Heute vor genau einem Jahr verstarb der Mitgründer und ehemalige CEO von Apple Steve Jobs. Die jüngst gelaunchten Apple-Produkte iPhone 5 und iOS 6 hatte die Industrie-Ikone noch mitinitiiert. Das nächste iPhone wird nicht mehr die Handschrift von Steve Jobs tragen.
Steve Jobs, verstorbener ehemaliger Apple-CEO | (c) Unternehmen
Es gibt nur wenige Unternehmen, in denen der Name des Chefs so eng mit dem Schicksal der Firma verflochten ist. Unter der Führung von Jobs, den die Mitarbeiter als charismatisch, diktatorisch oder auch detailversessen beschrieben, stieg Apple vom Hersteller von Nischenprodukten zu einem der erfolgreichsten und einflussreichsten Unternehmen der Welt auf. Seit 1996 wieder im Unternehmen, brachte er den angeschlagenen Konzern in die Gewinnzone zurück. Mittlerweile ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Von 1997 bis zu diesem Jahr hatte der zwischenzeitlich rausgeworfene Gründer von Apple das Unternehmen wieder geleitet, ehe er sich im Januar 2011 aus dem Tagesgeschäft zurückzog und im August seinen Rücktritt als CEO aus gesundheitlichen Gründen erklärte und in den Aufsichtsrat von Apple wechselte.
Am 5. Oktober 2011 verstarb Steve Jobs im Alter von nur 56 Jahren - einen Tag nach der Vorstellung des iPhone 4S mit dem virtuellen Sprachassistenten Siri. Auf der Unternehmens-Website ehrt Apple heute seine Leitfigur in Bildern und einer Erklärung seines Nachfolgers Tim Cook. Darin heißt es: "Unsere Werte stammen von Steve und sein Geist wird für immer das Fundament von Apple sein."
Am 9. Januar 2007 stellte Apple-Chef Steve Jobs auf der Macworld Expo das erste iPhone vor und krempelte damit den Markt für Smartphones völlig um. Die Verkaufsstarts der nachfolgenden iPhone-versionen glichen wahren Popveranstaltungen, Fans der Marke campierten nächtelang vor den Apple-Stores und zum Verkaufsbeginn bildeten sich riesige Schlangen. Am 21. September 2012 ging das vorerst jüngste iPhone-Modell, das iPhone 5, in den Verkauf und verkaufte sich trotz aller Unkenrufe gleich an den ersten drei Tagen mehr als fünf Millionen Mal.
Steve Jobs Nachfolger an der Apple-Spitze wurde im August 2011 der bisherige COO Tim Cook, der seinen Vorgänger auch schon während dessen gesundheitlichen Auszeit im Januar 2011 vertreten hatte. Manch ein Branchenbeobachter erwartete, dass mit dem Abgang des charismatischen Apple-Gründers auch die "Schonzeit" für Apple vorbei sei und das Unternehmen und seine Produkte künftig kritischer behandelt würden. Cook musste gleich erste Bewährungsproben bestehen: Er setzt sich beispielsweise für bessere Arbeitsbedingungen in den Foxconn-Fabriken in China ein und korrigierte den dem Image des Unternehmens schadenden Ausstieg bei einem US-Umweltsiegel. Im Patentstreit blieb er trotz richterlich angeordneter Friedensgespräche mit der Samsung-Spitze hartnäckig und siegte vorerst nach einem spektakulären Jury-Urteil, das von der Richterin noch geprüft wird.
Angeschoben hat diesen Patent-Krieg Steve Jobs. Er werde lieber einen "Atomkrieg" mit Google führen, als Apples Technologien mit anderen zu teilen, sagte er seinem Biografen Walter Isaacson. "Ich werde Android zerstören, weil es ein gestohlenes Produkt ist. Ich bin gewillt, einen thermonuklearen Krieg dafür zu entfesseln", wird Jobs in seiner Biographie zitiert.
Kritiker, die meinen, unter Steve Jobs wären Apple Fehler wie der unreife Kartendienst in iOS 6 oder leicht zerkratzende Aluminium-Gehäuse des iPhone 5 nicht passiert, verkennen, dass auch in der Ägide des früheren Apple-Chefs nicht alles rund lief: Technische Probleme gab es beispielsweise auch beim Start des Cloud-Speichers MobileMe oder dem iPhone 4 (Stichwort "Antennagate"). Steve Jobs zeichnete jedoch ein einzigartiges Gespür für erfolgversprechende Technologien und Produkte aus. Dass sie eine ebenso feine Nase für Erfolgsprodukte haben, müssen die jetzigen Macher bei Apple jetzt bei den kommenden Geräten und Diensten beweisen.
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Du bist nicht dabei?@chigy:
Ich glaube für dich wäre es fast besser, wenn du zugeben würdest, dass du nicht wirklich weißst was ein Philantrop ist, denn eine Meinungsfrage ist es sicher nicht, ob jemand in diese Kategorie passt oder nicht, schon gar nicht bei Steve Jobs.
Chief
Sicherlich ist das schon Hammer. Aber ein Martin Winterkorn hat letztes Jahr auch um die 17 Millionen bekommen, und VW hat ein kleineren Wert als Apple, erst Recht an Eigenkapital.
Aber Gehälter von Topmanagern ist eh ein ganz anderes Thema. Finde sie prinzipiell auch zu hoch, zumindest bei Firmen, die nicht erfolgreich sind und Mitarbeiter entlassen.
"Das Angebot eines Aktien- und Gehaltpakets, das dem Topmanager seither monatlich rund zwei Millionen Dollar einbringt"
Einfach nur Krank.
Schöner Artikel. Es geht um die Zeit, ein Jahr nach Jobs.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/0,2828,859591,00.html
Heisenberg...
ich kenne die Worte durchaus...bin ja kein Blender ;) --> Denke wir können es dabei belassen, dass ich sie leichtfertig benutzt habe :)
pixelflicker...
ja in Ordnung, ich wusste nicht wie das Wort heißt und für alles andere gibt es Wikipedia ;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Philanthrop
Ps...du bist auch ein Veteran :) --> habe es dir nur nicht mehr im letzten Thread gesagt... ;)