Die Karten-App von Apple ist so schlecht, dass die australische Polizei mittlerweile eine offizielle Warnung herausgegeben hat. Grund sind nach Angaben der Behörde mehrere Rettungseinsätze in den vergangenen Wochen, die durch den Einsatz der Karten-App von Apple ausgelöst wurden.
Apple Karten schickt Ausflügler in die Wüste | Quelle: Apple
Wie die australische Polizei berichtet, folgte eine Reihe von Motorradfahrern auf einem Ausflug nach Mildura, eine Stadt im Inland von Australien, den Navigationsanweisungen von Apple Karten. Sie landeten statt dessen jedoch tief in der australischen Wildnis, 70 Kilometer vom eigentlichen Ziel entfernt.
Die Karten-App schickte sie in den Sunset National Park, eine Einöde "ohne Wasser und mit Temperaturen, die bis zu 46 Grad Celsius erreichen können", was diese Gegend "potenziell lebensbedrohlich macht", so die Polizei. Einige von ihnen mussten dort 24 Stunden ohne ausreichend Wasser und Nahrung aushalten, bis Rettungskräfte sie wieder nach Hause holten.
Apple Karten: Die rote Stecknadel zeigt, wo Apple Mildura lokalisiert, die lila Stecknadel, wo sich der Ort wirklich befindet | (c) Apple
Die Polizei rät deshalb allen Reisenden mit Ziel Mildura und anderen Orten innerhalb des Bundesstaates Viktoria, für die Navigation auf andere Kartenanbieter als Apple zu setzen, bis der Fehler behoben ist.
Die Warnung vor der Benutzung der Karten-App durch offizielle Stellen dürfte ein neuer Tiefpunkt für Apple sein. Bereits kurz nachdem das Unternehmen mit iOS 6 das bisher verwendete Google Maps durch die hauseigene Lösung ersetzte, hagelte es reichlich Spott und Kritik. Die Beschwerden über verunstaltete 3D-Ansichten, fehlende oder falsch platzierte Städte und POIs sowie unsinniger Routenführung waren so massiv, dass sich Apple-Chef Tim Cook höchspersönlich zu einer öffentlichen Entschuldigung genötigt sah.
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Du bist nicht dabei?… Womit Du also meine Frage bejahst. Weil die Zeitungen in Europa nicht(s) darüber berichtet haben, ob bzw. daß es ähnliche Vorkommnisse auch bei Besitzern anderer Navisoftware in Australien gegeben hat, **vermutest** Du, daß andere Navigationslösungen per se anderes Geodatenmaterial als das aus der offiziellen Datenbank der australischen Regierung verwenden. Naja, ich lasse Dich mal in dem Glauben …… obwohl es m.M. gewichtige Gründe gibt, die gegen Deine Theorie sprechen.…
@Fritz:
Wenn der Polizei von Australien in den letzten Wochen mehrfach Fälle aufgefallen sind und sie deswegen die Nutzer warnen, dann ist es nur logisch davon auszugehen, dass es solche Fälle vorher - mit anderen Navigationslösungen - nicht gab. Sonst müssten sie ja generell vor Navisoftware warnen. Würde ja gar keinen Sinn ergeben.
Woraus schließt Du das? — Nur weil es in Europa nicht in der Zeitung steht, wenn in Australien sich jemand verlaufen hat?
Andere Kartendienste scheinen solche Probleme nicht zu haben...
"Ob die australische Victoria-Police nun auch vor der Regierungsdatenbank für geodaten warnt? ;-)"
-->prüft apple nicht mehr, was sie "ins haus lassen" ? ;-)
> obwohl es m.M. gewichtige Gründe gibt, die gegen Deine Theorie sprechen.…
Das kann schon sein, deswegen schrieb ich ja "andere SCHEINEN solche Probleme nicht zu haben". Es kann natürlich sein, dass sie diese doch haben und du mit deiner "Jeder mag nur Apple böse machen" Theorie richtig liegst, ich muss jedoch sagen, dass dieses gequälte "Wir armen Apple-Nutzer" ding einen auch schon ziemlich auf die Nerven gehen kann.
Vielmehr werden jetzt Fehler bei den anderen gesucht um Apple besser dastehen zu lassen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Australische-Polizei-warnt-auch-vor-Google-Maps-1768287.html