Apple hat über Nacht die Preise für Smartphone- und Tablet-Anwendungen im iTunes AppStore erhöht. Der Preis für die günstigsten kostenpflichtigen Apps beginnt jetzt bei 89 statt wie zuvor 79 Cent. Betroffen sind beispielsweise auch beliebte Apps wie Blitzer.de Pro oder der WhatsApp-Messenger und auch digitale Zeitschriften.
Veraltete Preisangabe von Blitzer.de | (c) Anbieter / Areamobile
Apple hat heute Nacht still und heimlich die Preisstufen für kostenpflichtige Apps angehoben. Viele Apps sind dadurch teurer geworden, teilweise zur Überraschung der Anbieter, denn offenbar hat Apple die App-Anbieter nicht über diesen Schritt informiert. Der Download der beliebten App von Blitzer.de kostet beispielsweise heute 89 Cent, während sie auf der Website des Anbieters noch für 79 Cent beworben wird. Auch das Magazin Der Spiegel bewirbt zurzeit seine digitale Ausgabe für das iPhone mit einem Preis von 3,99 Euro, kostet aber jetzt wie viele andere digitale Zeitschriften 4,49 Euro.
In unserer Analyse zum Launch des iPad Mini haben wir bereits über die Möglichkeit eines solchen Schritts von Apple geschrieben. Anders als Konkurrenten im Smartphone- und Tablet-Bereich wie Google oder Amazon verdient Apple sein Geld zum großen Teil mit dem Verkauf von Hardware - das Angebot im AppStore soll die Nutzer zum Kauf der Geräte animieren. Amazon und Google bieten ihre Hardware günstiger an, um für eine weite Verbreitung ihrer Plattform zu sorgen, die nur Mittel zum Zweck ist. Denn diese Unternehmen verdienen vor allem durch den Verkauf von Content bzw. durch Werbung. Durch den Konkurrenzdruck könnte Apple künftig zu Preisnachlässen bei der Hardware gedrängt werden und im Gegenzug die Preise für Apps und Content erhöhen.
Die aktuelle Preiserhöhung wird jedoch noch rein auf eine Währungsanpassung zurückzuführen sein, denn sie wurde in den Ländern der Euro-Zone durchgeführt. In den USA sind die Preise über Nacht unverändert geblieben. Vom Hersteller selbst gibt es bislang keine Aussage zum Preisanstieg im iTunes AppStore.
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Du bist nicht dabei?Das ist eigentlich schon ne frecheit
Die Kuh muss gemolken werden...
@ n-nutzer:
Ich war gerade in den USA und da hat What's App nicht 79ct gekostet, sondern 1$ (oder 99ct). Daher habe ich vermutet, dass das so gehandhabt wird.
Bzgl. HW/SW Preise: Naja, bei SW ist wahrscheinlich einfacher Alternativen zu finden, willst du aber iDevice wird diese Variante schwer. Dass die Preise bei anderen, nicht Apple-Geräten auch so schnell fallen, könnte ja teils auch an diesen Kursgeschichten liegen (kenne mich aber nicht gut genug aus, um das hier zu behaupten). Die Deutsche Kaufkraft wird gerne öfters mal stärker beansprucht, als manch andere. Auch, dass im UK vieles so viel günstiger ist, mag daran liegen. (?)
ist es nicht genau so, dass nur die Einheit gewechselt wird? normalerweise sollte doch die Preise sinken, dank des starken Euro (im Bezug zum Dollar) oder nicht?
Kann mir mal einer erklären wieso die Abwertung des Dollar in die App Preise eingespeist wird, wir aber trotzdem die vollen Preise für die HArdware zahlen müssen?
Müssten nicht nach dieser Denkart (und Handlungsweise) die HArdware Preise in Euro nach UNTEN korrigiert werden? Anscheind ist sich Apple durchaus des zusätlichen Gewinns /Verlustes durch die Wechselkurse bewusst und rechnet die fest ein.
Sehr interessant das Apple doch richtig unterscheiden kann... ;-D
Das Argument mit der wirtschaftslage ist ja totaler Unsinn. Aber dient ja als General Argument für alles heutzutage.....
Wenn ich mir ansehen, das der Euro gegenüber dem Dollar um 13ct abgesackt ist in den letzten Monaten, und die App Preise in den USA unverändert sind, dann macht die Begründung mit dem Wechselkurs durchaus Sinn. Und ein Anstieg von 79ct auf 89ct ist die gleiche Steigerung wie von 3,99 auf 4,49€, nur so nebenbei....