Seit heute ist Windows 8 im Handel erhältlich, die erste Version des Betriebssystems von Microsoft, die für Touchscreen-Geräte optimiert ist. Was es kostet, was es bietet und auf welchen Geräten es läuft, haben wir hier kurz zusammengefasst.
Windows 8: Touchscreen-Windows seit heute im Handel | (c) Microsoft
Microsoft hat den Verkauf der finalen Version von Windows 8 gestartet, der ersten Variante des PC-Betriebssystems, mit dem das Unternehmen auch die Tablet-Welt erobern möchte. Windows 8 wird es für Konsumenten in insgesamt drei Versionen geben. Für Desktop-PCs und Notebooks gibt es Windows 8 und Windows 8 Pro, sie werden als Download-Software zum kostenpflichtigen Download oder als Paket mit Installations-CD und Handbuch über den stationären Handel vertrieben. Dazu hat Microsoft Windows 8 RT vorgestellt, das jedoch nur vorinstalliert auf Tablets erhältlich ist.
Die Preisspanne von Windows 8 reicht - zumindest derzeit - von 29,99 Euro bis 150 Euro. Microsoft selbst bietet auf seiner Website noch bis zum 31. Januar 2013 das Update auf Windows 8 Pro für alle Nutzer eines Computers mit Windows XP SP3, Windows Vista und Windows 7 zum Einstiegspreis von 29,99 Euro an, sofern sie es aus dem Internet herunterladen. Wer sich seit dem 1. Juni 2012 einen Windows-Rechner zugelegt hat, kann sogar für nur 14,99 Euro umsteigen. Möchte man das Update auf Windows 8 als DVD nach Hause versandt haben, steigt der Preis auf die UVP von 59,99 Euro. Bei Amazon und anderen Online-Händlern ist die Installations-CD allerdings schon für 50 Euro erhältlich.
Zusätzlich bietet Microsoft eine Vollversion von Windows 8 und von Windows 8 Pro über den Handel an, deren Sinn sich jedoch nicht erschließt, bieten diese doch trotz des deutlich höheren Verkaufspreises von rund 100 und 150 Euro auf den ersten Blick keine Vorteile gegenüber der Upgrade-Version. Ab dem 1. Februar 2013 klettert der Preis übrigens auf 119,99 Euro für Windows 8 und 279,99 Euro für Windows 8 Pro.
Windows 8 bietet erstmals eine auf Toucheingaben optimierte Oberfläche mit Kacheln und Gestensteuerung. Daneben enthält das System die von Windows 7 bekannte Desktop-Oberfläche, die sich ausschließlich mit Maus und Tastatur bedienen lässt - aber eben auch die Verwendung von Programmen ermöglicht, die für frühere Windows-Versionen entwickelt wurden. Eine Ausnahme bildet jedoch Windows 8 RT für Tablets. Hier ist zwar auch die Desktop-Oberfläche enthalten, allerdings hat nur eine sehr beschränkte Zahl von Microsoft-Programmen darauf Zugriff. Drittanbieter müssen ihre Produkte an die Kachel-Oberfläche anpassen und sie über den Windows Store anbieten, ebenfalls eine Neuerung von Windows 8.
Der Windows Store wird von Microsoft verwaltet und soll nach Plänen des Unternehmens die zentrale Download-Plattform für Zusatzanwendungen werden, ähnlich dem Mac App Store von Apple oder den App-Plattformen der verschiedenen Smartphones- und Tablet-Systementwickler. Derzeit ist das Angebot im Windows Store mit rund 5.000 Programmen aber noch vergleichsweise übersichtlich. Wer Windows 8 oder Windows 8 Pro auf seinem PC, Laptop oder Tablet hat, kann aber weiterhin Anwendungen aus alternativen Quellen installieren.
Eine weitere Neuerung, die mit Windows 8 kommt, ist Xbox Music. Der Dienst ermöglicht kostenlos das unbegrenzte Streaming von beliebiger Musik auf den eigenen PC oder das Tablet - zumindest innerhalb der ersten sechs Monate. Danach ist das Angebot in der kostenlosen Version auf 10 Stunden pro Monat begrenzt. Die Einschränkung wird nach Erwerb eines Abos für 9,99 Euro im Monat wieder aufgehoben. Nach Angaben von Microsoft stehen mehr als 30 Millionen Titel zur Verfügung.
Die Einführung von Windows 8 wird von einer Reihe Computer-Herstellern begleitet. Microsoft hat heute den Verkauf des bereits im Juni vorgestellten Tablets Surface für Windows RT gestartet, das in Deutschland aber nur auf der Website des Unternehmens erhältlich ist. Daneben bringen in den nächsten Tagen und Wochen unter anderem auch Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo und Sony neue Modelle mit Windows 8 auf den Markt. Die Palette reicht von Desktop-PCs und klassischen Intel-Notebooks mit Touchscreen über Convertibles wie dem Lenovo IdeaPad Yoga 11 oder dem Dell XPS Duo 12 bis hin zu Tablets wie dem Asus Vivo Tab RT oder dem Samsung Ativ Tab, die mit der stromsparenden ARM-Technik ausgestattet sind. Eine vollständigere Auswahl inklusive mehr Details haben wir in unserem Special "Windows 8: Das bieten das Microsoft-OS und die Windows-8-Tablets" bereits vorgestellt.
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Du bist nicht dabei?Eben das meinte ich ;).
gorki
ja, RT ist die arm-version.
rtm ist ein entwicklungsstatus :-)
Windows RT ist aber was anderes ;).
Es ging um die Performence. Und von RTM zu dem jezigen hat sich nicht viel geändert.
Danke für den Link Nohtz.
Windows RT ist aber was anderes ;).
Die RTM war die Version NACH RT. Zugleich die letzte vor dem offiziellen start.
hab mir grad ein Video zum Mediacenter angeschaut. Das ist ja lächerlich, das ist ja identisch zu dem von Win7 und das war auch kaum anders als bei Vista. Daran scheint MS wohl gar kein interesse mehr zu haben. Wirklich schade. Dafür lohnt sich dann ein Update bei meinem Media-PC ganz bestimmt nicht.