Bald Können Nutzer des mobilen Bezahl-Systems Mpass auch im Einzelhandel mit ihrem Handy Bezahlen. Der von Vodafone, Telekom und Telefónica Germany (O2) eingeführte Dienst wurde bisher hauptsächlich genutzt, um mobile Internet-Käufe abzuwickeln.
| (c) mpass
Beim Bezahlen mit Mpass im Einzelhandel wird die NFC-Technologie eingesetzt. Dafür kleben die Kunden einen Sticker mit NFC-Chip auf ihr Handy, den Mobilfunkbetreiber wie O2 kostenlos an ihre Kunden verteilen. An der Kasse hält der Nutzer dann beim Einkauf sein Telefon an das Zahlungsterminal. Bei Einkäufen unter 25 Euro muss der Kunde nichts weiter tun. Übersteigt der Preis diese Grenze, muss der Einkauf durch eine PIN bestätigt werden. Für den Dienst selbst fallen keine Grundkosten an, allerdings kostet die Autorisierungs-SMS bei höheren Kaufbeträgen jeweils 19 Cent, falls man keine SMS-Option oder -Flat gebucht hat.
Dem Kunden stehen zwei Abrechnungs-Möglichkeiten offen: Das Geld kann entweder vom Girokonto abgebucht werden oder von einem gesonderten Konto bei Mpass, auf das die Kunden via Üerweisung Guthaben aufladen können. Mpass ist der mobile Bezahlservice von Vodafone, Telekom und O2. Der Dienst macht mobiles und kontaktloses Bezahlen möglich, dabei spielt es theoretisch keine Rolle, bei welchem Mobilfunknetz der Kunde unter Vertrag ist. Der Vorteil bei dieser Methode besteht darin, dass keine Kundendaten wie etwa die Bankverbindung an den Händler übertragen werden. Für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs arbeitet Mpass mit dem Finanzdienstleister Wirecard zusammen.
Zum Marktstart von Mpass im Einzelhandel gibt es bundesweit mehrere Tausend Akzeptanzstellen mit jeweils mindestens einem Bezahlterminal. Dazu zählen Supermarkt-Ketten wie Real, Edeka und Hit aber auch Douglas-Parfümerien und dm-Drogeriemärkte. Weltweit hat Mpass etwa 500.000 Akzeptanzstellen, 100.000 davon in Europa.
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Du bist nicht dabei?Kommt immer darauf an wer das ganze ausbaut...sind schon Unternehmen draußen die haben sehr viele akzeptanzstellen für Karten, die müssten nur die Leser erweitern, das sind halt Investitionen, bloß wenns einer mitmacht dann denk ich wird contactless auf dem Markt ankommen, gibt ja schon nfc Karten von Master und Visa, zusätzlich die geldkarte girogo die auch contactless ausgegeben wird
Und jährlich grüßt das Murmeltier. Wie viele Jahre wird uns nun schon von den verschiedensten Seiten die Einführung eines mobilen Bezahlsystems angekündigt!?! — Um die Antwort vorwegzunehmen: seit Mitte der 90-er Jahre, also seit fast 20 Jahren!
Und was ist daraus geworden?:
m-pay (Vodafone 2002)
Paybox (eingestellt im Januar 2003 eingestellt)
Luupay (eingestellt im März 2009 )
Alle diese Systeme waren zu kompliziert in der Handhabung. Auch wurden sie nicht konsequent genug aufgebaut und verfügten so über keine ausreichende basis an Akzeptanzstellen. Und sehen wir mal den tatsachen ins Auge: auch 500.000 Mpass-Akzeptanzstellen weltweit, davon 100.000 verteilt über ganz Europa ist nicht wirklich viel.
Zum Vergleich: Bereits im Jahre 2009 gab es knapp 500.000 VISA-Akzeptanzstellen alleine in Deutschland!!! ……
Daher wage ich mal die Prognose, daß auch das jüngste Kind, Mpass genannt, das selbe Schicksal ereilen wird wie seine obigen Vorgänger.…
Autorisierungs sms sollten nichts kosten und interessant: bei pineingaben muss normalerweise immer eine Karte gesteckt werden, selbst bei der contactless geldkarte, eine Pin und ein Smartphone reichen zur Authentifizierung? Da bin ich gespannt
Dann kleb ich das Ding einfach hinte in die iPhone Hülle.
Sieht keiner und ich kann auch mit dem iPhone 5 via NFC zahlen! ;D
Wer braucht schon NFC im(!) gerät wenn man es doch auch einfach in die Hülle kleben kann! =D
Girogo? Ist das nicht teilweise derselbe Kartenemittent, der seit Mitte der 90er Jahre weitgehend erfolglos versucht(e), die sogenannte Geldkarte einzuführen?
Die Kartenemittenten stellen die Lesegeräte nicht etwa kostenlos zur Verfügung. Die Akzeptanzstellen (z.B. die Geschäftsinhaber) müssen die Geräte m.W. kaufen!
Um ein mobiles Bezahlsystem wirklich erfolgreich zu etablieren, braiucht es schon noch ein bisschen mehr, als nur einen RFID-Chip (im Handy oder auf einer Scheckkarte) und ein paar Lesegeräte, die damit umgehen können. Ein ganz wichtiger Aspekt ist m.M. die Frage, wie einfach das System für Kunden (und Akzeptanzstellen) zu handhaben ist. Sicherheitsfunktionen zur Authorisierung der Zahlung sind ebenso wichtig wie deren einfache Handhabung. SMS z.B. halte ich da für zu umständlich und zu unsicher. Bei nicht vorhandenem Mobilfunknetz kann man z.B. nicht bezahlen.
Geradezu ein Erfolgskiller ist es m.M., wenn die Bestätigungs-SMS dann auch noch kostenpflichtig ist, wie es Mpass offenbar vorsieht.
EIn weiterer wichtiger Punkt ist, daß ein mobiles Bezahlsystem nicht nur in Deutschland, sondern mindestens in Europa, besser aber noch weltweit einheitlich ist und die Kunden damit wirklich überall bezahlen können. Und da will eben jeder nationale Anbieter ein möglichst großes Stück vom Kuchen und sich nicht von irgendwelchen (evtl. sogar ausländischen) Firmen die Butter vom Brot nehmen lassen.
Ich könnte jetzt noch viel mehr dazu schreiben, aber ich denke, es dürfte klar geworden sein, welch große Herausforderungen auf dem Weg zur Einführung eines mobilen Zahlungssystems bewältigt werden müssen. … Und "rechnen" müssen sich der Aufbau und Betrieb eines solchen Systems für die Betreiber ja schließlich auch.…