Googles Panorama-Bild-Dienst Street View erfährt sein bis dato größtes Update. 400.000 Kilometer Straßen auf der ganzen Welt werden mit Details angereichert oder ganz neu hinzugefügt.
Street View: Mit dem Google-Dienst Berlin entdecken | Foto: Google
Googles Street View hat bei seinem Start zu hitzigen Diskussionen geführt, inzwischen mag vermutlich kaum noch jemand auf die Möglichkeit verzichten, den praktischen Dienst von Google zu nutzen. Heute hat Google ein gründliches Update von Street View angekündigt. 250.000 Meilen- das sind etwa 400.000 Kilometer - sollen in verschiedenen Ländern der Welt in neuem Detailreichtum erstrahlen. Macao, Singapur, Schweden, USA, Thailand, Taiwan, Italien, Großbritannien, Dänemark, Norwegen und Kanada zählen zu den vom Update betroffenen Ländern. Zusätzlich wurde Steet View um viele Sehenswürdigkeiten ergänzt, von denen teilweise auch Innen-Aufnahmen gemacht wurden.
Für Deutsche Strassen wird es vermutlich kein Update mehr geben - die Verpflichtung einzelne Häuser zu verpixeln und der damit verbundene Auffwand lassen wohl das Unternehmen vor einem Update deutscher Straßen zurückschrecken.
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Du bist nicht dabei?@heisenberg, Auszug aus Wikipedia zum Begriff Datenschutz:
"Je nach Betrachtungsweise wird Datenschutz verstanden als Schutz vor missbräuchlicher Datenverarbeitung, Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, Schutz des Persönlichkeitsrechts bei der Datenverarbeitung oder Schutz der Privatsphäre."
Deutschland ist zum Glück (noch) nicht wie die USA vom gesetzlichen Rahmen. Daher finde ich es gut, dass auch weiterhin jeder entscheiden kann, ob sein Privateigentum für alle Menschen und Behörden auf dieser Welt ohne großen Aufwand einsehbar sein soll oder nicht.
Ich finde es auch Schade. Aaaaber, es ging wohl damals auch darum, das die Fotos von einer Kamera gemacht wurden, die in Ca. 3m Höhe auf dem Auto angebracht war. Damit konnte man durchaus auch über Mauern und Hecken fotografieren, was wohl einige nicht so lustig fanden.
Das es hier nicht um die Ansicht eines Hauses in einer Straße geht, sollte doch eigentlich klar sein. Aber einigen ist dies wohl anscheinend doch nicht so klar.
Es geht hier darum, dass der Zeitpunkt der Aufnehmen nicht bekannt ist & dass die dadurch entstehenden Bilder eben doch, da überraschend, möglicherweise das Persönlichkeitsrecht extremst verletzen könnten.
Könnten... wohlgemerkt. Da aber Google den Zeitpunkt nicht genau festlegen kann, sodass jeder der in dieser Straße nicht gerade informiert ist, fällt dies bei uns eben in einen zu schützenden Bereich.
Es gibt wohl genug Bilder & Foren welche die Kuriositäten von Google Streetview -aus anderen Ländern- darlegt.
Ob pinkelnden Mann oder Unfall eines Polizeiautos. Also für solch Bilder von mir hätte ich keine Lust.
Und es gilt vor allem dafür, dass gewisse Bilder eben gewisse Situationen nicht darlegen sollen.
Nicht jeder möchte gewisse Besucher, welche gerade ihr Haus verlassen oder welche gerade am Fenster ersichtlich sind, Weltweit dargestellt haben.
Da diese Ansicht jedoch nicht auf eine bestimmte Situation heruntergebrochen werden kann, fällt eben die komplette Ansicht in den zu schützenden Bereich.
Ich finde es gut, man ist früher damit zurecht gekommen & wird es zukünftig auch können. Mit Rückschritt hat dies nichts zu tun. Eher mit Verblödung ;-)
Außerdem bewahrt es einige zumindest sich einigermaßen zurecht zu finden, sich orientieren zu müssen ohne sich völlig vom Web abhängig zu machen.
Wenn ich jedem verbieten wollte, das Haus in dem ich wohne zu Fotographieren, wär das nen Full-Time-Job. Ich finde die Paranoia, die manche wegen Streetview an den Tag legen echt lächerlich!
@ Master peet: " Na ein glück, das wir Deutschen noch soetwas wie einen Datenschutz haben... "
==> Auch wenn der Begriff Datenschutz vielleicht etwas unglücklich gewählt ist und ich ihn durch 'Schutz der Privatsphäre' ersetzen würde, stimme ich Dir sinngemäß vollkommen zu. Auch ich fühle mich unwohl bei dem Gedanken, daß jedermann - sowohl Finanzdienstleister wie auch [andere :-) ] zwielichtige Gestalten - bequem vom Schreibtisch aus mein Lebensumfeld erkunden und sehen können, ob und wo es etwas zu "holen" gibt.
Und daß jeder ohne Genehmigung mein Haus fotografieren und die Bilder ohne Genehmigung beliebig veröffentlichen kann, ist natürlich Unsinn. Sonst hätte Google ganz sicher nicht den Aufwand betrieben, einzelne Häuser auf WUnsch der Eigentümer zu verpixeln.
Auch mein Haus wurde schon von einem großen deutschen Hersteller von Fassadenfarben für Werbeaufnahmen fotografiert, nachdem wir es neu hatten streichen lassen. Und selbstverständlich hat der Farbenhersteller zuvor unsere genehmigung dafür eingeholt (und dafür bezahlt).
Leider ist Deine Ansicht falsch. Als Privatperson kann ich von der Straße aus jederzeit Deine Fasada fotografieren und auf Seiten wie Flickr oder ähnlichen online stellen. Das mit der der Firma ist eine andere Sachlage, aber gegen Privatperson kannst Du nichts machen.