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Autor: AreaMobile Redaktion | 18.09.2012 - 08:00 | (2)

Netzbetreiber mokieren Verzögerung des LTE-Ausbaus durch Behörde

Der Ausbau des LTE-Netzes geht in Deutschland nur langsam voran. Schuld ist nach Angaben des Spiegel die Bundesnetzagentur, die für die Bearbeitung von Anträgen für den Ausbau viel zu lange braucht. Die Bundesnetzagentur verspricht Nachbesserung in der Antragsprüfung.

Netzbetreiber mokieren Verzögerung des LTE-Ausbaus durch Behörde

Netzbetreiber beschweren sich über Behinderung durch Bürokratie beim LTE-Ausbau | (c) o2

Die Schuld am langsamen LTE-Netz Ausbau suchen Nutzer meist bei den Netzanbietern. Wie unser Test schon gezeigt hat, ist die Abdeckung selbst in Berlin noch eher schlecht. Nun aber gerät die Bundesnetzagentur ins Visier, langsame Zulassungsverfahren sollen Schuld an der Misere tragen. "Der Prozess ist so mühsam, als würde man einen Fußballplatz mit der Nagelschere mähen" sagt Thomas Ellerbeckvon Vodafone im Interview mit dem Spiegel. Er meint damit den Antragsprozess für den LTE-Ausbau bei der Bundesnetzagentur. Sechs Wochen sind gesetzlich vorgegeben, manche der knapp 10.000 Anträge warten aber schon 22 Wochen auf Prüfung. Fast die Hälfte der unbearbeiteten Anträge stammt von Vodafone.

Die Bundesnetzagentur will zeitnah verschiedene Maßnahmen ergreifen, um den Genehmigungsprozess zu beschleunigen. Unter anderem soll die Zahl der Prüfer erhöht und Schichtarbeit eingeführt werden. Bislang ist das schnelle Netz fast nur in Ballungszentren ausgebaut. Karten, auf der Ihr den Fortschritt und die Planung des LTE-Ausbaus sehen könnt, findet ihr auf der Seite www.lte-anbieter.info.

Themen: Bandbreite, LTE, Mobilfunkbetreiber
Quelle: Spiegel via Netzwelt
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Kommentare
  1. 18.09.12 16:18 majestixx (Newcomer)

    Am Anfang wurden wirklich Dörfer oder Bereiche genommen, die nicht mit UMTS versorgt waren aber es waren wirklich nur sehr wenige. Damit hat man sich wohl an die Bedingungen gehalten und man konnte auf die Städte ausweichen.

  2. 18.09.12 12:41 cores (Advanced Member)

    Zitat: "Bislang ist das schnelle Netz fast nur in Ballungszentren ausgebaut"

    Hab ich mir schon immer gedacht. Wer ernsthaft daran geglaubt hat, dass die weißen Flecken auf dem ländlichen Raum erste Anlaufstelle seien, wie damals als Bedingung von der Netzagentur genannt, der ist schon ziemlich naiv.
    Welcher Netzbetreiber ist schon bereit, schnelles LTE im 400 Einwohner-Dorf auszubauen? Bei der Profitgier unserer Unternehmen ist es logisch, dass Städte und Ballungszentren vorrangig ausgebaut werden. Es wird sich nichts im Geringsten daran ändern, es wird genauso laufen wie bei UMTS.

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