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Autor: Björn Brodersen 08.12.2012 - 15:00 | (5)

Handy-Reparatur: Nokia verlagert Reparatur-Service ins Internet

Das Hickhack um den Reparatur-Dienstleister für das Google Nexus 10 macht noch einmal deutlich, dass es für die Nutzer zunehmend schwieriger wird, im Schadensfall die Garantieleistungen des Herstellers zu erhalten. Die Abwicklung von Reparaturen verlagert sich zunehmend ins Internet. Auch Nokia hat zum Beispiel zum Monatswechsel die Verträge mit vielen seiner bisherigen Reparatur-Dienstleistern auslaufen lassen.

Handy-Reparatur: Nokia verlagert Reparatur-Service ins Internet

Handy-Reparatur | (c) Nokia

Nokia strukturiert seinen Kundenservice um. Die Dienstleisterverträge mit vielen Service-Partnern hat der finnische Handy-Hersteller mit Wirkung zum 30. November 2012 gekündigt, künftig soll das Online-Reparatur-Portal die erste Anlaufstelle von Kunden im Schadensfall sein. Ganz aus der Fläche will sich das Unternehmen aber nicht zurückziehen, sondern ein neues Netz aus sogenannten "Competence" Centern" an verschiedenen Verkaufsstandorten soll aufgebaut werden. Außerdem will Nokia weiterhin alle Fachhändler im Bereich Customer Care unterstützen, beispielsweise mit dem Bereitstellen von Ersatzteilen. Kunden können zum Beispiel auch zukünftig über den Fachhandel Geräte zu Garantie-Reparaturen an Nokia schicken lassen oder das Nokia-eigene Online-Reparatur-Portal nutzen.

"Natürlich müssen auch wir auf die Dynamik und die Herausforderungen des Marktes reagieren und haben in den vergangenen Monaten viel getan, um unser Unternehmen mit entsprechenden Umstrukturierungen so schnell und agil wie möglich zu machen. Dies betrifft auch den Bereich Customer Care", erklärte Ralf Heptner, Head of Care der Nokia GmbH. "Konkrete Gründe sind beispielsweise die allgemein rückgängigen Reparaturzahlen oder das vielseitige Produktportfolio, das eine hohe Ersatzteilevielfalt erfordert und gleichzeitig ein hohes Planungsrisiko darstellt. Dazu haben sich die Anforderungen der Kunden hin zu mehr Beratung und Hilfestellung verändert."

Der Handy-Hersteller lässt sich jedoch zurzeit offen, wie viele der "Competence Center" an Verkaufsstellen es künftig geben wird. Noch befinde man sich in der Planungsphase, so Heptner. Im Online-Reparatur-Portal können die Kunden den Garantiestatus ihres Geräts überprüfen, einen Reparatur-Auftrag erstellen oder den Reparatur-Status eines eingesandten Geräts abfragen. Der Hersteller verweist die Nutzer allerdings auch auf eine "Schnellhilfe" für möglicherweise einfach zu behebende Software-Probleme wie Systemabstürze oder Probleme mit Signaltönen.

Auch andere Handy-Hersteller wie Sony Mobile haben ihre Abwicklung von Schadensfällen zentralisiert, wie ein Marktreport von Telecom Handel zeigt. Andere setzen zumindest noch auf ausgewählte Partner-Werkstätten, die sie mit Original-Bauteilen, den notwendigen Werkzeugen und den entsprechenden Service-Dokumentationen versorgen, oder nehmen Schadensfälle von Fachhändlern für Reparaturen entgegen. Vielen im Repair-Bereich engagierten Betrieben gingen dadurch die Umsätze durch Garantie-Raparaturen verloren, Kunden müssten sich teilweise auf längere Wartezeiten gefasst machen, so Telecom Handel.

Themen: Smartphones
Quelle: Nokia / Areamobile, Telecom Handel
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Kommentare
  1. 09.12.12 03:21 Gandalf (Advanced Handy Profi)

    Kann ich nur bestätigen.
    Bei uns in der Stadt hat der Nokia Store bereits das Lager geräumt.
    Schade drum...

  2. 08.12.12 23:40 pixelflicker (Professional Handy Master)

    Also keine Nokia-Stores mehr? Damit gibt Nokia einen weiteren großen Vorteil auf, den sie haben. Wie wollen sie da ihre Geräte verkaufen? Besonders günstig sind sie ja auch nicht, bleibt nur noch die Navigation, sonst unterscheiden sie sich quasi nicht mehr von der Konkurrenz.

  3. 08.12.12 22:38 Fritz_The_Cat (Expert Handy Profi)

    Ja, beim Service trennt sich die Spreu vom Weizen.

  4. 08.12.12 22:14 Ravenshield (Member)

    Service ist doof, der kostet ja nur!

  5. 08.12.12 21:13 Krucki (Member)

    Tja die teure Geräte soll man zahlen und beim Service im Anschluss wird man behandelt als hätte man ein 20€ Gerät.

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