den asiatischen Werken entschieden.
So gesehen hat HP gar keine Möglichkeit, als ein eigenes OS zu präsentieren. Allenfalls ein Zusammenarbeit mit MeeGo/Qt wäre denkbar, da sich die beiden System relativ ähnlich sind.
Dass der weltgrösste PC-Hersteller auch bei den Smartphones und Tablets mitmischen sollte, die ja teilweise den PC ersetzen und auch weitaus höhere Wachstumsraten haben ist durchaus vernünftig. Jetzt stellt sich nur die Frage welche Plattform es sein wird. Mit WebOS hätten sie einen vielversprechenden Ansatz im eigenen Haus aber leider mit wenig Apps. Apotheker hat mit dem Firesate dann auch für zusätzliche Verunsicherung gesorgt. Android ist bereits etabliert, das wäre eine sichere Sache, allerdings gibt es auch Konkurrenz.
Vor allem hat HP gerade noch rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt - Android, iOS und WP sind die derzeit letzten verbliebenen Systeme mit gesicherter Zukunft - und sie unterscheiden sich eigentlich nur marginal.
Alle binden fest in ein Ökosystem und eine sicherheitskritische Cloudumgebung ein, für sicherheitsrelevante Aufgaben kommen diese Systeme daher nicht in Frage.
Wirklich eigenständige Smartphones, die auch ohne das Backend im Netz noch wirklich smart sind existieren faktisch nicht mehr (Windows CE, Symbian, WebOS MeeGo... alles eingestellt, und RIM schwächelt auch).
Dadurch entsteht ein riesiges Vakuum am Smartphonemarkt, und die ca. 30% der potentiellen Kunden, die ein smartes Phone OHNE Cloud suchen können derzeit nicht bedient werden.
Da ist es clever von HP, das eigene System wieder zu pushen, gerade noch rechtzeitig!
@ handyhacho
Und, wer weiß, vielleicht läuft es bei den drei Systemen an Ende gar auf ein gemeinsames, Qt-basiertes Application-Framework hinaus, wie werden----> Ein intetessanter und zugleich faszinierender Gedanke. :-)
Hey wie würde es hypotethisch gesprochen heissen...? Was hälst Du von Mewex?? ;-)
Und ich bin schon gespannt aufdas neue blackb.Os.
:)